Hallo zusammen,
ich sitze gerade über einer umfangreicheren HCL Planung und finde - selbst wenn man die Restriktionen der Aktoren* mal beiseite lässt - in der Detailplanung kommen dann doch einige Fragen und Probleme auf. Deswegen und würde gern wissen, wie ihr HCL im Alltag umgesetzt habt – vor allem die Übergänge zwischen Automatik, Szenen und manuellem Eingriff.
Grundidee:
- Licht schaltet über Präsenzmelder, Helligkeit und Farbtemperatur folgen einer festen Tageskurve (ganzjährig gleich, am Schlafrhythmus orientiert statt am Sonnenstand)
- Indirektes Licht (LED-Stripes) mit eigener Kurve, tagsüber kühler als die Spots
- Keine Konstantlichtregelung im Wohnbereich (sehe ich höchstens im Home Office sinnvoll, würde aber enorme Leuchtstärken erfordern und verkompliziert alles noch weiter)
- Größere Räume mit PM-Zonen: Bereiche, in denen gerade niemand ist, bekommen schwächeres Grundlicht statt aus (wobei ich zunehmend den Eindruck habe, man könnte auch in großen Räumen mit mehreren Zonen das Licht gesammelt einschalten. Auch in der Ferne will man nicht in ein dunkles Eck schauen. Je nach Szene dann einzelne Gruppen ausgeschaltet, zB TV nur mit geringem Umgebungslicht)
- Szenen für Tätigkeiten (Kochen, Arbeiten, Film …)
Offene Fragen:
1. Manuelles Dimmen: Friert ihr Helligkeit und Farbtemperatur ein (Automatik aus, bis der Raum leer ist), oder läuft die Kurve weiter, nur auf anderem Niveau? Ändert sich beim Dimmen auch die Farbtemperatur (Dim2Warm), oder bleibt die der Kurve? (alles außer einfrieren macht es aus meiner Sicht unfassbar kompliziert und lässt sich kaum noch KNX intern umsetzen)
2. Szenen: Absolute Werte oder abhängig von der Tageszeit? Beim Kochen will ich tagsüber kühleres Licht als abends, zum Arbeiten nachts aber bewusst kühler und heller. Legt ihr Szenen je Tageszeit an, oder als Versatz zur HCL-Kurve (z. B. „Kochen = Kurve + 30 % Helligkeit, + 500 K“)? (aus meiner Sicht muss das für viele Szenen uhrzeitabhängig sein, ist aber dementsprechend kompliziert)
3. Rückkehr zur Automatik: Raum leer, eigene Taste, nach Zeit? Was hat sich bewährt?
4. Zonen: Unterscheidet ihr da großartig? siehe oben, ich komme zunehmend zum einfachsten Konzept zurück: gesamter Raum ist beleuchtet
5. Wo läuft die Logik – im DALI-Gateway, in einem Logikmodul, in HA/Node-RED …?
6.. Feste Uhrzeiten oder gekoppelt an Aufstehen/Schlafengehen (Wecker, Wochenende)?
7. Zusatzfrage RGB: Nutzt ihr Farbe nur in Szenen und frei über Touch/Handy, oder auch im Alltag? Und wie kommen die Stripes aus einer Farbe zurück zur HCL-Kurve (Raum leer, Taste, nächster Morgen)? (ich habe nur ganz vereinzelt in Szenen RGB, ggf zur Signalisierung und sonst noch übers Handy (da ich Displaytaster nicht besonders mag), der manuelle Eingriff wird aber praktisch nie genutzt)
Danke für eure Erfahrungen!
*Das Gira Dali GW schaltet z.B., wenn auch die Helligkeit nach der HCL Matrix uhrzeitabhängig festgelegt wird, ausgeschaltete Dali Gruppen nach durchschnittlich 30s wieder ein. Laut Gira Support ist das kein Fehler, sondern ein bewusstes Feature. Man möchte, dass der Nutzer z.B. kurzzeitig das Licht zum Suchen der Schlüssel auf 100% setzen kann und es dann (nach Zufallsprinzip) nach 1-60 Sekunden wieder auf den HCL Wert zurückspringt. Nein, kein Aprilscherz, habe ich so schwarz auf weiß und wurde auf Rückfrage, ob das ernst gemeint ist, nochmal bestätigt!
ich sitze gerade über einer umfangreicheren HCL Planung und finde - selbst wenn man die Restriktionen der Aktoren* mal beiseite lässt - in der Detailplanung kommen dann doch einige Fragen und Probleme auf. Deswegen und würde gern wissen, wie ihr HCL im Alltag umgesetzt habt – vor allem die Übergänge zwischen Automatik, Szenen und manuellem Eingriff.
