Wenn dies dein erster Besuch hier ist, lies bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst dich vermutlich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche dir einfach das Forum aus, das dich am meisten interessiert.
Ich bin vom Freistaat Bayern als Leiter einer staatlich anerkannten Gasprüfstelle vereidigt... Ich war schon in mehr Gasstationen aller Größenordnungen als ich zählen kann.
Es gibt keine zentralen Gasläger. "Alles" Direktverbindungen von drüben rüber
Und wenn irgendwo mal ne große Verdichterstation steht, dann wärs schon ein übler Zufall, wenn gerade bei dieser und einer parallelen Station irgendwo anders zugleich ein Ausfall ist.
Könnte mir jetzt kein Szenario vorstellen, bei dem ein Stromausfall einen "Gasausfall" (ich glaube das Wort hab ich gerade erfunden) erzeugt.
Die Versorgung bleibt stabil. In Gasverteilstationen ist pure Mechanik, abgesehen von der Stationsbeleuchtung
Woher hast du diese Sicherheit? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass im Fall eines Flächendeckenden Stromausfalls das Gas in den zentralen Gaslagern aufgedreht bleibt, da man ja nicht weiß ob man es jemals wieder zudrehen kann...
Meine Meinung daher: Was man nicht vor-Ort hat (Gastank, Diesel, Heizöl, Wasser (!) etc...) kann im Falle einer Katastrophe ausbleiben.
Die Versorgung bleibt stabil. In Gasverteilstationen ist pure Mechanik, abgesehen von der Stationsbeleuchtung
Also auch mit einem BHKW oder mit einer Brennstoffzelle bist du bei Stromausfall der King in deiner Straße.
JasonV Also da wäre statt Diesel ein BHKW oder BlueGen in Kombination mit PV und Stromspeicher die sehr viel sinnvollere Alternative!
Das setzt voraus, dass man einen Erdgasanschluss hat. Bei mir nicht verfügbar und wären wieder Anschlusskosten in Höhe von 3 Dieselgeneratoren sowie Investkosten für die Kraftwerke.
Und wenn ich mir ansehe, wie scheiße unsere BHKWs in der Firma laufen...
ich denke wenn man es wirklich "richtig" machen will braucht man einen Stromspeicher UND einen Dieselgenerator, der den Stromspeicher nachlädt.
So ist es. Zumindest bei uns liegen im Winter auch mal mehrere Wochen Schnee (=Speicher leer und PV nicht möglich), da sind alle Argumente eines PV-Speichers (Platz, leise, keine Abgase) hinsichtlich Notstrom (und mir gehts ausschließlich darum!) irgendwie sinnlos.
Aber Kraftstoffbevorratung, das Kümmern während des Nichtgebrauchs,
Wie geschrieben...zwei drei Kanister hingestellt und fertig. "Kümmern" muss ich mich da eigentlich gar nicht, der hängt an einem Batterieerhaltungsladegerät und alles andere geht automatisch incl. E-Start, Rückschaltung usw...wenn man ehrlich ist, müsste man am E3DC die Notstromfähigkeit auch regelmäßig prüfen, wenn man 100%ige Verfügbarkeit erreichen will. Dass ich den Generator ab und zu mal "teste", hängt eher mit dem Spieltrieb zusammen als dass ich dem Teil keine Funktion unterstelle :-)
was sagen deine Nachbarn, wenn nachts der Motor rattert?
Der ist schallgedämmt und steht dann auch noch in einer kleinen Hütte. Ich habe in Rücksprache mit dem Hersteller nach dem originalen Endschalldämpfer einen zweiten montiert - damit ist der Generator schon recht leise. Die Nachbarn fanden die Idee übrigens klasse und haben sich gleich mal "angemeldet", wenn mal Bedarf besteht.
Ich hatte ja den Gedanken, mir für den Neubau garkeinen Stromanschluss legen zu lassen und stattdessen Geld in einen guten Dieselgenerator zu investieren.
Aber Kraftstoffbevorratung, das Kümmern während des Nichtgebrauchs, der Stellplatz, Abgase und Lärm sowie diverse Stimmen aus dem Kollegenkreis haben mich dann von dem Gedanken abkommen lassen.
Interessant finde ich es nach wie vor, denn die Kosten für einen Stromanschluss, den man übers Jahr gesehen kaum benötigt, sind schon lächerlich.
dreamy1 was sagen deine Nachbarn, wenn nachts der Motor rattert? Oder wohnst du tatsächlich so ländlich, dass es keine Nachbarn gibt?
Wir haben ein E3DC mit 6,5kWh und eine PV Anlage mit 5,67 kWp.
Sicherlich eine einerseits "fragwürdige" Konfiguration, wenn wir die Anlage am freien Markt gekauft hätten, wäre bestimmt etwas mehr PV drauf.
Allerdings bin ich bis heute auch sehr zufrieden mit der Konfiguration und sehe bisher keinen großen (wirtschaftlichen) Nutzen in der Erweiterung des Akkus.
