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KNX-Leitung im Aussenbereich - Einbruchschutz?

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  • ChristophW
    antwortet
    Zitat von swiss Beitrag anzeigen
    Zum Thema Alarmanlage gäbe es auch noch seitenweise zu schreiben
    Das stimmt. Da könnte man Bücher schreiben, aber das würde den Thread sprengen und off topic werden.

    Vielleicht machen wir das ja mal in einem Thread zu Alarmanlagen oder Sicherheit allgemein.

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  • swiss
    antwortet
    Zum Thema Alarmanlage gäbe es auch noch seitenweise zu schreiben

    So bringt eine schlechte Alarmanlage auch nix. Eine gute Alarmanlage ist kabelgebunden und nicht über Funk. Auch ist sie absolut unabhängig und rückwirkungsfrei zu installieren. Dazu kommt, dass eine gute Alarmanlage nicht nur aus einer Aussenhaut-Überwachung sondern auch über eine Innenraum-Überwachung mit Bewegungsmelder verfügen sollte. Des weiteren wäre es ratsam die Scharfschalteinrichtung im inneren des Hauses zu haben, damit man erst mal die Verzögerungszeit der Alarmanlage auslösen muss bevor man zu der Bedieneinheit gelangt um die Anlage unscharf zu schalten. Sonnst könnte sich ein professioneller Einbrecher einfach an der aussenligenden Scharfschalteinrichtung zu schafen machen.

    Also auch eine Alarmanlage will gut geplant sein

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  • ChristophW
    antwortet
    Hallo,

    also ich bin zwar absoluter KNX-Neuling, kenne mich aber ein gutes Stück weit mit Sicherheit generell und Kriminalität aus. Also zunächst mal muss zwischen drei Typen von Tätern bei Einbruchskriminalität unterschieden werden:

    1. Kleinkriminelle wie Junkies und sonstige Gelegenheitstäter, die schnelles Geld brauchen.

    2. Semi-professionelle Serientäter oder Banden, die etwas professioneller und gezielter vorgehen als Junkies & Co. und nicht vor körperlicher Gewalt zurückschrecken (angelehnt an den Hacker-Jargon könnte man sie auch gewaltbereite Script-Kiddies nennen).

    3. Professionelle Banden aus dem Milieu der organisierten Kriminalität, die für das was sie in einem normalen EFH finden nicht das Risiko eingehen erwischt zu werden (Stichwort "Pokerraub" Hyatt - Berlin, KaDeWe-Raub).


    Vor Tätern aus der Gruppe 3 ist man sicher sofern man nicht eine Kunstsammlung, Schmucksammlung, große Summen Bargeld oder ähnliches im Haus hat. Die interessieren sich schlichtweg nicht für ein normales EFH. Auch nicht für eine "Villa" sofern nichts spezielles darin ist. Da ich bezweifele, dass viele hier eine Kunstsammlung oder ähnliches ihr Eigen nennen, braucht man da nicht näher drauf einzugehen. Da sind dann nämlich Sicherheitsmaßnahmen von ganz anderem Kaliber ratsam.

    Täter aus der Gruppe 1 wollen es unbedingt vermeiden bei ihrer Tat gestört zu werden und einem Menschen und/oder einem Hund gegenüber zu stehen. Sie besitzen weder die Mittel noch die Fähigkeiten über ein Bus-System in ein Haus einzubrechen. Man schreckt sie am besten mit Türen und Fenstern der Widerstandsklasse RC2 (vormals WK2) und aufwärts ab. Zusätzlich entfaltet eine Alarmanlage und Überwachungskameras die von außen zu erkennen sind eine große abschreckende Wirkung. Das erweist sich in der Praxis auch in Problembezirken als sehr wirksam.

    Kommen wir zu Gruppe 2. In diese Gruppe fallen die oftmals als osteuropäisch bezeichneten Täter(gruppen), die zum Beispiel im großen Stil Luxusautos und VW Navigationssysteme RNS 510 klauen, mehr oder weniger professionelle Banküberfälle sowie Geldautomatsprengungen ausführen und auch schon mal mit einer M-Klasse in das Schaufenster eines Juweliers fahren. Die versuchen sich auch schon mal auf gut Glück an einem luxuriösen Haus.

    Davon, dass sich in Gruppe 2 Anleitungen und funktionierende Programme zur Manipulation eines Bussystems im Umlauf befinden, ist mir aktuell nichts bekannt und ich halte auch die Gefahr für äußerst gering dass das jemals so kommen wird wie im Bereich der Autoknacker.


