Grundsätzlich kann man sich schon Gedanken machen, klar. Aus eigener Erfahrung heraus würde ich das aber nicht zu hoch hängen. Aktorik ist langlebig. Ich habe Dimmer bei mir im Einsatz, die waren schon in meinem ersten KNX-Haus, sind knapp 30 Jahre alt. Und klar, der eine oder andere Schaltkanal ist in der Zeit gestorben, dank freier Kanäle Sache von ein paar Minuten.
Wenn man das konsequent machen möchte, müsste man sich allerdings zuerst ganz andere Reserven aufbauen, nämlich Heizungspumpen und -Steuerungen. Da ist nämlich der Nachschub deutlich problematischer als bei KNX, wo ich strengenommen irgendeinen Hersteller nehmen kann als Ersatz.
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Ich möchte aber EIBJ schon grundsätzlich Recht geben ... wenn ein Schaltaktor ausfällt kümmert mich das für ein paar Tage recht wenig. Zur Not komme ich auch mal mit ein paar Steh- und Schreibtisch-Lämpchen aus. Mehr Sorge macht mir in der Tat die Obsoleszens durch die Software. Natürlich ist die VM ein guter Tipp und na klar funktionieren auch die alten Plugins bei mir noch (fast) alle, aber bei den Plugins sehe ich die größte Gefahr. In meinem Fall hatte ich schon schwere Kämpfe, um einen Gira TS2+ wieder programmieren zu können (da gab's dann auch ein Update von Gira). Selbst das BJ 6136 Touchpanel läuft noch (bzw. wieder nachdem ich das Plugin selbst unter Win10 zur Kooperation überreden konnte), aber dieses mistige ABB Plugin für das DG/S 1.1 ist irreversibel "abgeraucht" und wenn ich das neu programmieren will, muss ich jetzt erst alle Vernknüpfungen neu anlegen. Leider steigt das Ding häufig bei mir mit Absturz der ETS5 aus!
Zur Diskussion im anderen Thread: ich hatte mir aus Gründen der Ausfallsicherheit eine Drossel auf Lager gelegt, die ich im Zweifelsfall mit einem Labornetzteil betreiben wollte. Damals (vor ca. 8-10 Jahren) wurde mir das auch aus dem Forum als gute Idee bestätigt - und heute als Pfusch abgetan. Na ja - ich denke mal, wenn es so weit ist, habe ich mittlerweile einen Linienverstärker und ein zweites Netzteil - und wahrscheinlich könnte das auch ein Netzteil alleine schaffen. Das Netzteil halte ich immer noch für das wichtigste Hardware-Teil und denke, da braucht man immer einen Plan B.
Ein anderes Teil ist die Wetterstation. Leider einerseits sehr teuer und andererseits aufgrund der exponierten Lage auch relativ schnell defekt. Hier musste ich nach 10 Jahren meine Suntracer KNX austauschen (übrigens war es nicht der Regen oder Windsensor, sondern die Spannungsversorgung). Heute würde ich auf eine möglichst kostengünstige Wetterstation achten, die halt nicht so weh tut, wenn sie ausgetauscht werden muß. Logik dann halt irgendwo anders. Ich hatte mir dann eine etwas bessere Theben gekauft, weil das Ding aber an einigen Stellen in der Software so mistig ist, würde ich heute die einfache Station kaufen (kostet gerade mal die Hälfte)... "die billigste Wetterstation" war übrigens eine Empfehlung aus'm Forum, der ich NICHT gefolgt bin
Viele Grüße,
Stefan
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das sehe ich genauso, dennoch habe ich mich für KNX entschieden.Zitat von EIBJ Beitrag anzeigenIch sehe das Problem, dass die Evolutionszyklen von Computer Hardware nicht mit denen von Eigenheimen "kompatibel" sind. Eigentlich ein Irrsinn auf den wir uns hier alle einlassen, solch kurzlebigen SW Komponenten in langlebige Häuser zu verbauen. Naja, vielleicht muss man dann den Lebenszyklus eines Hauses einfach entsprechend anpassen. Ein genereller Trend, Schade, oder ?
Ich bin aber auch der Meinung, dass ich durch diese Entscheidung die Elektroinstallation im Laufe der Zeit zweimal zahlen werden.
Damit meine ich, dass ich die KNX Hardware in den nächsten 40 Jahren sicherlich ein zweites mal kaufen werde in welcher Form auch immer.
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Also ich kann meine 19 Jahre alten Gira Infodisplay 2.0 mit dem Plugin in der ETS5 unter Win10 problemlos parametrieren. Und eine XP-VM mit der ETS3 habe ich auch noch. Bitte nicht grundlos die Pferde scheu machen.
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Hi
Ich finde das ist ein Thema was sehr unterschätzt wird. Viel mehr Probleme als in der HW sehe ich in der SW. Ich habe nun seit über 20 Jahren bei mit KNX, halt damals hieß es ja noch EIB :-) in Einsatz. Und hier und da geht mal was an HW kaputt. Das finde ich ansich gar nicht so störend. Was viel mehr stört ist die SW. Damals mit Windows XP und ETS 1.2 in Betrieb genommen, gibt es heute beides nicht mehr. Der Rechner von damals hat seinen Geist aufgeben. Das ganze in der VM läuft auch nicht mehr, da XP nicht mehr supported. Bis letztes Jahr hatte ich das noch mit viel Aufwand am laufen gehalten nun geht das auch nicht mehr.
