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Außenbereich elektrisch versorgen – alles zentral vom Hauptverteiler oder zusätzliche UV in der Halle?

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    Außenbereich elektrisch versorgen – alles zentral vom Hauptverteiler oder zusätzliche UV in der Halle?

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade in der Detailplanung meines südlichen Außen (Garten/Hof)-Elektroprojekts und würde gerne ein paar Meinungen hören, bevor ich mich dem Elektriker Austausche und dann auch auf eine Lösung festlege. Ich habe auch schon in einem anderen Thread u.a. vom Hoftor und der Thematik der Kommunikation für zwei Parteien berichtet/informiert.

    Das beigefügte Bild zeigt die grundsätzliche Situation:

    image.png

    Legende:
    • Blau = Haupt-Elektroschrank
    • Braun = möglicher zusätzlicher Unterverteiler
    • Rot = geplantes Hoftor
    • Lila = Paketbox / Klingelanlage
    • Gelb = Bereiche, in denen perspektivisch Strom verfügbar sein soll (Beleuchtung, Steckdosen usw.)

    Ausgangssituation
    Vom Hauptschrank (blau) bis zur ersten Verbrauchsstelle im südlichen Garten sind bereits grob 15 m Leitungslänge erforderlich.
    Zum Hoftor bzw. zur Paketbox/Klingelanlage kommen vermutlich 30+ m zusammen.
    Sicher elektrisch geplant sind unter anderem dort:
    • Torantrieb
    • Klingel-/Paketboxanlage
    • Außenbeleuchtung
    • Gartenbeleuchtung
    • Außensteckdosen
    • spätere Erweiterungen

    Zusätzlich grenzt an den Bereich eine Halle an, die auch zu unserem Grundstück gehört und einen eigenen Stromanschluss besitzt. Dieser Anschluss soll allerdings dem Mieter vorbehalten bleiben.

    Bereits vorhanden / vorgesehen
    Ich habe ohnehin vor, ein 5x16 mm² Erdkabel in Richtung Halle zu verlegen.

    Die ursprüngliche Idee dahinter war:
    • spätere PV auf dem Hallendach
    • Nutzung der PV-Energie im eigenen System
    • eventuell später Batteriespeicher in der Halle
    • eventuell später Carport-PV
    • eventuell Stromversorgung für vermietete Stellplätze (E-Fahrzeuge)

    Aktuelle Überlegung
    Statt sämtliche Stromkreise direkt vom Hauptverteiler aus sternförmig in den Außenbereich zu ziehen, überlege ich mittlerweile, in der Halle einen weiteren Unterverteiler zu setzen.
    Das würde bedeuten das im Unterverteiler der Halle folgendes untergebracht ist:
    • Tor
    • Paketbox
    • Klingel
    • Außenbeleuchtung
    • Außensteckdosen
    • Reserve
    • spätere Erweiterungen

    Mein Gedanke ist dabei weniger die heutige Nutzung, sondern eher zukunftssicher.

    Argumente für die UV
    • deutlich kürzere Abgänge im Außenbereich
    • weniger Gesamtkabelmeter
    • spätere Erweiterungen einfacher
    • guter Einspeisepunkt für spätere PV-/Speicherthemen
    • eventuell auch interessant für spätere Ladeinfrastruktur

    Argumente dagegen
    • zusätzlicher Verteiler
    • zusätzliche FI/LS-Kombinationen
    • höhere Kosten jetzt (vielleicht nie genutzt)

    Ich habe gehört, dass bei längeren Strecken FI bzw. Sicherungen unter Umständen schlechter oder später auslösen könnten und deshalb ein lokaler Verteiler Vorteile hätte.
    Meine bisherige Recherche hat allerdings ergeben das:
    • Für einen FI die Entfernung grundsätzlich eher nebensächlich ist.
    • Kritischer werden Spannungsfall, Schleifenimpedanz und Abschaltbedingungen der LS-Schalter (grob sollten 30–40 m aber normalerweise noch kein außergewöhnlicher Bereich sein)

    Meine Fragen an euch
    1. Würdet ihr für diese Situation eine zusätzliche UV in der Halle vorsehen oder alles direkt vom Hauptverteiler versorgen? (Hauptverteiler hätte die nötige Reserve)
    2. Gibt es aus eurer Sicht technische Gründe, die klar für oder gegen die UV sprechen?
    3. Wie bewertet ihr das Thema FI-/LS-Auslösung bei solchen Leitungslängen?
    4. Was muss ich noch berücksichtigen/beachten?