Grundidee:
- Licht schaltet über Präsenzmelder, Helligkeit und Farbtemperatur folgen einer festen Tageskurve (ganzjährig gleich, am Schlafrhythmus orientiert statt am Sonnenstand)
- Indirektes Licht (LED-Stripes) mit eigener Kurve, tagsüber kühler als die Spots
- Keine Konstantlichtregelung im Wohnbereich (sehe ich höchstens im Home Office sinnvoll, würde aber enorme Leuchtstärken erfordern und verkompliziert alles noch weiter)
- Größere Räume mit PM-Zonen: Bereiche, in denen gerade niemand ist, bekommen schwächeres Grundlicht statt aus (wobei ich zunehmend den Eindruck habe, man könnte auch in großen Räumen mit mehreren Zonen das Licht gesammelt einschalten. Auch in der Ferne will man nicht in ein dunkles Eck schauen. Je nach Szene dann einzelne Gruppen ausgeschaltet, zB TV nur mit geringem Umgebungslicht)
- Szenen für Tätigkeiten (Kochen, Arbeiten, Film …)
Offene Fragen:
1. Manuelles Dimmen: Friert ihr Helligkeit und Farbtemperatur ein (Automatik aus, bis der Raum leer ist), oder läuft die Kurve weiter, nur auf anderem Niveau? Ändert sich beim Dimmen auch die Farbtemperatur (Dim2Warm), oder bleibt die der Kurve? (alles außer einfrieren macht es aus meiner Sicht unfassbar kompliziert und lässt sich kaum noch KNX intern umsetzen)
2. Szenen: Absolute Werte oder abhängig von der Tageszeit? Beim Kochen will ich tagsüber kühleres Licht als abends, zum Arbeiten nachts aber bewusst kühler und heller. Legt ihr Szenen je Tageszeit an, oder als Versatz zur HCL-Kurve (z. B. „Kochen = Kurve + 30 % Helligkeit, + 500 K“)? (aus meiner Sicht muss das für viele Szenen uhrzeitabhängig sein, ist aber dementsprechend kompliziert)
3. Rückkehr zur Automatik: Raum leer, eigene Taste, nach Zeit? Was hat sich bewährt?
4. Zonen: Unterscheidet ihr da großartig? siehe oben, ich komme zunehmend zum einfachsten Konzept zurück: gesamter Raum ist beleuchtet
5. Wo läuft die Logik – im DALI-Gateway, in einem Logikmodul, in HA/Node-RED …?
6.. Feste Uhrzeiten oder gekoppelt an Aufstehen/Schlafengehen (Wecker, Wochenende)?
7. Zusatzfrage RGB: Nutzt ihr Farbe nur in Szenen und frei über Touch/Handy, oder auch im Alltag? Und wie kommen die Stripes aus einer Farbe zurück zur HCL-Kurve (Raum leer, Taste, nächster Morgen)? (ich habe nur ganz vereinzelt in Szenen RGB, ggf zur Signalisierung und sonst noch übers Handy (da ich Displaytaster nicht besonders mag), der manuelle Eingriff wird aber praktisch nie genutzt)
Danke für eure Erfahrungen!
*Das Gira Dali GW schaltet z.B., wenn auch die Helligkeit nach der HCL Matrix uhrzeitabhängig festgelegt wird, ausgeschaltete Dali Gruppen nach durchschnittlich 30s wieder ein. Laut Gira Support ist das kein Fehler, sondern ein bewusstes Feature. Man möchte, dass der Nutzer z.B. kurzzeitig das Licht zum Suchen der Schlüssel auf 100% setzen kann und es dann (nach Zufallsprinzip) nach 1-60 Sekunden wieder auf den HCL Wert zurückspringt. Nein, kein Aprilscherz, habe ich so schwarz auf weiß und wurde auf Rückfrage, ob das ernst gemeint ist, nochmal bestätigt!


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