Ich möchte hier mal eine gängige Methode vorstellen, wie man eine Anlage aus meiner Sicht sinnvoll rentabel plant.
1. Wir schauen uns die verfügbaren Dachflächen an und holen uns aus der PVGIS Datenbank mit Standort/Neigung/Ausrichtung die Einstrahlungsdaten pro kWp für jede Dachfläche.
2. Wir schauen wie viel kWp auf die jeweilige Dachfläche passt.
3. Wir rechnen uns anhand der Einspeisevergütung aus, wie viel Gewinn die jeweilige Dachfläche auf 20 Jahre an Einspeisevergütung abwirft. Wer möchte darf hier auch die steuerliche Verrechnung berücksichtigen.
4. Wir planen unser Dach mal in PV Sol und schauen, wie viele Panele wo drauf passen.
5. Mit dieser konkreten Planung fragen wir Solarteure an und schauen ob wir jemanden finden, der im Rahmen der errechneten Grenzkosten bleibt bzw. welche Dachflächen sich wirtschaftlich belegen lassen.
6. Wenn Speicher angeboten sind fragen wir nach Angeboten mit und ohne Speicher um vergleichen zu können, was der Speicher kostet. Bei 400€/kWh und drunter wird der Speicher innerhalb der üblichen Garantie von 10 Jahren rentabel.
Wer bei seinem Speicher
a) mit einem Durchsatz weit über Durchschnitt plant oder
b) eine Lebenszeit jenseits der garantierten 10 Jahre erwartet oder
c) mit einem massiven Anstieg der Strompreis rechnet oder
d) den Speicher aus anderen nicht monetären Gründen anschaffen möchte
kann einen entsprechend höheren Preis ansetzen.
Wie jede Form der Modellierung hat alles Vor- und Nachteile.
Der große Vorteil im Vergleich zu dem Großteil der Internettools besteht aus meiner Sicht darin, dass er sehr genau eine untere Grenze definiert. Eine Anlage zu diesem Preis wird garantiert rentabel unabhängig vom Eigenverbrauch etc. da wir ja nur mit der Einspeisevergütung rechnen, die staatlich garantiert und dementsprechend sicher ist.
Alles, was wir über den Eigenverbrauch erwirtschaften deckt locker die Kosten eines WR tausches und sorgt für die Rendite.
Nachteil dieser Methode ist sicherlich, dass die derzeitgen Preise vermutlich nur sehr selten in die "Wirtschaftlichkeitszone" kommen und aufgrund der hohen Strompreise der Eigenverbrauch so relevant ist, dass Anlagen eben doch rentabel sind.
Ankündigung
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Keine Ankündigung bisher.
Wirtschaftlichkeit von PV Anlage (in der aktuellen Situation)
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Verstehe die Reaktion nicht. Wenn ich beim Thema WR und Preissteigerung einen Fehler gemacht habe, dann reden wir drüber. Das "bei der Bank" war gleichbedeutend mit sinnvoll anlegen, die 5% Rendite habe ich schon, wenn ich schmerzfrei Aktien meines AG kaufe.
Ich stehe bei der PV aufm Dach am Anfang, deshalb kann ich noch keine Angebote abliefern. Umso besser ist doch, wenn man dann die Datenbasis für die Wirtschaftlichkeit des Ganzen schon hat.
Absolut nicht, habe hier ja schon PV für die Grundlast seit 2015 auf der Garage, die war schon nach 4 Jahren in der Gewinnzone. Die Module sehen zwar bescheiden aus, aber das ist mir egalZitat von SvenB Beitrag anzeigenIch hab immer noch das Gefühl du suchst nur Gründe, um dagegen zu sein
Zuletzt geändert von dreamy1; 26.09.2022, 12:45.
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Mach was du willst. Aber nenne doch mal deine Eckdaten: Was für Angebote hast du? Mit oder ohne Akku? Anlagengröße? Verbrauch und Einspeisewerte?
Die Beschaffungen sind alle gewürfelt und du legst ja viel Wert auf Sicherheit, da ist ein ETF sicherlich nicht dein Anlage-Instrument. Also wie willst du dein Geld anlegen?
Ich hab dir mal die Zinsen auf 1% gesetzt, weil du erwähntest ja, dass du es "bei der Bank" anlegen willst.
Ich hab immer noch das Gefühl du suchst nur Gründe, um dagegen zu sein, weil du hast noch keine Werte genannt. Gibts da nix einfacheres? Optik der Module z.B.?
