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Bei uns wurden früher die CU-Schienen in den Trafostationen auch schön bunt angemalt… 🎨🧑🎨
Das hat aber nicht immer nur mit der Zuordnung zu tun. Lackierte Schienen haben eine größere Oberfläche, können daher mehr Wärme abgeben und sind damit belastbarer, als blanke Schienen. Und Farbe ist günstiger als Kupfer…
Gibt’s tatsächlich auch ein Tabellenwerk zu. Steht zumindest irgendwo im ABB-Schaltanlagenbuch aufgelistet…
Wenn aber jemand 50% und mehr seiner Zeit für Gremienarbeit im VDE opfert, kann der im Monat anstatt 160 Stunden nur noch 80 Stunden anderweitig Geld verdienen. Daher werden auch solche Funktionen entschädigt.
Echt? Ich arbeite seit bald 30 Jahren national und international in der Standardisierung. Dafür werde ich von meinem Arbeitgeber bezahlt. Von DIN, DKE, IEC oder ISO habe ich noch nie Geld bekommen. Im Gegenteil, mein Arbeitgeber muß dem DIN sogar noch Geld bezahlen, damit ich da mitarbeiten darf.
I am hoping the Internet of Incompatible Things mitigates the bad effects of the Internet of Insecure Things.
Echt? Ich arbeite seit bald 30 Jahren national und international in der Standardisierung. Dafür werde ich von meinem Arbeitgeber bezahlt. Von DIN, DKE, IEC oder ISO habe ich noch nie Geld bekommen.
Exakt das meine ich. Du bekommst Geld von deinem Arbeitgeber.
Der bezahlt dich; und die Normen, und dein Geld, damit du auch leben kannst. Das holt der sich von seiner Kundschaft wieder. Irgendwer zahlt die Zeche. Du würdest aber niemals dein Arbeitsverhältnis kündigen und umsonst deinen Arbeitsmonat in den Gremien zu verbringen. Denn auch du bist ebenfalls auf das Geld angewiesen.
Ich habe aus diesem Grund geschrieben „Daher werden auch solche Funktionen entschädigt.“ Ich habe nicht geschrieben, dass die Institution VDE, DIN, DKE oder wer auch immer die Normen verfasst, die Bezahlung der Mitarbeit in den Gremien übernimmt.
Die Pille schluckt der Arbeitgeber. Meist unter einem Hoffnungsschimmer von Vorteilen, gegebenenfalls um Produkte effizienter zu gestalten oder Produkte platzieren zu können. Ich denke mal an das Paradebeispiel „Brandschutzschalter“ von der Firma Siemens…
Da hier immer Eigennützigkeit im Vordergrund steht und auch da eine Menge Geld investiert wird, werden spezifische Normen niemals „Allgemeingut“ zu haben sein - auch wenn sich das hier manch einer wünscht.
Zum VDE selbst: der kann auch nicht viel bezahlen, denn es ist ein eingetragener Verein, welcher laut Satzung:
Der VDE verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung…
gemeinnützig ist und damit das eingenommene Geld nicht an Mitglieder ausschütten darf, sondern es innerhalb einer Frist satzungsgemäß verwenden muss.
Klar erhofft sich eine Firma, die sich mit Mitarbeitern in der Standardisierung engagiert, wirtschaftliche Vorteile.
Das können jetzt Vorteile sein, die die Verwendung von Normbauteilen bringt. Es ist z.B. sehr sinnvoll, wenn alle die gleichen Schrauben mit genormten Gewinden und Zugestigkeiten etc. verwenden. Das macht die Konstruktion einfacher und die Bauteile werden günstiger, weil es viele Firmen gibt, die Normschrauben herstellen. In der Elektrotechnik sind das dann eben genormte Kabeltypen, eine Normreihe von Leiterquerschnitten, was dann wieder genormte Aderendhülsen, usw. nach sich zieht.
Eine andere Art von Vorteil für Firmen ist es, eigene (evtl, patentierte) Technologien in Normen unterzubringen. Da kommt einem dann der schon erwähnte Siemens Brandschutzschalter in den Sinn. Die Firma Dehn ist auch im Bereich Blitz- und Überspannungschutz recht aktiv.
Trotzdem könnten die Normen eigentlich kostenlos sein. Die verkauft ja auch nicht der DIN, sondern der Beuth Verlag. Früher, als das alles noch auf Papier war und man dann alle halbe Jahre neue Blätter zum einheften bekommen hat, war das noch gerechtfertigt. Aber heute, wo eh alles digital als PDF kommt?
Das ist sehr ähnlich zu den Wissenschaftsverlagen (im Wesentlichen Springer und Elsevier). Da schreiben die Wissenschaftler ihre Papers (werden von der Uni bezahlt). Die Reviewer arbeiten umsonst (werden auch von der Uni bezahlt). Die Editoren arbeiten umsonst, weil es ja eine Ehre ist (werden von der Uni bezahlt). Und dann müssen die Unibiliotheken die Journals für ein Heidengeld abonnieren.
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Wir begeben uns langsam Richtung OT zum Tread. Also in meinem Berufsleben ist mir mal ein Elektromotor über den Weg gelaufen der 3x250qmm pro Phase wollte... die dünnen Strippen waren sehr leicht und alle schwarz und naja wir haben mit weißem Lackedding einfach was draufgekritzelt. (waren nur der Kabelzugtrupp).
Und vergeßt bitte nicht die DIN VDE 0815... auch dafür haben Menschen Zeit gebraucht um sie zu erstellen um uns sicherer und glücklich zu machen...
Trotzdem könnten die Normen eigentlich kostenlos sein.
Naja, der VDE beschäftigt sich auch mit sich selbst und hat 2.000 eigene Mitarbeiter:
2.000 Mitarbeiter an über 60 Standorten weltweit, mehr als 100.000 ehrenamtliche Experten und rund 1.500 Unternehmen gestalten im Netzwerk VDE eine lebenswerte Zukunft. Sitz des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main.
gestalten im Netzwerk VDE eine lebenswerte Zukunft.
Nix gegen die VDE usw. oder euch... aber mir fehlt einfach die Zeit als Angestellter jede auswendig zu kennen oder anzuwenden geschweige denn jede Neuerung mitzubekommen. Danke das man hier im Forum Experten hat die man fragen kann wenn man doch mal unsicher ist, aber ihr macht das als Hobby hier zu helfen. Wie soll ich mich sonst auf ne DIN VDE berufen können wenn das Wissen dazu kostenpflichtig ist?
Naja, der VDE beschäftigt sich auch mit sich selbst und hat 2.000 eigene Mitarbeiter:
Ja, und die arbeiten weitgehend nicht fachlich sondern administrativ. Das ist bei den internationalen Gremien noch schlimmer.
Es ist wie überall: Die Bürokratie wuchert und man wird sie nicht mehr los.
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Wie soll ich mich sonst auf ne DIN VDE berufen können wenn das Wissen dazu kostenpflichtig ist?
Naja, ein eingetragener Installtionsbetrieb ist eigentlich verpflichtet ein VDE Abo zu haben. Da dürfen dann auch die Angestellten reinschauen. (wahrscheinlich wird es dann eine Lizenz für mehrere Personen, die natürlich teurer ist ...)
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Ja, und die arbeiten weitgehend nicht fachlich sondern administrativ.
Und auch die bekommen Geld. Auch wenn sie administrativ arbeiten, verschlingt das 21 Millionen im Jahr. Und auch die Gebäude von den 60 Standorten brauchen Strom, Heizung, Klimatisierung, Wasser und Internet. Alles das frisst Kohle. Gesamt belaufen sich die Kosten aus dem Geschäftsbericht auf 66 Millionen Euro.
Und genau darauf beruht die Tatsache entgegen der Meinung von Johannes Bach, dass Normen der Allgemeinheit gehören und damit jedem zugänglich sein müssten und deiner Meinung, das Normen auch kostenlos angeboten werden könnten.
Denn wenn niemand mehr die 66 Millionen pro Jahr aufbringt, um diese Kosten zu decken, ist spätestens im darauffolgenden Jahr das Normenwerk tot.
Und solltest du hauptberuflich in die Gremien von deinem Chef entsendet worden sein, hing selbst dein Arbeitsplatz davon ab - wenn auch nur indirekt.
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