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digitalSTROM: Neue Konkurrenz für KNX?

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  • vento66
    antwortet
    Dann glaube ich, das damit alles gesagt ist.......

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  • humpe
    antwortet
    So Leute, anscheinend geht das Projekt Digitalstrom voll nach hinten los.

    Ich war eigentlich einer von drei Testkandidaten in der Zentralschweiz, welche unterstützt durch das Bundesamt für Energie einen Testausbau mit dS-Komponenten bekommen hätte. Dabei wurde ein Jahr Lang ein Zähler eingebaut um den Verbrauch ohne Komponenten zu messen und aufzuzeichen.
    Dadurch erhoffte man sich eine mögliche Energieeinsparung zu registrieren.

    Nun, nach 2.5Jahren ohne weitere Aktionen, habe ich heute bescheid bekommen, dass das BfE das Projekt abbricht. Und zwar aus folgenden Gründen.
    - Erste funktionsfähige Komponenten kommen im April 2011 auf den Markt, und das nicht annähernd mit den Funktionalitäten, welche zu Proejktbeginn vor über drei Jahren versprochen wurden
    - Der Preis für einen Chip wird etwa dem 10fachen von dem entsprechen, was zu Proejktbeginn versprochen wurde.

    Somit kommt man wohl mit KNX billiger davon, und funktionieren tuts auch noch besser
    Aber gut gemeint haben sie's ja...

    Gruss
    Humpe

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  • IBFS
    antwortet
    Zitat von MarkusL Beitrag anzeigen
    Langsam werden die Träumereinen an grünen Tischen wieder auf die Realität zurückgeholt.

    Frank

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  • MarkusL
    antwortet
    Gerade gefunden: Intelligenter Verbrauchen mit „Smart Grid" (faz.de)

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  • ThorstenGehrig
    antwortet
    Hi
    das mit der "Schwarm Intelligenz" ist aber extra für uns zur Aufheiterung eingebaut worden, oder?

    Gruß
    Thorsten

    PS: Muss ich jetzt "Schwarm Intelligenz" in mein Bullshit-Bingo mit aufnehmen?

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  • PeterPan
    antwortet
    Pressemitteilung Digitalstrom mit Bildern

    Information und Energie – eine zukunftsfähige Verbindung
    Schwarm-Intelligenz:

    Eine neue Technologie namens digitalSTROM will elektrische Geräte auf einfache Art und Weise miteinander verbinden. Der Stromverbrauch wird sicht- und messbar. Gleichzeitig steigen Sicherheit und Komfort. Für Ende 2010 sind erste Produkte angekündigt.

    Seit vier Jahren ist eine neue Technologie für dezentrale „Intelligenz“ unter dem Namen „digitalSTROM“ (Abkürzung: dS) in der Entwicklung. Das Herzstück, ein von der Firma aizo AG erfundener, ameisengroßer Chip, der dSID (digitalSTROM-Identifier) macht es möglich: Direkt in Komponenten und Geräten eingebaut, lässt er diese miteinander kommunizieren sowie lokale Funktionen steuern und regeln. Die Kommunikation erfolgt über das bestehende 230 V-Stromnetz. Aber nicht im herkömmlichen Verfahren mit Frequenzüberlagerung (Stichwort: Powerline), sondern durch eine digitale Kommunikation jeweils im Nulldurchgang der Sinuskurve des Wechselstroms bei gleichzeitiger Sperrung der Leistung.


    elektro profi

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  • JaKop
    antwortet
    Zitat von Jockel Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt, daß derjenige der sich damit beschäftigt auch die Nachteile von Digitalstrom sehen wird, der Rest wird darin keine Vorteile erkennen.
    Ja, es ist schon schwierig, die Vorteile eines solchen Systems zu verkaufen, und der "gewöhnliche" Elektriker wird sicher eher seine Standard-Lösung an den Mann bringen wollen anstatt sich mit "erklärungsintensiven", riskanten (= neu, unerfahren, unerprobt, ...) und wahrscheinlich aufwändigeren Techniken einen Kunden zu vergrätzen.
    Im Endeffekt wird auch er betriebswirtschaftlich arbeiten - also wie bekommt er aus dem Einsatz von Zeit und Geld den besten Return.
    Positiv sehe ich es aber unter dem Aspekt "Konkurrenz belebt das Geschäft"
    Darüber hinaus entwickelt sich dadurch die Technik auch weiter, z.B. durch Hochvolt-Chips, Miniaturisierung, Standard-Gehäuse, etc.
    Alleine dadurch wird das was vor drei Jahren noch teuer war deutlich günstiger.