    PS: Der Nordaußenbereich (Nordgarten) ist vorgesehen aus dem Hauptverteiler versorgt zu werden. Er ist angrenzend zum Haupt-Elektroraum.

    Ich bin auf eure Einschätzungen gespannt.

    Besten Dank & Grüße

    #2
    Eine UV kann Vorteile bringen muss aber nicht.
    Thema sind natürlich die Anzahl der Kabel und Leitungen, die preislich schon einiges ausmachen können - wo dann lokale UV einige Einsparungen bringen würden. Muss man halt mal durchrechnen…

    Zum Thema Leitungslängen würde ich mir keine Sorgen machen, bei entsprechendem Querschnitt und Verlegung sind ~50m kein Problem.

    Kommentar


      #3
      Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
      Mein Gedanke ist dabei weniger die heutige Nutzung, sondern eher zukunftssicher.
      Wird die Halle denn irgendwann perspektivisch mal abgerissen oder siehst du das nicht?
      Musst dir halt überlegen was gehört zu was.. Wenn du die Halle vermietest kommste halt auch nicht mehr so einfach rein.

      Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
      Zusätzlich grenzt an den Bereich eine Halle an, die auch zu unserem Grundstück gehört und einen eigenen Stromanschluss besitzt. Dieser Anschluss soll allerdings dem Mieter vorbehalten bleiben.

      Bereits vorhanden / vorgesehen
      Ich habe ohnehin vor, ein 5x16 mm² Erdkabel in Richtung Halle zu verlegen.

      Die ursprüngliche Idee dahinter war:
      • spätere PV auf dem Hallendach
      • Nutzung der PV-Energie im eigenen System
      • eventuell später Batteriespeicher in der Halle
      Wenn du die Halle vermietest fällt die Option dort dann noch nen Batteriespeicher hinzustellen ja weg... In dem Fall würde ich die PV Leitungen ggf bis direkt ins Hauptgebäude auch ziehen, in Leerrohren natürlich

      Bei den Wallboxen ist die Frage wer die nutzen soll, du oder der der die Halle auch mietet?

      ggf macht es da auch Sinn irgendwo nochmal nen Schacht hinzusetzen und den dann mit Leerrohren von beiden Gebäuden aus anzufahren sodass man immer noch die Option hat vorallem für die Ladepunkte die aus Gebäude A oder B versorgen zu können.


      Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
      Wie bewertet ihr das Thema FI-/LS-Auslösung bei solchen Leitungslängen?
      ​Kann man alles ausrechnen welchen Querschnitt man benötigt bei welcher Länge für welchen Strom. Nur für Lampen ist sicherlich auch nen C6 ausreichend und da kommste selbst mit 1,5mm² schon nen gutes Stück weit. Willste an Steckdosen aber 16A ziehen können wirste ab 2,5mm aufwärts verlegen müssen bzw kannste mit rechnen, muss natürlich ausgerechnet werden...

      Frage ist aber halt brauch man "überall" Strom/Steckdosen. Die meisten Gartengeräte haben eh Akku mittlerweile und für Sachen die selten sind gibts auch immer noch die Kabeltrommel.

      Wenne hingegen irgendwo vorhast ne Sitzecke zu machen wäre Steckdose vor Ort sicherlich wieder was sinnvolles..
      Zuletzt geändert von ewfwd; Gestern, 14:14.

      Kommentar


        #4
        Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
        Mein Gedanke ist dabei weniger die heutige Nutzung, sondern eher zukunftssicher.
        Den Gedanken finde ich schon mal gut. In den nächsten Jahrzehnten kann sich viel verändern. Ich würde mich in solchen Szenarien immer daran orientieren, in welchen Abschnitten/Teilen sinnvoll vermietet werden kann. Diese sollten bei Bedarf vom Rest unabhängig gemacht und durch spontanen Einbau eines neuen Zählers separat gezählt werden können.