Wir haben dafür z.B. genau 10k€ bezahlt (als Add-On zum Haus), abzüglich damaliger KFW40+ Förderung effektiv 5000€. Da nein zu sagen wäre fast schon dämlich gewesen.
Wir hatten bei uns bisher nur einen Stromausfall (Tagsüber), der ca. 1 Stunde ging. Klar das E3DC braucht ein paar Sekunden zum umschalten, dann läuft aber alles normal weiter. Es gibt übrigens auch Anbieter die ohne Umschaltzeit in den Notstrom wechseln können (Victron): https://www.youtube.com/watch?v=q4hoB5ly5po
Wir hatten bisher nur einen Winter mit der Anlage und da lag immer Schnee (23° Dachneigung, Süd / West Belegung), da bringt auch ein größerer Akku oder mehr PV nichts.
Ab Februar dann jedoch trug der Akku jeden Tag seine täglich ca. 6kWh dazu bei, sodass wir tagsüber bis ca. 3-4 Uhr nachts Autark waren, mehr war noch nicht möglich, weil die Wärmepumpe durchlief. Lastspitzen (Kochen > PV Leistung, gleicht er auch grandios aus)
Ab ca. April / Mai war die Heizung aus und seitdem sind wir fast autark. Fast: Weil es immer noch einen Bezug in höhe von ein paar kWh gibt. Der kommt nicht von der Regelgeschwindigkeit des WR, der ist nämlich so schnell, dass das vermutlich nicht einmal 1kWh pro Monat wäre. Der Hintergrund ist einfach der Komfort den man eben haben möchte: z.B. trotzdem bewölktem Himmel (Akku nicht voll) spät Abends kochen, oder Klimaanlage bis in die Nacht laufen lassen.
Dann kommen ein paar kWh dazu, die tun aber auch nicht weh.
Viel mehr PV-Leistung wäre höchstens für den Winter Interessant, im Sommer kommen wir (obwohl wir immer Abends bis in die Nacht viel Strom verbrauchen) fast nie unter die 30% Akkuladung. Tagsüber habe ich eher Probleme nicht in die 60% Abregelung zu laufen.
Das sinnvollste wäre also noch eine Erweiterung auf der Ost-Seite, den Speicher zu erweitern macht vielleicht auf lange sich Sinn, aber wenn sich so etwas nicht auf 5 Jahre rechnet, lass ich es lieber bleiben und spekuliere auf stark fallende Akku-Preise in der Zukunft.
Die Notstromfunktion ist natürlich beschränkt, im Falle eines Blackouts, der auch ein paar Tage dauern könnte (Ich kann jedem nur das Buch "Blackout" empfehlen, da kann man eigentlich gut nachvollziehen was das bedeutet...) kann man mit dem Stromspeicher auch gut ein paar Tage hinkommen wenn tagsüber die Sonne scheint.
Mit etwas Einschränkungen (Kochen nur zu Sonnenzeiten etc...) hätten wir auch ab April die Hauptsicherung rausmachen können, das zeigt, dass auch ein lang andauernder Blackout mit so einem System überstanden werden kann, ohne auf Treibstoffe angewiesen zu sein.
Als Vorteile ggü. eines Generators sehe ich folgende Vorteile, wobei das natürlich stark auf die Qualität des Aggregates ankommt:
weniger Platzbedarf (Aufstellraum, Kraftstoffreserven)
Leise (Wenn das Gerät innen steht)
Keine Probleme mit Abgasen (Innenaufstellung)
3 Phasig (Kommt auf den Generator an)
"Sauberer" Strom: Ich hätte ein bisschen Angst evt. teure Hardware wie Fernseher, Konsole etc. an einem Generator zu betreiben
Kann theoretisch unbegrenzt laufen, im Falle eines Blackouts nicht auf Diesel angewiesen (der ja schwer zu bekommen sein könnte)
Alles sicherlich auch subjektive Punkte, ich denke wenn man es wirklich "richtig" machen will braucht man einen Stromspeicher UND einen Dieselgenerator, der den Stromspeicher nachlädt. Allerdins muss es dann schon ein vernünftiges Aggregat sein, sonst macht die Sache keinen Sinn.
Auch denkbar wäre der Anschluss einer Windturbine oder einer Brennstoffzelle, mit so einer Kombination kann man theoretisch komplett Autark werden und den Stromvertrag kündigen .
An einem bedeckten Tag glättet der Hausakku die Lastspitzen perfekt aus und lädt zwischenzeitlich langsam auf um an Ende des Tages ist er voll für die Nacht. Ich liebe das.
Das kann ich voll nachvollziehen, das Thema interessiert mich ja auch brennend. Hier dann aber nur in Verbindung mit dem Diesel, den könnte man sicher weiterhin nutzen (Netzersatz für Notfälle zum Nachladen).