    Folgende Sicherheitsmaßnahmen bleiben also auf der Liste:

    - Türen und Fenster der Widerstandsklasse 2, besser 3 evtl. mit schusssicherem Glas der niedrigsten Klasse (hält 9mm Beschuss aus)
    - Gedanken über die Notwendigkeit und Abschaffung normaler Dachfenster machen (kann ein Kind "eintreten")
    - getrennte Linien für innen und außen (gute Filterregeln)
    - KNXGuard
    - KNX Alarmanlage mit Sabotagealarm
    - Überwachungskameras
    - wirksames Lichtkonzept für den Alarmfall (blinken etc)
    - darauf achten, dass sich durch Logik keine Sicherheitslücken ergeben (Temperatur, Rauch -> Rauchmelder in Garage o. KWL zugänglich?, Licht, Regen...)
    - größtmögliche Sicherheit im LAN herstellen
    - WLAN automatisch abschalten wenn niemand im Haus ist
    - Verbindung zu HS von außen nur über VPN
    - über einen großen Hund oder auch ein paar Laufenten im Garten nachdenken (die Enten fressen auch lästige Nacktschnecken)

    Am wichtigsten ist aber die Sicherheitseinrichtungen auch tatsächlich zu nutzen. Ich kenne viele Leute mit tollen Sicherheitseinrichtungen im Haus, die tagsüber nie ihre Haustür abschließen, die vorhandene Alarmanlage nicht scharf schalten oder die Tür zwischen Haus und Garage immer offen haben. Da nutzt dann das beste Konzept nichts.


    Gruß Christoph

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  • DiMa
    antwortet
    Zitat von halloween Beitrag anzeigen
    Mir gehts aber nur um den lokalen Einbruch. Wenn jemand bei mir im Haus ist und sein Notebook an der LAN-Dose anklemmt, dann ist er sofort im Netz.
    Dann musst du dein Netz eben entsprechend konfigurieren. Nur weil das bei dir so ist, muss das ja nicht so sein ;-)

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  • swiss
    antwortet
    Ich möchte doch noch einmal meinen Senf zum Thema LK für den Aussenbereich dazu geben...

    Ihr glaubt mir nicht wie oft ich als Elli (wenn ich Piket habe auch in der Nacht) ausrücken muss weil die Leute durch irgend eine faule Installation im Aussenbereich im dunklen stehen!

    Desshalb für alle die in der Planung sind...

    Sämtliche elektrischen Installationen im Aussenbereich gehören getrennt von der Installation im Haus. Nur so minimiert man das Risiko eines abends im dunklen zu stehen.

    Dazu gehört...

    Für den Aussenbereich eigene Sicherungskreise mit eigenen FI's oder gleich separate FI/LS vorsehen. Nicht aus bequemlichkeit die Aussensteckdose z.B. vom Wohnzimmer oder wo auch immer abnemen...

    Auch die BUS-Leitung im Gartenbereich z.B. wenn im Boden verlegt gehört durch einen Koppler von der BUS Leitung im Haus getrennt. Damit funktioniert eure KNX Installation auch dann noch, wenn die BUS Leitung drausen durch einen Defekt oder Feuchtigkeit kurzgeschlossen ist.

    Beim Koppler geht es um Ausfallsicherheit und nicht um Sicherheit gegen jemanden der sich mit einer Schnittstelle an den BUS hängt. Der könnte nämlich den Koppler einfach auf Durchzug schalten also nützen auch Filtertabellen nix...

    So habt ihr am wehnigsten Probleme. Wenn mal draussen im Garten ein Kabel durch Mäuseschaden oder sonst was kaput geht, könnt ihr im Haus immer noch normal und ohne Einschränkungen weiter leben und braucht nicht den Notfalldienst des Elektrikers aufbieten oder mit Kerzen im dunklen Fehler suchen...

    Dies einfach als gut gemeinter Rat von jemandem der fast tagtäglich mit Installationen im Aussenbereich und deren Probleme kämpft...

    So und nun hör ich auf zu nerven Soll sich jeder selber für oder gegen Ausfallsicherheit entscheiden...

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  • Lenny
    antwortet
    Zitat von MrDuFF Beitrag anzeigen
    Lies mal hier müsste deine Frage beantworten.

    KNX/EIB KNX Vernetzung Sicherheitsbereich - KNX-User-Forum


    Sent from my iPhone using Tapatalk
    IN diesem Thread wird die Problematik schon sehr gut beschrieben.


