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wie ermittle ich ob die Buslast zu hoch ist? Gibt es da einen Richtwert wie viele Telegramme pro Sekunde gesendet werden dürfen?
Les mal nach was weiter oben steht.
In einer idealen Welt ist alles einfach.
Mit reinen Schalttelegrammen tut sich auf dem Bus nicht viel - wenn Du aber einen "Telegrammgenerator" für 14 Byte-Texte bastelst wirst Du feststellen dass der Bus sehr schnell an seine Grenzen stösst.
Das Problem mit dem Busmonitor ist dass Du da nicht die Realität siehst.
Der Busmonitor sieht keine "kaputten" Telegramme.
Ich habe mal spasseshalber meine Anlage parallel mit dem Busmonitor (IP) und mit dem EIB-Doktor (USB) aufgezeichnet und sehe im EIB-Doktor ca. 5% mehr Telegramme als im Busmonitor - und die Differenz waren keine "kaputten" Telegramme.
Mit dem EIB-Doktor kannst Du problemlos über Tage oder gar Wochen aufzeichnen - und die Telegramme wieder so in den Bus reinschieben dass die Teilnehmer nicht merken dass da der EIB-Doktor im Spiel ist - also das Busabbild bei Fehler reproduzieren.
Das stehst Du bei den wirklich interessanten Fehlern mit dem Busmonitor ziemlich nackig da.
wie ermittle ich ob die Buslast zu hoch ist? Gibt es da einen Richtwert wie viele Telegramme pro Sekunde gesendet werden dürfen? Beziehungsweise wie kann ich dokumentieren das die Buslast nicht zu hoch ist?
Problem ist folgendes: Kleine KNX Anlage mit 4 Linien in Betrieb funktioniert auch ohne Fehler. Jetzt wurden von einem anderen Gewerk Geräte auf eine neue Linie installiert und Programmiert (Geräte empfangen von bestehender Installation Telegramme, Filtertabelle erstellt und Programmiert.).
Das Andere Gewerk mein nun jedoch (wegen Fehlfunktion ihrer Geräte), dass die Buslast zu hoch ist. Da aber die Buslast meiner Meinung nach nicht zu hoch ist (Busmonitor beobachtet) muss ich dies nun Dokumentieren.
Da kann ich Volker nur zustimmen.
Ich selber nutze den EIB-Doctor und checke damit den Bus nach jeder
Neugeräteinstallation ob denn auch meine Parameter richtig eingestellt sind,
oder ob mir die Neuinstallation den Bus mit Telegrammen "vollschmeisst".
Die höchste Busauslastung waren mal 36%.
Ein bischen Kosmetik an den Parametern und schon zeigt mir der
EIB-Doctor die genauen Werte an.
Ich selber kann den EIB-Doctor nur empfehlen und bin zu 100% von selbigen überzeugt.
P.S. Nein, ich bin weder verwandt, noch arbeite ich für den Hersteller des EIB-Doctors.
Telegramme ohne Bestätigung (ACK) wiederholt gesendet werden,
ein Value-Read Telegramm naturgemäß auch ein Antworttelegramm erzeugen
man auch die Telegramme priorisieren kann....
Ich kenne kein Eigenheim, wo die Kapazität des Busses ausgelastet wurde.
Im Zweckbau kann das anders sein, aber dann wurde nicht richtig geplant, was für Fall 1 natürlich auch gilt.
Daher ist das IMHO eine theoretische Betrachtung.
Und wenn die ETS eine Buslast von > 100 % zeigt, ist das schlicht ein falscher,errechneter, Wert.
Kommt mir aber alles recht hoch vor. Nachdem mir das keine Ruhe läßt, habe ich mal Stelle näher untersucht, bei der ich 106% Buslast gesehen habe. Ist eine Stelle, an der der HS beim Hochstarten die Werte der einzelnen GA's abfragt. Habe mal angenommen, das ein Bit Telegramme einem ein Byte Wert entspricht. Dann ergibt sich eine mittlere Nutz-Telegrammlänge von 2 Byte. Ich habe den Ausschnitt von 2 Minuten angezeigt in den 2 Minuten sind 418 Telegramme über den Bus gegangen.
