Also ganz stark vereinfacht gesagt stellt ein CC Dimmer mit 700mA der auf 50% (lineare Kurve) gedimmt ist am Ausgang nur noch 350mA zur Verfügung?
Gruß
Andreas
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LED-Stromquelle: AKD–0224V.01 falsche Wahl?
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Genau genommen arbeitet ein CC-Treiber gar nicht mit einer Spannungsversorgung sondern regelt direkt den Ausgangsstrom.
Ein Schaltnetzteil bzw. AC/DC-LED-Treiber ist grob wie folgt aufgebaut:
- Eingangsgleichrichter und Kondensator; der Kondensator wird auf die Spitzenspannung der Eingangsspannung aufgeladen, d.h. ca. 230V*1.414 = 325V Gleichspannung (das ist jetzt stark vereinfacht -- je besser der Powerfactor sein soll, desto aufwendiger wird die Eingangsschaltung)
- Schalter (der die gleichgerichtete Spannung auf die Primärwicklung des nachfolgenden Trafos schaltet)
- "Trafo", der allerdings im Vergleich zum konventionellen Trafo nur wenige Windungen hat und z.B. sogar in den Sockel von Retrofits passt.
Danach, also auf der Sekundärseite des Trafos kommt beim CC-Treiber mehr oder weniger direkt die Last, d.h. die LEDs. Die Frequenz des Schalters vor dem Trafo wird so geregelt, daß sich der gewünschte Strom ergibt. (Je höher die Schaltfrequenz, desto mehr Leistung wird transferiert, d.h. desto höher ist der Strom.) Gedimmt wird so, daß der Schalter auf der Primärseite immer mal wieder ganz aus bleibt, so daß auf der Sekundärseite so lange der Strom auf Null abfällt.
Beim CV-Treiber kommt statt der Last ein Kondensator und die Regelung der Schaltfrequenz auf der Primärseite erfolgt so, daß sich eine konstante Spannung am Kondensator ergibt.
Zum Dimmen sitzt dann ein Schalter zwischen dem Kondensator und der Last.
Du siehst, daß der Aufwand für einen Konstanstromtreiber geringer ist (kein Ausgangskondensator und Schalter). Deswegen und weil LEDs ohnehin besser auf Konstantstrom geregelt werden ist das quasi die natürliche Betriebsart...
Es gibt auch die Variante mit AC/DC-Konstantspannungsnetzteil und dann nachgeschaltetem DC/DC-Konstantstromtreiber mit oder ohne Dimmung. Da ist der gesamte Hardwareaufwand natürlich noch höher.
Der "Konstantstromtreiber" ist dann bei Konstantspannungsmodulen oder -strips letzlich oft nur ein Vorwiderstand.
Wie gesagt, die natürliche Betriebsart ist Konstanstrom...
Gruß,
Dietmar
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Ah so. Deswegen ist also in den meisten CC Dimmern die Spannungsversorgung mit drin.
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Auch bei CC wird i.d.R. per PWM gedimmt. Es ist aber etwas anderes, ob der Treiber das selbst macht bzw. einen PWM-Steuereingang hat oder ob du einfach ständig den Ausgang ab- und anklemmst.Zitat von bergdoktor Beitrag anzeigenKenne mich mit CC nicht wirklich aus.
Bedeutet das, dass CC LEDs nicht per PWM gedimmt werden, oder was passiert in dieser Konstellation genau, dass es problematisch wird?
Wenn du der Konstantstromquelle die Last abklemmst, fliesst erst mal der Strom weiter und die Spannung steigt an bis der Treiber die Überspannung erkennt und begrenzt oder abschaltet. Der Treiber muß damit natürlich klar kommen, aber er ist eigentlich nicht dafür ausgelegt, daß das ganze dauerhaft hundert mal oder öfters pro Sekunde passiert.
Wenn du dann die Last wieder anklemmst bevor der Treiber ganz aus ist, sieht die Last erst mal eine relativ hohe Spannung. Die muß damit auch klar kommen, aber auch die ist nicht dafür ausgelegt, daß dies dauern passiert.