    Insg. sehe ich die Entwicklung für den Markt "Home Automation" positiv.

    Gruss
    Jan

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  • Jockel
    antwortet
    Wenn ein Bestandsgebäude Wohnbau angefasst wird, um es zu modernisieren (z.B. Gebäude vor 1960), dann wird es elektrisch Kernsaniert (Verteiler, Kabel, Schalter, Ausstattung). Wo sieht man den Vorteil bei einer Kernsanierung für DigiStrom contra KNX?
    Im wesentlichen stimme ich Dir bei der Beurteilung von Digitalstrom vollkommen zu.

    Aber genau das Beschriebene haben wir ja gemacht oder sind teilweise noch dabei. Zum Glück war der Platz da um insgesamt drei Verteilungen unterzubringen, das dürfte schon nicht selbstverständlich sein. Nur von einfachen Leitungswegen in die Räume, abgehängten Decken oder sonstigen Möglichkeiten vielleicht auch mal ein bißchen Aktorik dezentral unterzubringen konnten wir nur träumen.

    Da hätte Digitalstrom vielleicht schon eine Nische, wenn die "Klemmen" sehr klein sind (wobei man natürlich auch UP Aktoren hätte einsetzen können).

    Den meisten dürfte aber auch Digitalstrom viel zu teuer sein, ich werde ja für vollkommen bekloppt gehalten wenn ich von KNX erzähle, obwohl wir bei weitem nicht alles mögliche auch umgesetzt haben. Wer schon den 20 EUR Baumarktdimmer einsetzt wird über den KNX Dimmaktor nicht mal nachdenken. Da sehe ich nicht, daß plötzlich Digitalstrom genommen werden wird.

    Hinzu kommt, daß derjenige der sich damit beschäftigt auch die Nachteile von Digitalstrom sehen wird, der Rest wird darin keine Vorteile erkennen.

    Positiv sehe ich es aber unter dem Aspekt "Konkurrenz belebt das Geschäft"

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  • enertegus
    antwortet
    Zitat von Anders Beitrag anzeigen
    alles ist gesagt.
    Um da mal mit Valentin zu arbeiten:
    Es ist alles gesagt - nur nicht von jedem.
    Das macht doch ein Forum erst richtig interessant.

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  • Anders
    antwortet
    stillstand

    ich glaube so langsam sollte man das thema lassen, es gibt nichts neues und nicht detailiertes.
    so langsam wirds langweilig. alles ist gesagt.

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  • meudenbach
    Ein Gast antwortete
    "Deutsche" sind Sparfüchse
    Immerhin bohren wir keine Löcher in den Käse Das mag eher daran liegen, dass wir noch keine Norm dafür definiert haben

    Mal im Ernst.. der Peter spricht mir völlig aus der Seele.... hinzu kommt noch, dass vermutlich der Dimmer Baustein auf Eis liegt, so wurde mir das zumindest zugetragen.

    Was bleibt also:
    - ein System im Preisgefüge von EIB/KNX PL
    - wenig Komfortfunktionen
    - aufgrund der geringen Bandbreite auf minimal Funktionalität eingeschränkt

    so der Stand heute...

    Nun mag man mal den Thread von Beginn an lesen, wo dS preislich sowie funktional hin wollte....

    Für mich ist der absolute Killer die Bandbreite. Ich weiss wovon ich spreche, da ich lang vor EIB ja schon mit X10 gewerkelt habe und das auch im recht komplexen Umfeld. Mit 200bit Übertragung ist dS 1/3 langsamer als X10 wobei dS ein erheblich größeren overhead im Protokoll hat und zus. wohl mit Telegramm Bestätigung arbeitet. Da kann man nur grob schätzen, was da noch an netto Datenübertragung übrig bleibt. Hinzu kommt die sicherlich vorhandene Störempfindlichkeit und dieses in diesem Kontext zweifelhafte "mehrtast" Bedienkonzept. Da bleibt ein Einsatz ausserhalb eines kleinen 2,3,4 Personen Haushalt zweifelhaft.

    Dieses Klientel mag aber, wenn es denn schon Geld ausgibt, gern Komfort haben und bei dem Preisgefüge doch bitte auch dimmen können... An Szenen mag ich ja gar nicht denken wollen... zumal die Lichttechnik immer weiter im Bereich RGB arbeitet... Ich weiss nicht, ob von euch jemand mal X10 erlebt hat und damit Szenen gefahren hat

    Und dann will man noch Verbrauchsdaten übertragen ??? *rofl*

    Macht doch mal die Augen auf

    btw... ähnlich gutes Marketing: Mediola, hatten wir hier ja mal irgendwo. IFA Award gewonnen in 100 Zeitschriften als DAS SYSTEM gelobt... und ??? wo isset ???