Damit ergeben sich in dem Falle maximal 9 Telegramme je Sekunde. Mag natürlich sein, daß die ETS einfach die falschen Werte angezeigt hat. Aber 40 Telegramme/Sekunde sauber über den Bus zu bringen?? Kann ich mir bei dem Ergebnis nicht vorstellen.
Nur fürs Protokoll, von der Praxis habe ich keine Ahnung aber nach meinen Informationen läuft EIB mit CSMA/CA (Collision Avoidance statt Detection), was zumindest bei Ermittlung der theoretisch möglichen Paketrate schon eine Rolle spielt.
Das hatten wir oben doch schon geschrieben! Je nach Telegrammlänge (da gibt's nun mal verschiedene) so um die 40Stk/Sek.
Bzw. theoretisch eben zwischen 25 und 53.
Wenn wir das Thema Kollision noch im Sinne von "mehr als 70 % Auslastung ist in der Praksis nicht erreichbar" berücksichtigen, dann eben obige Werte noch mal 0,7....
Na ja, prozentual ist mir das schon alles klar. Ich hätte halt ganz gerne so ein ganz grobes Gefühl dafür gehabt, wie viele Telegramme das denn nun tatsächlich sind. Keiner irgendwelche Anhaltspunkte dafür? Weder HS noch ETS liefern mir dafür tatsächlich Zahlen. Oder habe ich da etwas übersehen?
Die Frage muss also sein, wieviel Luft muss ich dem Bus lassen, damit mein ungeplanter Tastendruck oder mein Windwächtertelegramm noch abgearbeitet werden kann.
Nicht nur das .
Man muss die Anlage ja auch im laufenden Betrieb noch programmieren können !
Und wer zB Beleuchtung oder Jalousien über Status-%-Wert visualisiert , wird bei Zentralaus oder Windalarm merken , warum er die Bus(Grund-)last möglichst niedrig halten sollte.
Ja, genau. Technische Neugier, wo die Grenze liegen würde. Meine Anlage hat letztens eine Buslast von 106% gezeigt, was ja eigentlich nicht sein kann. Daher die Frage.
Sehr gute Frage, es macht allerdings Sinn sie etwas genauer zu betrachten.
Dank des genialen Beitrages, den Alfred zitierte, wissen wir jetzt welche Datenmenge wir pro Sekunde theoretisch übertragen können. Man sieht hier aber auch schon, die Telegrammdauern einfach aufzuaddieren greift zu kurz.
Reale KNX Systeme leben ja aber gerne mit dem - aus Sicht des Busses - ungeplanten Zustand, dass ein Telegramm kommt, das nicht erwartet wurde.
Bewährt hat sich ja die Faustformel, nicht mehr als 50 Geräte in einer Linie anzuschliessen, eben weil man dann noch ausreichend Reserven für Menschen hat, denen es in den Sinn kommt irgendwann einen Knopf zu drücken und sich üblicherweise nicht darum zu scheren, was gerade auf dem Bus passiert.
Die Frage muss also sein, wieviel Luft muss ich dem Bus lassen, damit mein ungeplanter Tastendruck oder mein Windwächtertelegramm noch abgearbeitet werden kann.
Da geben die KNX Schulungsunterlagen einen recht guten Hinweis, indem sie auffordern die theoretische Last durch periodische Telegramme je Linie aufzuaddieren und dann abzuschätzen was noch ungeplant passieren kann. Wenn man pessimistisch rangeht, dann muss man so planen, dass alles periodische und alles ungeplante gleichzeitig passieren könnte, etwas waghalsiger geht's allerdings auch noch, wenn man dann im schlimmsten Fall vielleicht bei 120% - 150% theoretischer Buslast liegt und denkt, dass die komplette Gleichzeitigkeit real nicht passiert.
In dem zitierten Artikel ist auch ein Rechenbeispiel an dem man die Berechnungsmethode sehr gut nachvollziehen kann.
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