    Ich überlege für mich aktuell auch, wie ich alles sicherheitsrelevant umsetzen kann. Die Idee mit dem Koppler zum Trennen der Linien mit entsprechender Filterung habe ich auch schon angedacht. Allerdings muss das Kabel für die Linie separat verlegt sein.
    Dies sollte man also bei der Planung/Verlegung der Kabel berücksichtigen.

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  • joMax
    antwortet
    hats du keine Einbruchmeldeanlage? (ich meine das kannste eigentlich über diese machen)

    oder Bau die LAN-Dose wie in eine Kiste und schließe diese ab

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  • prz
    antwortet
    mac filterung war mehr fuer innen gemeint. praktisch/einfach/gut. Natuerlich kann man volle 802.1x konfigurieren mit Radius oder X.509 servern & so on & so on wenn dies nicht genuegt. Bin einmal durch die Uebung durchgegangen, ausser kosten von geraeten (Cisco) ist von komplexitaet ganz zu schweigen.

    Fuer wireless kurze bettlektuere:

    https://www.cisco.com/en/US/solution...cd804909a5.pdf

    Im klartext: WPA2 with shared-key ausser man ist profi und hat zahlende Industriekunden.

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  • albatros
    antwortet
    So rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Netzwerk außen über WLAN erheblich einfacher zu realisieren ist als über Kabel. Die MAC Filterung hält doch nicht wirklich jemanden zurück, oder?!

    Für eine kabelgebundene Netzwerkkamera über der Haustür muss man sich auf jeden Fall mehr Gedanken machen als wenn man eine WLAN Kamera einbaut. Außerdem reißt die der Einbrecher nicht von der Wand um an die Netzwerkleitung zu kommen.

    Gruß
    Flo

    P.S.: Leg doch die Adernpaare der CAT Leitung der Außendose einfach anders auf und löte dir ein passendes Adapterkabel. Dann kommt auch keiner mehr dran....

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  • prz
    antwortet
    hatte Probleme mit BUS im aussenbereich nach 2-3 Jahren bei Kunden. Da wurden dann aber tuechtig loecher gegraben, um die Dosen wieder zu finden (ob das Problem des BUSes oder Elektrikers war, wird bis heute gestritten, meine Erfahrung ist dass Klemmen aussen muessen gut gemacht werden [gegossen]). Uebrigens, persoenliche Erfahrung im Aussenbereich, KNX ist ziemlich blitzfest, obwohl ich sicher eine eigene Linie legen wuerde.

    Bzgl. Sicherheit, da muesste man die Aussenlinie nicht ueber Koppler schicken zum alarm etc. eher kompliziert.

    LAN schuetzen: MAC address filtering ist recht einfach & sehr zuverlaessig wenn man nicht den ganzen 802.1x authentizierungswahnsinn machen will. So lasse ich z.B. gaeste bei mir rein, einfach MAC addresse von geraet addieren. WLAN ist eigentlich die uebliche sicherheit recht gut & einfach mittlererweile.

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  • swiss
    antwortet
    Das ist ja das schöne an KNX. Man kann es auch als Hobby mit praktischem Nutzen verstehen

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  • halloween
    antwortet
    Ich sehe schon, die Möglichkeiten bei KNX sind unbegrenzt.

    Und meine Frau schimpft jetzt schon immer, wenn ich dauernd vorm PC sitze. Wenn unser Haus dann mal steht, gehts ja erst richtig los mit der Programmierung... ;-)

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  • swiss
    antwortet
    Möglich ist natürlich vieles... Wenn du z.B. ein managbarer Switch hast, kannst du da meistens über die Console einzelen Ports ein-/ausschalten. So könntest du dir mit etwas basteln die LAN Dosen über die Visu und den Abwesenheitsmodus schalten ohne am Rack zu stöpseln

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  • MrDuFF
    antwortet
    KNX-Leitung im Aussenbereich - Einbruchschutz?

    Oder einen eigenen aktiven Switch f. den Aussenbereich welcher per Aktor geschaltet ist.



    Sent from my iPhone using Tapatalk

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  • halloween
    antwortet
    Für Einbruchsversuche übers Internet gibt es Firewalls.

    Mir gehts aber nur um den lokalen Einbruch. Wenn jemand bei mir im Haus ist und sein Notebook an der LAN-Dose anklemmt, dann ist er sofort im Netz. Sowas will ich natürlich im Außenbereich nicht.

    Darum die Idee, ob der Fritzbox-Gastzugang sowas unterbinden könnte. Ich will daheim auch keine passwortgeschützen Freigaben, das soll nur von Zugriff übers Internet eingerichtet werden.

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