    LG

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Hallo,

    im wesentlichen entzündet sich die Diskussion immer wieder an den Kosten für eine KNX Anlage. Ich habe auch vor etwa einem Jahr angefangen, darüber nachzudenken bei einem Neubau mit KNX zu automatisieren. Im ersten halben Jahr bin ich alle Varianten (1-wire, Eigenbau, Speziallösungen) durchgegangen, am Ende blieb aus Sicht Funktionalität, Robustheit und Verbreitung nur noch KNX übrig.

    Die Preispolitik mag zwar für den einzelnen ärgerlich sein. Das sind aber eben sog. Marktpreise, die sich aus dem mangelnden "echten" Wettbewerb und dem am Ende recht kleinen Markt ergeben. Als Produktmanager würde ich jedenfalls in meinem Umfeld jede Möglichkeit nutzen, Preise stabil zu halten. Preissenkungen sind einfach EBIT vernichter.

    Brauchen wir nun einen weiteren Standard?
    Mir wäre Innovation für den Privatbau bei KNX persönlich lieber. Ein paar Beispiele dafür gibt es ja bei einigen wenigen (kleineren) Komponentenherstellern.

    Jedenfalls werde ich für ein Bauprojekt immer auf bewährte Technologien setzen und nicht ausschließlich auf den Preis schauen.

    Gruss
    Arno

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  • vento66
    antwortet
    Aber trotzdem hat es die DS-Allianz geschafft in einem KNX-Forum einen Beitrag mit 244 Antworten loszutreten

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  • PeterPan
    antwortet
    Hoi Chris...

    und zu Aldi und der Möglichkeit Digistrom-Würfel anzubieten sag ich nur: rofl

    Gruss Peter

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  • PeterPan
    antwortet
    Zitat von Chris M. Beitrag anzeigen
    Generell oder nur für einen Markt-Einsteiger wie DigitalStrom?

    Und was ist der Hintergrund der Meinung? Würde da (zumindest im Wohnungsbau) nicht der viel größere Markt liegen? Gibt es nicht da die Stückzahlen, die es einem Aldi erlauben Funk-Schalt- und -Dim-"Aktoren" für ein paar wenige Euro das Stück anzubieten?
    Hoi Chris..

    ganz einfach:

    1. Angeblich kosten die Legowürfel nicht nur ein paar Euros
    2. Frag Deine Bekannten und Verwandten, ob sie geschätzte 2500 Euro ausgeben, damit diese die Taster auswechseln und hinterher die gleiche Funktion haben, wie vorher.
    3. Wenn keine Elektrischen Jalousien da sind, wie willst Du den Strom dann zu den noch nicht vorhandenen Motoren hinbringen und warum dann nicht gleich KNX, wenn man die Wand aufmachen muss? Und wo ist dann der Preisvorteil im Vergleich zu DigiStrom? Ist es dann noch "Austauschen" oder bereits Umbau?
    4. Wenn ein Bestandsgebäude Wohnbau angefasst wird, um es zu modernisieren (z.B. Gebäude vor 1960), dann wird es elektrisch Kernsaniert (Verteiler, Kabel, Schalter, Ausstattung). Wo sieht man den Vorteil bei einer Kernsanierung für DigiStrom contra KNX?
    5. Schliesst man nun die Punkte 1-4 aus, so bliebe noch der "Ersatzmarkt" (Austausch bestehender Komponenten). Beispiel Schweiz: Hier setzt der Elektriker auf den Marktführer Feller, der ein eigenes System besitzt. Andere Systeme werden sich nicht durchsetzen (ich aber sage Euch...).
    6. "Deutsche" sind Sparfüchse und wenig technikbegeistert (These). Warum für "Schnickschnack" mehr ausgeben, wenn es konventionell auch recht gut geht (häufig gehört). Elektrik darf nix kosten (eh klar). Und warum für etwas Neues noch nicht ausgereiftes entscheiden? (Abwarten und Bier trinken. Sollen doch erst mal andere reintappen). Frag mal ein paar "Schwaben".
    7. DigiStrom wird kein Standard (ich aber sage euch..) im Renovationsbau (was falsch ist, weil es Ersetzungsbau heissen müsste; denn wenn renoviert wird, kommt auch neue Elektrik rein - Kernsaniert).

    Somit wird das Kerneinsatzgebiet recht klein im Vergleich zum riiiiiiieeeessssigen Bestand.

    Gruss Peter

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