Ausserdem dauert es evtl. auch zu lange, bis der Treiber erkennt, daß die Last wieder da ist. Im Normalfall reicht es ja, wenn er z.B. in einer Zehntelsekunde wieder einschaltet. Bei PWM müsste er das in weniger als einer Hunderstelsekunde machen.
Wie gesagt: kann funktionieren, ist aber fernab von dem wofür die Schaltungen entworfen wurden.
Und falls jetzt jemand das ganze z.B. mit seinem Labornetzteil nachstellen möchte, indem er die Strombegrenzung aktiviert: das Labornetzteil ist ganz oder zum Teil längsgeregelt und reagiert viel gutmütiger als ein LED-Schaltregler. Mit dem Labornetzteil sollte es also funktionieren.
Gruß,
Dietmar
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"Immer" ist nicht ganz richtig. "Meistens" stimmt...Zitat von GLT Beitrag anzeigenLEDs werden immer per PWM gedimmt.
Hatten wir kürzlich auch in einem anderen Thread.
Gruß,
Dietmar
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LEDs werden immer per PWM gedimmt.
Ob ein Konstantstrom (CC) oder Konstantspannung (CV) benötigt wird, hängt von der Beschaltung/Aufbau des Leuchtmittels ab.
Gibt es für jede LED(strang) einen separaten Vorwiderstand benötigt man CV, sonst CC
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Kenne mich mit CC nicht wirklich aus.
Bedeutet das, dass CC LEDs nicht per PWM gedimmt werden, oder was passiert in dieser Konstellation genau, dass es problematisch wird?
Gruß
Andreas
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Das sollte man nicht tun.Zitat von bergdoktor Beitrag anzeigenBin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass du nur den Controller zwischen bisherigem CC Netzteil und LEDs schalten brauchst.
Das könnte zwar evtl. funktionieren, ist aber definitiv keine Betriebsart, für die CC-Treiber ausgelegt sind. Sowohl Treiber, Dimmer als auch LEDs könnten durch die resultierenden Überspannungsimpulse zerstört werden. Eher noch würde ich den PWM-Ausgang des Dimmers auf einen MOSFET führen, der dann die LEDs überbrückt (d.h. den Ausgang des CC-Treiber kurzschliesst). Aber auch das ist nichts, was man machen sollte, solange es Alternativen gibt...
Gruß,
Dietmar
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Es liefert die nötige Konstantspannung für die Leuchtmittel?
Der 230V-Schaltkontakt ist nur zur Abschaltung des Netzteils bei Nichtbenötigung (LEDs aus) zum Zwecke der Verlustleistungsoptimierung da.
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Ich frage mich gerade für was das Netzteil den gut ist wo im Schaltplan vom Datenblatt zu finden ist.Zitat von l0wside Beitrag anzeigenFrage: Welche Ausgangsspannung haben die AKD denn nun? 12V oder 24V? Wenn letzteres, funktioniert der schöne Plan nicht - dann müsste ich 15V verbraten, also gesamt 30W reine Heizleistung - und da hört der Spaß dann langsam auf.
Im Handbuch habe ich leider keine verwertbare Angabe gefunden.
http://www.mdt.de/download/MDT_AOI_LED_Controller.pdf
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Zitat von bergdoktor Beitrag anzeigenDann schau mal in die Montage Anleitung. Dort steht nämlich, dass es nur ein Controller ist der noch eine externe Spannungsversorgung für die LED benötigt. Ist auch extra ein Relais Ausgang dran, um die 230V Seite des Netzteils zu schalten.
Oh Mann, eigentlich sollte ich in der Lage sein, Datenblätter zu lesen. Selten so gründlich schiefgegangen wie bei dieser Aktion.
Planänderung nun wie folgt: Der AKD geht zurück an den Absender. Dafür kommt ein Meanwell ELN-30-27P (27V-Netzteil mit einstellbarer Spannung und PWM-Eingang zum Dimmen für nicht mal 20 EUR). Für die PWM-Erzeugung wird einer der Prototypen des KNX-Multisensors recycelt, davon liegen noch genug im Keller. Die Applikationsanpassung sollte an ein paar Abenden erledigt sein, muss ja nicht schön werden.