Neue ETS unterstützt keine serielle Schnittstelle mehr, keine Hersteller Plugins (Wer ist jemals auf diese geniale Idee gekommen), kein Windows XP und man kann auch die alten 1.2/1.3 Applikationen nicht mehr importieren (falls man die überhaupt noch auftreiben kann) und somit auch die alten Geräte nicht mehr parametrieren.
Beispiel gefällig ?
- Jung Busankoppler geht kaputt, neuer gekauft (Baugleich!) hat neue Firmware, braucht neue ETS, braucht neues OS, Seriell nicht mehr supported. Lösung: konnte zum Glück alte Firmware auf den Busankoppler spielen.
- Jung Infos Display (mit Plugin), kann ich seit ETS 4 nicht mehr programmieren. Bisher musste ich da nicht dran, aber kann auch nix mehr ändern.
- EIB Thermostellantrieb defekt, neue brauchen neu Applikation, braucht neue ETS Vesion. Zum Glück laufen die auch mit dem alten Applikations-Programm.
usw usw.
Will man schnell eingreifen wenn was defekt geht, ist man quasi gezwungen seine gesamte Landschaft (Hardware und Software) immer aktuell zu halten. Dazu alte, nicht mehr supportete Geräte "upgraden/austauschen".
Das ist für einen "Privaten Bastler" vielleicht noch möglich / Interessant. Ich frage mich aber schon einige Zeit wie das die Herren Elektromeister machen, wenn bei einem alten Kunde ein Schalter ausgetauscht werden muss. Das ist doch bei einer großen Kunden Anzahl gar nicht handhabbar. Oder bekommen die dann auch gleich neue Geräte verpasst, obwohl gar nicht notwendig, bzw. nur notwendig, da es keine SW mehr für die alten Geräte gibt ?
Ich sehe das Problem, dass die Evolutionszyklen von Computer Hardware nicht mit denen von Eigenheimen "kompatibel" sind. Eigentlich ein Irrsinn auf den wir uns hier alle einlassen, solch kurzlebigen SW Komponenten in langlebige Häuser zu verbauen. Naja, vielleicht muss man dann den Lebenszyklus eines Hauses einfach entsprechend anpassen. Ein genereller Trend, Schade, oder ?
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Hallo,
letztlich kannst dir alles als Ersatz hinlegen, meistens ist es jedoch so, dass alles was du da liegen hast nicht kaputt geht und ausgerechnet der Aktor den du nicht da hast kaputt geht...
Grüße
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Ob ein x Jahre gelagerter 750er dann wirklich tut?
Selbiges trifft ja auch auf PC mit CoDeSys zu - ob man dann noch eine lauffähige 2.3 hat?
Elektronik zu lagern ist keine gute Idee!
Strategie
Keine Geräte mit so hoher Kanalzahl ausreizen. Ein paar Kanäle gleichartiger Geräte unbelegt lassen, dann kann auch mal umgeklemmt werden.
ETS nicht nativ, sondern in einer VM betreiben - die lässt sich besser umziehen.
Datensicherung!
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Aber auch das ist sehr schwer bis überhaupt nicht „planbar“. Wer weiß ob der Fachebtrieb in 10 Jahren noch existiert oder der Kumpel in 15 Jahren nicht weggezogen ist....Zitat von vento66 Beitrag anzeigen...Wichtiger als alles selber auf Lager zu haben ist, das man jemanden hat der das beruflich macht, und der kurzfristig Ersatz liefen kann.
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SV ist lagernd Schaltaktoren und Dali GW auch, hat aber vielleicht auch was mit dem Beruf zu tun. Wichtiger als alles selber auf Lager zu haben ist, das man jemanden hat der das beruflich macht, und der kurzfristig Ersatz liefen kann.
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Ersatz Hardware bereithalten?
Guten Abend zusammen,
mittlerweile wohnen wir seit 3 Jahren in unserem neuen EFH. Die zwei Jahre davor habe ich mich ausgiebig mit dem Thema Automatisierung beschäftigt. Als SPS Programmierer ist man hier natürlich vorbelastet, hab mich am Schluss dann doch gegen ne Wago SPS und für KNX entschieden.
So im Nachhinein kommen mir jetzt aber doch ein paar quälende Fragen auf. Zum Beispiel hab ich jetzt einen 20-fach Schaltaktor für Licht verbaut. Irgendwann wird der Tag X kommen und das Gerät wird die Grätsche machen. Vielleicht in 8, vielleicht in 12 oder vielleicht erst in 20 Jahren. Wie seid ihr auf den Tag X vorbereitet? Habt ihr in 15 Jahren ein kompatibles Gerät und einen lauffähigen PC mit ETS parat?
Bei meiner Wago Lösung hätte ich mir einen zweiten Controller parat gelegt mit aufgespieltem Programm. Der kann ausgetauscht werden und weiter gehts. Könnte jeder einfach erledigen. Ansonsten könnten nur einzelne Relais kaputt gehen, das wäre zu verschmerzen.
Bei KNX wirds schwieriger. Raucht ein Jalousieaktor ab ist das ärgerlich, aber nach zwei drei Tagen Lieferzeit geht`s wieder. Aber ein Schaltaktor für Licht? Stromversorgung wäre auch blöd, aber hier könnte Ersatz einfach eingebaut werden ohne Programmierbedarf.
Wie habt ihr euch darauf vorbereitet?Stichworte: -


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