(Und "Positiv" bist du etwa bei 10 Jahren mit den Beschaffungswerten. Aber meine Anlage ist 2 Jahre alt und ich hab einfach grob 30% draufgeschlagen. Hier müsste mal ein echtes Angebot rein und auch der Eigenverbrauch passen - dieser ist eher mit WP)Zuletzt geändert von SvenB; 26.09.2022, 12:32.
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Uff, das übersteigt meine steuerlichen Kenntnisse. Ich bin davon ausgegangen, dass man das Ganze steuerlich nur mit Einspeisevergütung "regelt", aber nicht eine komplette Abschreibung der Anlage. Dann könnte das durchaus passen was Du zugrundelegst.
Ich habe oben noch was edititert wegen der Kosten des WR, ich denke das Thema Preissteigerung in 13 Jahren war noch nicht abgebildet.
Wenn ich mir die Kurven anschaue, dann schwindet mein für nächstes Jahr geplante PV-Projekt gerade in weite Ferne. Wenn da erst nach über 20 Jahren mehr Gewinn rauskommt als wenn ich die Kohle anlege (der Schnittpunkt der Kurven liegt hinter Jahr 19), macht das aus wirtschaftlicher Sicht irgendwie keinen Sinn mehr. Der Weg mit PV und dann die Gewinne anlegen, hätte natürlich auch seinen Reiz, da wäre man schon nach 13 Jahren positiv. Ist aber schon eine lange Zeit, die PV-Modulgarantie ist dann auch schon abgelaufen und wenn, dann sind ja nur die reinen Hardwarekosten ohne Lohn, also Austauschkosten (Gerüst etc.) abgedeckt.Zuletzt geändert von dreamy1; 26.09.2022, 11:48.
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Weil wir nun nach steuern betrachten (haben wir beim alternativen Investment ja auch machen müssen), ist es nun noch schwergängiger.
Wechselrichtertausch sind Kosten. Da die Anlage noch in der Abschreibung ist, gehe ich davon aus, dass man diesen Tausch als "Wartung" sieht und diese sofort abschreibt und nicht wieder den Wechselrichter aktiviert / abschreibt. Das heißt du investierst knapp 3570€ Brutto. Davon kriegst du die Mehrwertsteuer sofort wieder (570€) und den Rest gibst du als Ausgaben bei der Lohnsteuer an. Dies Mindert deinen Gewinn aus den Einnahmen aus PV (und aus z.B. Nicht-Selbstständiger Arbeit) und du kriegst quasi 42% zurückerstattet (1.260€). Macht also 3500€-480-1260€=1.760€ echte Ausgaben. So der Gedanken. (Die Reinigungen sind 500€ netto - und auch hier kann man diese gegen die fällige Steuer rechnen).
Steuer ganz rausnehmen wäre besser, aber ist dann kompliziert mit der Abschreibung und dem Vergleich des alternativen Investments.
Punkt 2: Investitionssumme: Ich bekomme bei der PV-Anlage die Mehrwertsteuer wieder. Gebe daher nur 21000 aus. Stimmt aber, ich müsste auch hier 21000 angeben. Passt nun: Egal wie: Ich gebe immer das gleiche an Geld in den Case.
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Ich hoffe Du verstehst es als konstruktive Kritik:Zitat von SvenB Beitrag anzeigenDie 2500€ sind netto-Werte. Wenn du das Waschen weg lässt bist bei 4200€ Wechselrichter (brutto) inkl. Einbau.
Jetzt stehen in der Tabelle 1740€ für den kompletten WR-Tausch in 13 Jahren drin (halte ich auch bei netto für viel zu wenig). Die Reinigung der kompletten PV kostet nur noch 290€. Die alten Zahlen von 500€/2500€ waren doch aber schon netto, wenn ich das oben richtig verstanden habe. Warum hast Du die Zahlen nochmal nach unten korrigiert?
Nachtrag: 2500€ netto x 1,19 sind 2975€ brutto. Wie kommst Du auf 4200€?
Wenn heute ein WR-Austausch 3000€ netto kostet, werden mit ~3% Inflation/Preissteigerung (Stand 2021) im Jahr 13 nach Installation schon 4500€ netto fällig.
Nachtrag 2: Du hast beim Invest für PV 21.000€ angenommen. Beim Alternativ-Investment 26.240€, müssten das nicht die gleichen Startbeträge im Jahr 0 sein? Ich verstehe es so, dass man die 21k€ entweder in PV investiert oder in eine Geldanlage.Zuletzt geändert von dreamy1; 26.09.2022, 11:13.