Wenn jemand Interesse daran hat, kann ich das Ergebnis auch mal vorstellen. Entweder im DIY, oder bei genug Interessenten würde ich auch eine Kleinserie auflegen.
Max
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Dann schau mal in die Montage Anleitung. Dort steht nämlich, dass es nur ein Controller ist der noch eine externe Spannungsversorgung für die LED benötigt. Ist auch extra ein Relais Ausgang dran, um die 230V Seite des Netzteils zu schalten.
Bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass du nur den Controller zwischen bisherigem CC Netzteil und LEDs schalten brauchst.
Ich würde allerdings empfehlen, einfach mal beim MDT Support nachzufragen.
Gruß
Andreas
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Wie 12V/24V umschalten?
So, nach etwas Recherche und Messen bin ich jetzt etwas schlauer.
Die bisher verbauten Leuchten haben jeweils 700mA@9V. Die bestehende Serienschaltung kann ich also so nicht verwenden (denn dann bräuchte ich 27V Vorwärtsspannung, und die kann der AKD nicht), das ist aber keine Katastrophe.
Mein Plan ist eine Parallelschaltung mit getrennten Vorwiderständen:
Bei 700mA fallen an den 4,3 Ohm genau 3V ab, wenn der AKD 12V am Ausgang hat, passt das also genau mit den 9V Vorwärtsspannung. Verbrät zwar gesamt rund 6W in Wärme, aber damit kann ich leben.Code:|-----------------------------------| | 12V AKD Ch1 | |-----------------------------------| | | | .----o----. | | | | | | | | | .|. .-. .|. | | | | | | | | | | | | | | 4,3 Ohm | '-' '-' '-' | | | | | | | | | | | | | | | | | V V V LEDs | - - - | | | | | | | | | | | | | ----o---- | | | '-------------------' (created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05 [url=http://www.tech-chat.de]AACircuit - Willkommen bei www.tech-chat.de[/url])
Frage: Welche Ausgangsspannung haben die AKD denn nun? 12V oder 24V? Wenn letzteres, funktioniert der schöne Plan nicht - dann müsste ich 15V verbraten, also gesamt 30W reine Heizleistung - und da hört der Spaß dann langsam auf.
Im Handbuch habe ich leider keine verwertbare Angabe gefunden.
Max
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Hab meine Stufenbeleuchtung von Konstantstrom auch mit Widerständen auf Konstant-Spannung umgebaut. Der "Verlust" ist äußerst gering.Ich muss mir wohl Gedanken über einen Vorwiderstand machen. Müsste auch gehen, die Strips machen´s auch nicht anders. Energieeffizienz sieht anders aus, aber bei vielleicht einer halben Stunde Leuchtdauer am Tag sollte das erträglich sein.
Meine restlichen rund 40m LED Stripe die ich im Haus verteilt einsetzen werden laufen alle auf 12V Konstantspannung. Habs noch nicht explizit ausgerechnet. Aber hier überall 24V Konstantstrom einzusetzen hätte sich wohl erst in 30 Jahren oder so gerechnet... Die Strombegrenzung durch die Widerstände da mal noch außer acht gelassen und allein die Anschaffung grob hochgerechnet....
Denke nicht dass Konstantstrom das aufwiegen würde.
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Schluck - DALI ist keine Option (für zwei Leuchten fange ich das nicht an), und der Bilton ist nett, aber nicht gerade superbillig.Zitat von Voltus Beitrag anzeigenEntweder auf DMX oder DALI gehen und Eldoled nehmen (bessere Dimmung), oder den Bilton Curve einsetzen:
Bilton C-03903 Dimm-Sequenzaktor Curve KNX
Ich muss mir wohl Gedanken über einen Vorwiderstand machen. Müsste auch gehen, die Strips machen´s auch nicht anders. Energieeffizienz sieht anders aus, aber bei vielleicht einer halben Stunde Leuchtdauer am Tag sollte das erträglich sein.
Max
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