        Gibt's an der Halle eine für den Mieter nicht benötigte Außentür, an der du ggfs. einen Raum mit UV abtrennen könntest? Da könnten später auch WR und Speicher rein...

        Kommentar


          #5
          Zitat von yumika Beitrag anzeigen
          Gibt's an der Halle eine für den Mieter nicht benötigte Außentür, an der du ggfs. einen Raum mit UV abtrennen könntest? Da könnten später auch WR und Speicher rein...
          Dann ja. Aber wenn man wirklich jedesmal fragen muss ist das Murks. Wenn dann noch das Außenlicht daran hängt für den Garten, der Mieter grade nicht da und du warten muss bis er wieder kommt...

          Wenn Vermietet dann sollte innerhalb des für dich als Vermieter später abgeschlossenen Bereichs wo du nicht mehr so einfach reinkommst wirklich nur Dinge sich drin befinden die ausschließlich mit den vermieteten Räumlichkeiten was zu tun haben...
          Eigener Bereich/Zugang wäre ne Möglichkeit. Reicht ja auch nen Raum aus wo man dann einfach ne Tür direkt nach draußen macht. Wobei das warscheinlich wenns nicht vorhanden ist mehr Aufwand bedeutet als Leitungen dann stumpf ins Hauptgebäude zu ziehen.

          Kommentar


            #6
            Zitat von ewfwd Beitrag anzeigen
            Aber wenn man wirklich jedesmal fragen muss ist das Murks.
            Darüber sollte man nichtmal anfangen zu diskutieren. Genau deshalb habe ich auch vor ein paar Jahren die Zählertafel für teuer Geld aus einem der zwei Wohngebäude hier am Hof zu einem Wirtschaftsgebäude umziehen lassen. Die ist da in einem eigenen Raum mit Außentür, zu der theoretisch jeder Mieter bei Bedarf einen Schlüssel bekommen könnte um Zugriff zum eigenen Zähler zu haben. Jedes "Fragen müssen" ist aus meiner Sicht komplett indiskutabel.

            Eine neue Tür einzubauen, bzw. einbauen zu lassen, könnte in diesem Szenario allerdings zu viel des Guten sein.

            Für den reinen Weg-Bereich neben der Halle könnte ich mir noch vorstellen, bei dem Paket-/Klingel-/Torsteuerungskasten einen kleinen Verteiler für potenzielle Beleuchtung und ein paar Steckdosen zu integrieren. Da wird ja eh eine wetterfeste Kiste gebraucht. Mit ein paar Meter Leerrohr, die vorsorglich mit in den Graben geworfen werden oder unter der Einfahrt her liegen, lässt sich von dort schnell was verziehen.

            Und alles zwischen Haus und Halle direkt aus dem Haus versorgen, weil's sowieso nah genug dran ist und vermutlich auch privat bleiben soll.

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              #7
              Hallo zusammen,

              vielen Dank für euren Input! Unabhängig davon was ich nachfolgend noch dazu baulicher Gegebenheiten beizutragen habe, würde ich in dem Fall keinen zukünftigen Mieter nehmen, der mir zu meiner Elektrik den Zugang nicht frei gewährt :-/

              ABER ihr habt genau den richtigen meinerseits unwissentlich verschwiegen Punkt entdeckt. Die Situation vor Ort ist anders und hat eine bauliche Besonderheit, die die Zugangsthematik löst.
              Das Haus und die Halle stehen an einem Hang. Über dem Bereich, den ich eigentlich in der Halle für die UV angedacht hatte, befindet sich ein separater Raum. Dieser ist von oben begehbar und baulich quasi in der nordöstlichen Ecke von der Halle! .dem Standort für die angedachte UV.
              Damit fallen die letzten Probleme mit dem Mietrecht und dem "Fragen müssen" erstmal weg, die geplante UV würde ich einfach in diesen oberen, eigenen Raum setzen.
              Ein Abriss der Halle steht übrigens nicht zur Debatte, das bleibt langfristig so stehen, sonst würde ich auch nicht andenken eine PV darauf zu planen.
              Zu euren weiteren Fragen/Punkten:
              • Speicher / Wechselrichter: Da der obere Raum komplett mir erhalten bleibt, könnten dort später auch problemlos der Batteriespeicher und der PV-Wechselrichter einziehen.
              • Wallboxen / Stellplätze: Die Stellplätze sollen perspektivisch eher vermietet genutzt werden. Vom Raum aus käme man auch per Leerrohr perfekt an die Stellplätze heran.
              • Alternative Hoftor-Verteiler: Die Idee, einen kleinen Verteiler in das Gehäuse der Paketbox/Klingel zu setzen, ist eher eine Rechnungssache, aber denke eher unrentabel.
              Unter diesen neuen Voraussetzungen (eigener Raum dank Hanglage), würdet ihr das 5x16 mm² Erdkabel nun erst recht in diesen Raum ziehen und dort die Haupt-UV für diesen Außenbereich aufbauen?

