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Wirtschaftlichkeit von PV Anlage (in der aktuellen Situation)

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  • Inselino
    antwortet
    Zitat von hyman Beitrag anzeigen

    Wieviel Ertrag in kWh die Anlage bringen wird, kann man in der Tat gut voraussagen. Ebenso sicher ist, dass sie ohne Eigenverbrauch nicht wirtschaftlich ist.
    Dann passt die Planung nicht. Die PV muss sich über die Einspeisevergütung abzahlen damit ist die Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Null-Summe garantiert. Die Rendite kommt immer über den Eigenverbrauch und der ist sicher größer null. Außerdem kannst du über Erfahrungswerte da schon relativ gut untere Grenzen angeben. Natürlich gibt es da immer Ausreißer. Aber wenn wir über PVs auf Einfamilienhäuser sprechen lassen sich da aus der Erfahrung schon ganz gut untere und obere Grenzen festlegen.

    Bei Speichern ist es tatsächlich so, dass die Rentabilität von den Stromkosten abhängt. Wenn man aber mal die Durchschnittlichen Werte für Kosten und Verbrauch annimmt, müsste der Strompreis schon auf 70ct in den nächsten 10 Jahren steigen. Ob das jetzt realistisch ist muss dann jeder für sich entscheiden.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von manuelei Beitrag anzeigen
    Wenn ich die ganzen Wirtschaftlichkeitsrechner bemühe und selber rechne komme ich auf ein Plus von €2000 nach 20 Jahren (ohne ggf. einen Tausch des Wechselrichter und der Annahme der Speicher hält solange!).

    Wie ist eure Meinung zu dem Thema? Trotzdem jetzt umsetzen, oder lieber 1 - 2 Jahre warten in der Hoffnung der Preis für die Anlage sinkt?
    Meine Meinung ist, dass man es nie zum richtigen Zeitpunkt macht.
    Befreie dich von dem Gedanken dass sich die Anlage irgendwann, vielleicht, eventuell, möglicherweise rechnet.
    Viele versuchen sich das gern immer irgendwie schön zu rechnen. Manchmal klappt das sogar.
    Ich persönlich habe meine Anlage aus ideologischen Gründen gebaut.

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  • DiMa
    antwortet
    Zitat von manuelei Beitrag anzeigen
    Leider kostet das kWp bei meinem Angebot aber fast € 2000 Euro und somit ist es nicht mehr so rentabel wie in deiner Rechnung.
    Wenn's dich tröstet: Ich liege bei 2.300€/kWp (inkl. Mwst.), wenn ich den Batteriespeicher 'rausrechne. Auch Städteregion 😉

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  • mawi
    antwortet
    Zitat von hyman Beitrag anzeigen
    Früher, als man einfach alles eingespeist hat, war die Wirtschaftlichkeitsberechnung noch einfach. Heute ist sie das nicht mehr.
    Das ist richtig aber richtig ist auch das es nichts gibt was 100% gut oder schlecht und erst recht nicht sicher ist.
    Wir müssen halt lernen mit unserem Risiko der Realität zu leben und zu arbeiten d.h. die Anschaffung einer PV Anlage hat auch Konsequenzenen in seinem handeln. In diesem Fall ist es die Maximierung des Eigenverbrauch.

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  • hyman
    antwortet
    Zitat von Inselino Beitrag anzeigen
    Wie in anderen Themen schon beschrieben lässt sich die Wirtschaftlichkeit von PV Anlagen eigentlich relativ gut berechnen, denn wir wissen ziemlich präsize, wie viel Sonne bei dir vom Himmel kommt.
    Dafür gibt es auch die europäische Datenbank PVGIS. Da trägt man Wohnort, Ausrichtung, Neigung und Verlust ein und bekommt Werte zurück. Mit der aktuellen Einspeisevergütung errechnest du dir, dann die Grenzkosten und solange ein Angebot darunter ist, ist es wirtschaftlich, da der Eigenverbrauch die Rendite bringt.
    Wieviel Ertrag in kWh die Anlage bringen wird, kann man in der Tat gut voraussagen. Ebenso sicher ist, dass sie ohne Eigenverbrauch nicht wirtschaftlich ist. Woher soll man jetzt aber vorab wissen,
    • wie hoch der Eigenverbrauch in kWh sein wird?
    • welche Ersparnis das in Euro sein wird?
    Rechnet man mit stark steigenden Stromkosten, dann wird es viel wirtschaftlicher als wenn man mit wenig oder gar keiner Strompreissteigerung kalkuliert. Mit Speicher bekommt man mehr Eigenverbrauch, aber dafür kostet der auch einiges.

    Früher, als man einfach alles eingespeist hat, war die Wirtschaftlichkeitsberechnung noch einfach. Heute ist sie das nicht mehr.

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  • livingpure
    antwortet
    Dein Angebot ist Mist, der einzige der da profitiert ist der Verkäufer. Ich würde mehr Angebote einholen. Bei mir waren auch 11 Versuche nötig, bis mal eines dabei war, das akzeptabel ist.

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  • manuelei
    antwortet
    Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
    Elektriker muss dann die Inbetriebnahme begleiten.
    Das wäre bei mir auch möglich, mir fehlt es halt an dem Elektriker der die Inbetriebnahme machen könnte!

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  • gbglace
    antwortet
    Ich wollte auch erst dieses Jahr noch einen Auftrag für PV aufs Haus erteilen, war aber niemend da der das tun wollte. Ein Angebot 800km weg zu hause war nicht wirklich günstig und dazu veraltete Panele mit nah an 300 kWp.

    Werde jetzt wohl auch die Lösung am Schleppdach mir vornehmen und das selber bauen, da komme mit normaler Leiter rauf, anders als das Hausdach. Elektriker muss dann die Inbetriebnahme begleiten.

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  • dreamy1
    antwortet
    Da gab es vor kurzem einen Artikel, wo man einem Kunden den Auftrag storniert hat, weil das Material erst kurz vor der Montage bestellt wird und mittlerweile viel teurer war als im Angebot: https://www.bild.de/ratgeber/2022/ra...9640.bild.html

    Da wäre ich vorsichtig, wenn der Montagetermin "unverbindlich" irgendwann in der Zukunft liegt - vor allem wenn da am Ende noch ein Kredit im Spiel ist.

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  • Inselino
    antwortet
    Zitat von manuelei Beitrag anzeigen

    Danke dir für deine ausführliche Antwort. Mit PVGIS habe ich auch gerechnet. Habe volle Südseite und somit scheidet Belegung der Nordseite komplett aus.
    Leider kostet das kWp bei meinem Angebot aber fast € 2000 Euro und somit ist es nicht mehr so rentabel wie in deiner Rechnung.
    Ja das ist nicht sinnvoll.Weitersuchen oder selber bauen ist denke ich derzeit die Devise. Gerade kleinere Betriebe die man nicht auf der ersten Google Seite sondern vielleicht eher im Telefonbuch finden könnten auch interessant sein.

    Im PV Forum gibt es auch eine wachsende Community angefangen beim Nutzer "DasMoritz" die wirklich viel Wissen rund um die Selbstmontage der PV Anlage zusammengetragen haben.

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  • manuelei
    antwortet
    Zitat von DiMa Beitrag anzeigen
    Wir haben uns für die Errichtung einer PV-Anlage aus zwei Gründen entschieden: Aktiver Beitrag um erneuerbaren Energien im Strommix zu erhöhen und wenigsten ein bisschen Unabhängigkeit vom Stromversorger (Kosten, Verfügbarkeit wenn's hart auf hart kommt).
    Das ist natürlich die andere Seite der Betrachtung und natürlich auch zu berücksichtigen. Bei mir ist nur die Überlegung, ob es in naher Zukunft nochmal runter geht mit den Preisen und der Verfügbarkeit der Anlagen. Dann würde ich warten.
    Denn bei meinem Angebot wäre der Installationstermin voraussichtlich in 6 - 9 Monaten, aber alles unverbindlich. Somit würde ich jetzt eine Anlage bestellen, Anzahlung leisten und hätte wenn ich Glück habe vor dem nächsten Sommer die Anlage auf dem Dach haben.

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  • manuelei
    antwortet
    Zitat von Inselino Beitrag anzeigen

    Also wenn du nur die Südseite belegen lässt, darf die Anlage maximal 1300€ pro kWp kosten.

    Damit ist die Anlage (abseits von Katastrophen wie Hagelschäden) sicher rentabel.

    Zum Schluss noch die Rendite:
    Wenn die Analge 1300€/kWp gekostet hat, waren das für 10kWp ungefähr 13000€. Ein Gewinn von 3000€-5000€ über 20 Jahre entspricht 1,1-1,7% jährliche Rendite.
    Danke dir für deine ausführliche Antwort. Mit PVGIS habe ich auch gerechnet. Habe volle Südseite und somit scheidet Belegung der Nordseite komplett aus.
    Leider kostet das kWp bei meinem Angebot aber fast € 2000 Euro und somit ist es nicht mehr so rentabel wie in deiner Rechnung.

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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von DiMa Beitrag anzeigen
    wenigsten ein bisschen Unabhängigkeit vom Stromversorger (Kosten, Verfügbarkeit wenn's hart auf hart kommt).
    Bei "hart auf hart" sind wir im Herbst oder Winter, da hilft PV wenig bis gar nicht....das müsste die alternative Energiequelle eben auch verfügbar und ausreichend leistungsfähig sein.

    Aus ökologischer Sicht bin ich bei Dir - wenn der überschüssige Strom einen Abnehmer findet (von mir aus auch im Ausland), dann ist das immer besser als wenn die Energie aus einem "dreckigen" Kohlekraftwerk kommt. Den ganzen sog. Phantomstrom vor allem aus überschüssiger PV (also den Strom, der keine Abnehmer findet bzw. der nur durch Negativpreise verklappt werden kann), macht halt das ganze Grundlastsystem "kaputt" und sorgt für extrem volatile (und steigende) Preise und drohende Instabilitäten im Verbundnetz, da irgendein Kraftwerk in einen ineffizienteren Teillastbereich gefahren werden muss. Bei Windüberschuss werden zum Teil die Windräder ausgekoppelt, die Windparkbetreiber bekommen aber natürlich die Vergütung weiter für den nicht erzeugten Strom (sind ja nicht schuld). Da liegt noch viel im Argen.

    Energie herzustellen, für die man am Ende noch bezahlen muss, damit sie jemand kauft, macht nach allen Gesetzen einer Wirtschaft keinen Sinn. Aktuell werden die "Verluste" durch die Allgemeinheit teuer bezahlt. Wenn ich Hersteller eines Autos wäre und müsste jedem zehnten Kunden neben einem kostenlosen Fahrzeug auch noch Geld geben, damit er mein Auto fährt...das geht nicht lange gut bzw. irgendwann werden die anderen neun merken, dass sie irgendwie veräppelt wurden.

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  • Inselino
    antwortet
    Wie in anderen Themen schon beschrieben lässt sich die Wirtschaftlichkeit von PV Anlagen eigentlich relativ gut berechnen, denn wir wissen ziemlich präsize, wie viel Sonne bei dir vom Himmel kommt.
    Dafür gibt es auch die europäische Datenbank PVGIS. Da trägt man Wohnort, Ausrichtung, Neigung und Verlust ein und bekommt Werte zurück. Mit der aktuellen Einspeisevergütung errechnest du dir, dann die Grenzkosten und solange ein Angebot darunter ist, ist es wirtschaftlich, da der Eigenverbrauch die Rendite bringt. Speicher sind in 95% unwirtschaftlich werden aber ab und an durch eine sehr rentable Anlage überkompensiert.

    Hier mal das ganze in Zahlen.
    Nehmen wir an du wohnst in einem Haus mit zwei Dachflächen richtung Südwest und Nordost in Eschweiler.
    Als erstes brauchen wir den Azimuth also die Verschiebung zur Südausrichtung. Der Azimuth liegt für Süden bei 0°, West bei 90°, Ost bei -90°. Entsprechend wäre dein Südwestdach bei 45° und das Nordostdach bei -135°.
    Als nächste brauchen wir die Dachneigung, bei Giebeldächern eher so bei 35-45° bei Stadtvillen eher bei 15-20°. Nehmen wir mal die 35°.
    Als drittes noch die Verlustleistung, die liegt grob bei 10% (die voreingestellten 14% sind veraltet).
    Also alles mal bei PVGIS eingetragen
    https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/

    Die Südwestfläche liefert dir 1000kWh pro kWp (installierter Leistung) pro Jahr
    Die Nordostfläche liefert dir 650kWh pro kWp pro Jahr

    Jetzt werden 6,5ct Einspeisevergütung pro kWh gezahlt über 20 Jahre.
    Die Südwestfläche erwirtschaftet pro Kwp also 1000kWh*20Jahre*0,065€ = 1300€
    Die Nordostfläche erwirtschaftet pro kWp 650kWh*20Jahre*0,065€=845€
    Beide Flächen verrechnet (1300+845€)/2=1070€

    Also wenn du nur die Südseite belegen lässt, darf die Anlage maximal 1300€ pro kWp kosten, wenn du beide Flächen belegst darf sie max. 1070€ pro kWp kosten.

    Damit ist die Anlage (abseits von Katastrophen wie Hagelschäden) sicher rentabel.

    Wie hoch ist jetzt der Gewinn aus so einer Anlag? Das kommt natürlich massiv auf Größe und Stromverbrauch an. Aber gehen wir davon aus du belegst nur die Südseite mit 10kWp und hast einen Stromverbrauch von 4500kWh im Jahr.
    Dann wird es relativ problemlos möglich sein, 1000-1500kWh im Jahr über PV zu decken (ist jetzt sehr konservativ gerechnet). Nehmen wir mal an du zahlst aktuell 35ct/kWh dann gehen davon grob 5ct Steuern weg und die 6,5ct entgangene Einspeisevergütung. Bleiben grob 24ct pro kWh also 240-360€ pro Jahr über 20 Jahre also 5000-7000€. Da sind die 2000€ für einen neuen Wechselrichter nach 10 Jahren dicke wieder drin.

    Zum Schluss noch die Rendite:
    Wenn die Analge 1300€/kWp gekostet hat, waren das für 10kWp ungefähr 13000€. Ein Gewinn von 3000€-5000€ über 20 Jahre entspricht 1,1-1,7% jährliche Rendite.
    Man müsste jetzt noch Verkaufspreis nach 20 Jahren bzw. die längere Haltbarkeit (Modulhersteller geben in der Regel 30 Jahre Garantie) und den daraus resultieren Eigenverbrauch einrechnen aber das ist mir zu mühselig.
    Für eine staatlich garantierte Vergütung sind 1,5% Zinsen schon ganz ok und es geht ja hier nicht nur um Rendite.


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  • DiMa
    antwortet
    Wir haben uns für die Errichtung einer PV-Anlage aus zwei Gründen entschieden: Aktiver Beitrag um erneuerbaren Energien im Strommix zu erhöhen und wenigsten ein bisschen Unabhängigkeit vom Stromversorger (Kosten, Verfügbarkeit wenn's hart auf hart kommt).

    Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung kommt bei uns auch zu dem Ergebnis, das wir bei den aktuellen Strompreisen 'draufzahlen werden. (Je nach Preissteigerung des Stroms kann sich das natürlich auch schnell wieder relativieren - aber wie gesagt, das spielt eine untergeordnete Rolle für uns.)

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