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Danke, endlich konstruktive Kritik.- Einspeisevergütung korrigiert. Diese ist IMHO immer netto, daher plane ich sie nicht ein. Meine ganze Rechnung ist netto. Das ist auch ok, weil die Anlage kostet Brutto halt 25k. Was fehlt ist ist natürlich Optimierungen wie Wechsel in die Kleinunternehmer-Regelung.
- Abschreibung hast du recht. Der Punkt kam mir gestern auch schon sehr komisch vor. Ich gebe mal einen Grenzsteuersatz an und berechne stumpf mit dem. Da Verluste aus Selbstständiger Arbeit mit nicht-Selbstständiger Arbeit verrechnet werden können (mein Verständnis), muss ich die Werte nicht auf 0 begrenzen. Hab mit 42% Grenzsteuersatz gerechnet, da realistischer.
- Zählerkosten werden nun Anteilig vom Gesamtverbrauch eingerechnet. Jetzt stimmt es auch mit der Mehrwertsteuer (IMHO), weil der Zähler anteilig eingerechnet wird.
- Mehrwertsteuer hab ich umgestellt (und hoffe richtig) und es kommen die gleichen Werte raus.
Weitere Fehler:- Die Investition in Reinigung und Wechselrichter sind Gewinnmindernd und daher kriegt man die LSt. zurück.
- ETF-Vergleich: Damit wir die gleiche Summe an Geld zum Start im "Vergleich" haben, muss das Investment den nicht-selbstproduzierten Strom zahlen. Sonst buttern wir hier ja mehr Geld in den Case.
Hab es aktualisiert und auf Dropbox ne neue Datei gelegt. Wenn du Schreibzugriff willst Inselino, sag Bescheid. Können wir auch direkt Kommentieren.Zuletzt geändert von SvenB; 26.09.2022, 10:17.
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Ich sehe das ja grundsätzlich auch so, aber deine Zahlen sind schon sehr wild. Aber da du ja meintest Änderungsvorschläge wären erwünscht sind hier meine Ideen.Zitat von SvenB Beitrag anzeigenNun steht es auch in Tabellen und Grafik dar und wird immer noch angezweifelt. Wirtschaftlichkeit ist ein rationales und kein philosophisches Thema.
Ich bin auch kein Experte für die Steuergeschichten daher bin auch ich gerne gewillt belehrt zu werden, sollte ich die steuerlichen Punkte nciht korrekt berücksichtigt haben.
- Deine Einspeisevergütung ist zu hoch. Aktuell bekommt man 0,065€/KWh, da du die USt die du darauf bekommst 1 zu 1 ans FA weiterreichst kannst du die nicht mit einplanen. Auf zukünftige Erhöhungen zu spekulieren ist für die Frage ob ich jetzt eine PV bauen sollte komplett irrelevant
- Die eingepreiste Abschreibung passt hinten und vorne nicht. Ich könnte ja 0 Gewinn machen und nach deiner Rechnung hätte sich die Anlage trotzdem nach 20 Jahren amortisiert da ich jedes Jahr 1050€ durch Abschreibung "verdiene". Wenn dann müsste hier die steuerliche Entlastung rein. Die bestimmt sich meines Wissens aber ja nach dem Verlust also (Abschreibung-Gewinn)*persönlichen Steuersatz. Sprich selbst mit Spitzensteiersatz von 45% würdest du mit 1050€ Abschreibung und 350€ Einspeisung (1050-350)*0,45=315€ Gewinn machen.
- Wenn ich Eigenverbrauch und Einspeisung auf 0kWh setze mache ich am Ende immer noch 1-2k€ Gewinn. Das liegt zu 90% an der falsch berechneten Abschreibung, aber auch daran, dass du Zählerkosten positiv in die Ersparrnis einrechnest, statt als Kosten einzutragen.
-MWSt. Ist falsch berechnet bei der MWSt auf Eigenverbrauch. Es gilt: Ersparnis= Bruttopreis-(Bruttopreis/1.19) was etwas anderes ist als Bruttopreis*0,19
Ich finde es insgesamt schwierig, eine PV mit einem ETF zu vergleichen. Es sind so unterschiedliche Anlagen mit auch ganz unterschiedlichem Risiko. Bei der PV ist deine Einspeisevergütung staalich garantiert, da wäre ein Vergleich mit Staatsanleihen vielleicht angebrachter. Auf der andern Seite ist natürlich das Risiko eines Totalausfalls durch Hagel gegeben kann aber durch eine entsprechende Versicherung angedeckt werden.
Auch sichert eine PV gegen steigende Energiepreise ab, halt also eine gewisse "Versicherungskomponente" Alles in allem nicht zu vergleichen mit einem ETF der aus reiner Gewinnmaximierungssicht die beste Option darstellt.
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Zitat von SvenB Beitrag anzeigenMuss noch mein "Gartenhaus" mit 8kWp versorgen. Haben ist besser als brauchen.
The proof of the pudding is in the eating
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Ich wiederhole mich nochmal: Deine persönliche Annahme dabei sind 3% Strompreissteigerung und keine Deckelung. Natürlich ist alles in der Tabelle und Grafik richtig dargestellt, das bezweifelt doch auch keiner. Ob die Annahme realistisch ist...keine Ahnung, muss jeder für sich entscheiden.Zitat von SvenB Beitrag anzeigenNun steht es auch in Tabellen und Grafik dar und wird immer noch angezweifelt. Wirtschaftlichkeit ist ein rationales und kein philosophisches Thema.Zuletzt geändert von dreamy1; 25.09.2022, 20:47.
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Die 4500kWh/a sind mein Eigenverbrauch. Insgesamt ist es nicht ganz doppelt soviel wegen WP und weil es im Winter zu wenig Energie vom Dach gibt - Werte aus 2020/2021, dort war der Winter kalt und der Sommer mist und bei mir lief noch ein 1HE-Server. Denke ist dieses Jahr viel besser und Server ist in Rente. Gesamtverbrauch spielt aber auch keine Rolle, nur der Eigenverbrauch und der steigt nun noch wegen E-Mobilität.
Ich schließe mich Hochpass voll an. Ich weiß nicht, wieso das hier so ewig diskutiert wird. Nun steht es auch in Tabellen und Grafik dar und wird immer noch angezweifelt. Wirtschaftlichkeit ist ein rationales und kein philosophisches Thema. Ich bin raus. Muss noch mein "Gartenhaus" mit 8kWp versorgen. Haben ist besser als brauchen.
Google Sheet lässt nicht so teilen, dass man es einfach kopieren kann. Daher hier Link zum gucken.
Und hier die aktuelle Version zum selber spielen (und Fehler finden - könnte echt was falsch sein!). Ausdrücklich KEINE Gewährleistung.
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Welche Faktoren bei der Berechnung eine Rolle spielen, kann man schon beleuchten. Es steht Dir frei, daran teilzunehmen oder nicht. Aber bitte nicht ständig das alte Thema wieder hochkramen, ich dachte eigentlich das war durch und wir konzentrieren uns auf das Thema Wirtschaftlichkeit. Persönliche Angriffe gehören sicher nicht dazu.
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Mein Gott, du schreibst selber, dass es keinen Sinn macht. Ich stimme dir sogar zu. Es gibt halt Leute die hören sich gerne reden. Du gehörst scheinbar dazu. Ich mache dich nur darauf aufmerksam.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
Mein Gott, Du fängst doch schon wieder damit an, statt über Wirtschaftlichkeit über Klimaschutz zu reden. Mach doch einen eigenen Thread auf, um über Klimaschutz zu philosophieren und wie man das einklagen kann.
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Mein Gott, Du fängst doch schon wieder damit an, statt über Wirtschaftlichkeit über Klimaschutz zu reden. Mach doch einen eigenen Thread auf, um über Klimaschutz zu philosophieren und wie man das einklagen kann.Zitat von Hochpass Beitrag anzeigenDiskutierst du gerne um zu diskutieren? Auf der anderen Seite zeigt die Diskussion, dass Klimaschutz nur über den Geldbeutel funktionieren wird. Klimaziele sind einklagbar.
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Dann passt das wohl mit dem WR, wenn man die Reinigung wieder rausnimmt. Klar, es kann immer Effekte in die eine oder andere Richtung geben und diese haben dann ihre Einflüsse. Aber gerade die Sache mit dem Strompreisdeckel wäre halt gravierend. Kannst ja mal zum Spaß mit 20 oder 25 Cent Bezug rechnen, mit den 4000 kWh bist Du da wohl recht nah an dem Durchnittsverbrauch eines EFH, der also davon profitieren könnte.
Ich will das auch nicht alles schlechtreden, ich habe ja auch vor mir das Dach mit PV vollzukloppen. Aber eben nur, wenn ich mir über die Wirtschaftlichkeit wirklich halbwegs sicher sein kann, nur für Liebhaberei ist mir der Aufwand einfach zu groß. Da investiere ich dann lieber woanders und habe absolut keinen Aufwand damit.
Stelle es doch hier ein, dann haben alle was davon. Danke Dir auf jeden Fall für die Mühe!Zitat von SvenB Beitrag anzeigenKann dir ne Kopie von dem Sheet geben
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