              Sorry, an das Thema mit der Zugangsthematik und der Ausweitung eurer Gedanken dazu hat ich nicht bedacht. Dennoch besser angesprochen, als später ein Problem zu haben.

              PS: Sollte ich fragen oder Meinungen euerseits unbeantwortet gelassen haben, bitte nochmal HIGHLIGHTEN!

              Viele Grüße & Danke vorab

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                #8
                Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
                ürde ich in dem Fall keinen zukünftigen Mieter nehmen, der mir zu meiner Elektrik den Zugang nicht frei gewährt :-/
                Das werden wohl die wenigsten Mieter machen hier so eine Totalverweigerung einnehmen. Aber auch als Vermieter ist das in der Regel "doof" wenn du öfter in die Wohnung musst. Habe auch nen Neubau, vermietet, und da haben die Handwerker halt noch viele Dinge nachzubessern etc. Ich finde das auch nicht grade toll dass die da im Schnitt jede Woche jetzt wen in die Wohnung lassen müssen. Natürlich käme ich in den meisten Fällen rein und sie würden nix groß sagen, aber Ideal ist das trotzdem nicht...
                Man sollte schon respektieren wenn man etwas vermietet hat dass es eben nicht mehr so ist wie wenn das Ding leer steht. Ist eigentlich völlig normal.

                Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
                Unter diesen neuen Voraussetzungen (eigener Raum dank Hanglage), würdet ihr das 5x16 mm² Erdkabel nun erst recht in diesen Raum ziehen und dort die Haupt-UV für diesen Außenbereich aufbauen?
                ​Geschmacksfrage... Ich persönlich sehe das hintere Gebäude als das Hauptgebäude, da würde ich auch größtenteils den Garten mit versorgen denke ich.

                Nen Wechselrichter würde ich dann aber wohl in diesem Raum unter bringen wenn der Zugang immer gewährleistet ist und die PV ja auch eh auf dem Hallendach ist.

                Vorausgesetzt es ist nen 0815 Wechselrichter. Bei Notstrom sieht es dann wieder etwas anders aus ggf wegen der Trennung da könnte es dann wiederum einfacher sein doch mit den Stringleitungen ins Hauptgebäude zu gehen um mit 400V nicht einfach zur Halle und dann wieder zurück zu müssen wenn die Netztrennung direkt am WR stattfindet...

                Generell verlege die Kabel unter der Erde auf jedenfall in Leerrohren und am besten planste auch Reserve ein. 2 Rohre würde ich minimum verlegen zwischen Haus und Halle...

                Zitat von Hauptschulabsolvent Beitrag anzeigen
                Alternative Hoftor-Verteiler: Die Idee, einen kleinen Verteiler in das Gehäuse der Paketbox/Klingel zu setzen, ist eher eine Rechnungssache, aber denke eher unrentabel.
                Es gilt die optimale Anzahl an UV und Orte zu finden. Wenn ich keine weitere UV brauche würde ich sie auch eher vermeiden und eher dafür hier und da halt längere Leitungen verlegen bis in die nächste UV...
                Eine UV in der Paketbox wird im Sommer warscheinlich auch recht warm und im Winter recht kalt, also nicht grade förderlich für die Lebensdauer von aktiven Komponenten.
                Zuletzt geändert von ewfwd; Heute, 11:40.

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