Einen Dieselgenerator muss man regelmäßig überprüfen, das Ding steht ansonsten bloß rum und braucht Platz und im Ernstfall muss er dann vermutlich manuell gestartet werden. Aber klar, für höhere und längere Dauerleistung braucht man u.U. halt sowas dann.
Also bei mir beschränkt sich das darauf, dass ich den alle paar Wochen mal kurz starten lasse per Knopfdruck, geht ansonsten alles über die ATS vollautomatisch. Aber wie schon geschrieben, wir haben hier auf dem Land andere Voraussetzungen.
Und ja, bei uns waren die letzten Stromausfälle tatsächlich fast ausschließlich spät abends/nachts.
Ob das dann noch einen (wirtschaftlichen) Sinn ergibt, ist ein anderes Thema...
Stand heute tut es das noch, dafür ist die Einspeisevergütung immer noch hoch genug. Und das E-Auto kommt gerade in der Gesellschaft an, da hat man den perfekten Abnehmer
Übrigens ist das total befriedigend, dem Ding einfach bloß zuzusehen, wie es die Energieflüsse optimiert. Die Regel-Geschwindigkeit ist wirklich beindruckend (<1s). An einem bedeckten Tag glättet der Hausakku die Lastspitzen perfekt aus und lädt zwischenzeitlich langsam auf und am Ende des Tages ist er voll für die Nacht. Ich liebe das.
Zuletzt geändert von trollvottel; 08.07.2021, 07:18.
Ob ein 5,8kWh Speicher ohne Sonne nicht geladen wird oder einer mit 19,5kWh, ist für das Thema Notstrom übrigens egal :-)
Natürlich könnte man jetzt die PV dermaßen überdimensionieren, dass auch bei bedecktem Himmel noch ein Nachladen in ausreichendem Maß stattfindet. Ob das dann noch einen (wirtschaftlichen) Sinn ergibt, ist ein anderes Thema...
Also ich habe ein E3/DC S10 E mit 6.9kWh und Notstromoption. Das war eine reine Anschaffung als ein weiterer Beitrag von uns zur Energiewende, da reicht uns ein Nullsummenspiel völlig aus, da müssen wir nicht wirtschaftlich davon profitieren (Warum das alle immer denken, dass etwas finanziell Geld bringen muss, erschließt sich mir nicht). Da ich nur die hälfte an möglichen Batterien drin habe, ist die Batterieleistung bei uns auf 2250W beschränkt, da hat die neuste Generation mehr. Das reicht bei uns aber locker und im Fall des Falles sperre ich via KNX dann die großen Verbraucher. Da tut's dann auch mal der Thermomix oder Mikrowelle anstatt dem 7.4kW Kochfeld. Wenn die Sonne scheint, kann ich dank der zusätzlichen PV-Leistung dann auch weitere Verbraucher wieder freigeben. Und das Haus ist gut genug gedämmt, sodass die Heizung im Winter da auch mal 2-3 Tage aus bleiben könnte, ohne dass man erfriert.
Der Strom muss ja nicht immer in der Nacht ausfallen, oder? Da hilft es doch schon, wenn man die Bude aus der PV speisen kann. Über den Winter aktiviere ich explizit die Notstromreserve mit 50% weil da eh weniger aufgeladen werden kann, im Sommer schalte ich sie ganz ab um die Batterien voll auszunutzen. Für die 300€ Aufpreis finde ich die schwarzstartfähigkeit wirklich eine super Sache.
Einen Dieselgenerator muss man regelmäßig überprüfen, macht Krach, die Abgase irgendwo hin. Das Ding steht ansonsten bloß rum und braucht Platz und im Ernstfall muss er dann vermutlich manuell gestartet werden. Aber klar, für höhere und längere Dauerleistung braucht man u.U. halt sowas dann.
In Summe sind wir äußerst zufrieden mit dem E3/DC System, haben zuletzt auch eine Wallbox nachgerüstet und laden das Auto seither fast ausschließlich mit Sonnenstrom (Wichtig ist hier, die Wallbox mit Typ-2 Steckdose zu nehmen, damit man ein 1-phasiges Kabel nehmen kann!). Im Herbst wird dann die PV erweitert von 8.55 kWp auf 14.49, das geht einfach so, weil der integrierte Wechselrichter das eh abkann. Dann reicht die PV-Leistung auch an einem bedeckten Wintertag für die Wärmepumpe.
Zuletzt geändert von trollvottel; 08.07.2021, 07:10.
Wir verarbeiten personenbezogene Daten über die Nutzer unserer Website mithilfe von Cookies und anderen Technologien, um unsere Dienste bereitzustellen. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Indem Du unten auf "ICH stimme zu" klickst, stimmst Du unserer Datenschutzerklärung und unseren persönlichen Datenverarbeitungs- und Cookie-Praktiken zu, wie darin beschrieben. Du erkennst außerdem an, dass dieses Forum möglicherweise außerhalb Deines Landes gehostet wird und bist damit einverstanden, dass Deine Daten in dem Land, in dem dieses Forum gehostet wird, gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden.
Einen Kommentar schreiben: