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FBH mit Kühlung und Taupunktsensoren
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Ich muss an dieser Stelle mal einsteigen, weil uns die Nachrüstung einer Kühlfunktion umtreibt.
Mein Heizungsinstallateur möchte am liebsten die Steuereinheit der Vaillant Arotherm in ein anderes Zimmer verfrachten und Taupunktwächter an den VL-Leitungen im HKV haben, um für den Fall der Fälle alle Heizkreise direkt abdrehen zu können. Mit dem letzten gehe ich ja noch überein. Das Verlegen der Steuereinheit würde ich aber gern vermeiden.
Wir haben zusätzlich eine zentrale KWL-Anlage (Helios 360W), die ich notfalls auch mit an KNX anschließen würde. Darüber bekomme ich bereits einen gemittelten Wert der Luftfeuchtigkeit. Die Räume selbst sind mit den MDT Glastaster II inkl. Temperatursensor ausgestattet.
Besonders eure Erfahrungen der letzten Jahre und Empfehlungen für einen Taupunktwächter würden mich einmal interessieren...
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Ich gleiche bei mir die Temperatur des Vorlaufs (ausgelesen direkt aus der Wärmepumpe) mit der berechneten Taupunkttemperatur im zentralen offenen Wohnraum ab (gemessen und berechnet von einem Elsner TH-UP). Die Freigabe der Kühlfunktion ist in der Steuerung meiner Wärmepumpe (Alpha Innotec mit einer Luxtronik) ein extern schaltbarer potentialfreier Schaltkontakt, den ich mit einem dedizierten Aktor im Schaltschrank ansteuere. Insofern brauche ich keine Funktionen der Raumeinheit der Wärmepumpe, keine App etc. - es läuft direkt über KNX.Zitat von airliner Beitrag anzeigenMein Heizungsinstallateur möchte am liebsten die Steuereinheit der Vaillant Arotherm in ein anderes Zimmer verfrachten und Taupunktwächter an den VL-Leitungen im HKV haben, um für den Fall der Fälle alle Heizkreise direkt abdrehen zu können. [...]
Wir haben zusätzlich eine zentrale KWL-Anlage (Helios 360W), die ich notfalls auch mit an KNX anschließen würde.
Was sind denn diese Taupunktwächter (Mehrzahl?), die Dein Installateur einbauen will?
Rein praktisch kann es im Kühlbetrieb nirgendwo im Kreis kälter sein als am Beginn des VL, also direkt an der Wärmepumpe (WP). Und wenn die WP diese VL-Temperatur auslesbar bereitstellt, brauche ich keine Fühler an den VL-Leitungen, die können nicht kälter als der "Haupt-VL" direkt an der WP sein. Und auch die Lufttemperatur könnte theoretisch nur so kalt wie der VL werden, in der Praxis bleibt sie aber deutlich darüber. Falls die WP keine Daten liefert, bräuchte ich maximal einen Rohranlegefühler am VL direkt an der WP.
Der Elsner TH-UP kann den Taupunkt in der Applikation berechnen und mit der Funktion "Überwachung der Kühlmediumtemperatur" entsprechende GAs schalten, es braucht also keine externe Logik. Für den Abgleich der Taupunkttemperatur mit der VL-Temperatur habe ich einen Sicherheitspuffer von 2 K im TH-UP gesetzt. Das heisst, wenn die Taupunkttemperatur 16 °C ist, darf der VL minimal 18 °C sein - bzw. geregelt wird eigentlich andersrum: der VL ist bei immer so 18 °C (Freecooling der Erdsonden-WP), sobald also die Luftfeuchtigkeit im Haus in Abhängigkeit von der Temperatur zu hoch ist, wird die Kühlfunktion gesperrt. Die WP schaltet dann die Umwälzpumpe ab, und bei Aufhebung der Sperre automatisch wieder ein.
Ich habe überall Parkett, mit Ausnahme der Badezimmer, deshalb ist mir das Verhindern von Kondensation sehr wichtig. Ich habe mit meinem Setup sehr gute Erfahrungen gemacht, funktioniert bei mir seit fast zehn Jahren zuverlässig.
In meinem SmartHome mit Sensorik habe ich immer das Ziel, keine prorietären Sensoren verbauen zu lassen. Insofern würde ich mich gegen separate nicht-KNX-Messpunkte für VL und Raumfeuchte+Temperatur wehren. Ausserdem fand ich es unnötig komplex, einzelne Heiz-/Kühlkreise zu sperren - bei mir gibt es nur Kühlung insgesamt erlaubt oder gesperrt. Durch meine offene Wohnfläche und die kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) mit Enthalpiewärmetauscher ist der absolute Wassergehalt der Luft (aus dem der Taupunkt berechnet wird) in allen Räumen näherungsweise gleich - die Küche ist im offenen Wohnraum und so vom TH-UP überwacht, also bleiben nur die Badezimmer, wo er punktuell nach dem Duschen höher sein könnte. Du könntest dort zusätzliche TH-UP einbauen, oder den Abluft/Extract-Wert Deiner KWL nutzen (dann brauchst Du aber noch eine zusätzliche Logik). Ich habe beobachtet, dass in meinen vergleichsweise kleinen Badezimmern die Feuchte durch die Boost-Automatik der KWL innerhalb weniger Minuten wieder auf dem Ursprungswert ist, also habe ich darauf verzichtet.
Kann Deine Arotherm direkt angesteuert werden (z. B. potenzialfreie Kontakte, SmartGrid-Ready, Smart-Home-Integration)?Zuletzt geändert von MoseP; 06.07.2026, 23:30.
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Das wäre auch eine Idee. Ich hatte sowieso vor die WP zu koppeln und zu steuern (ise smart connect KNX Vaillant komplett Set S-0001-006, 434,59 €). Die Taupunktwächter, die mein Installateur gern hätte sind eigentlich nichts weiter als Feuchtigkeitssensoren, die am VL im HKV angebunden werden. Sobald sich hier Wasser niederschlägt, sollen die Thermostate für den gesamten Bereich geschlossen werden.
Den Elsner TH-UP schaue ich mir mal an, der dürfte einfacher nachträglich zu integrieren sein, als die Steuereinheit der WP. Theoretisch würde schon reichen, wenn die KWL die Daten mit an den Bus schickt. Da habe ich sogar einen gemittelten Feuchtigkeitswert, der tendentiell höher wäre, als punktuell im Wohnzimmer gemessen.
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Ich habe an meiner Viessmann Wärmepumpe auch nur einen Taupunktwächter (Viessmann nennt ihn Feuchteanbauschalter) am Vorlauf im Keller verbaut.
Empfehlen kann ich hier dieses Modell:
https://www.spluss.de/products/taupu...e2f77497&_ss=c
Das ist ziemlich gut einzustellen und zeigt auch aktuelle Werte direkt an.
Ich habe keine weiteren Fühler in den Räumen verbaut (weder Temperatur noch Feuchte), die direkt an die WP angeschlossen sind. Die WP regelt ausschließlich nach Aussentemperatur.
Das funktioniert ziemlich gut und hilft bei den extremen Temperaturen, das Hauss innen deutlich kühler zu bekommen. Die WP läuft hierbei mit VL Temperaturen zwischen 17 und 18°C.
Zusätzlich frage ich den Kontakt des Feuchtesensors noch mit KNX ab und habe sämtliche Werte auf dem Bus (und somit im HS / Symcon) und kann da Statisktken und Trends drüber laufen lassen.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat die Vailant Arotherm Multifunktionseingänge, die du als Feuchteanbauschalter konfigurieren kannst. Dann schaltet die WP ab.
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Frage in die Runde habt Ihr die WP nachgerüstet oder schon beim Neubau eingeplant gehabt? Ich Frage da wir vor 1,5 Jahren unser Haus mit WP (Viessmann Vitocal 250-A) umgerüstet haben und der Heizungsmensch damals die Kühlung da Bestandsbau kategorisch abgelehnt hat. Nun wurde ich bei der Hitze vor kurzem von meinem Sohn gefragt warum wir dies nicht haben obwohl FBH und neue WP, da mehrere Klassenkameraden dies haben und es bei er Temperatur wohl doch etwas gebracht hat.
Ich suche nun nach Argumenten damit meinem Heizungsmensch sich damit doch nochmal beschäftig.
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Bei mir ist die Wärmepumpe bei der Kernsanierung mit neuem Fußbodenaufbau etc. rein gekommen und der Heizungsbauer hat sich auch konsequent quer gestellt bzgl. Kühlung über Fußbodenheizung. "Das bringt eh kaum was, der Boden wird dir nass und nach zwei Jahren schimmelt vom Kondenswasser alles weg. Dafür halte ich nicht den Kopf hin."
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Das ist der entscheidende Punkt. Der Heizungsbauer will und kann dafür nicht geradestehen. Technisch ist das auch im Bestandsbau, zum Beispiel bei Umrüstung auf WP, kein Drama, solange man die Taupunktproblematik kennt und entsprechend handelt. Und sei es durch eine simple untere Grenze der Vorlauftemperatur auf zum Beispiel 18°C.Zitat von yumika Beitrag anzeigenDafür halte ich nicht den Kopf hin.
Wir haben das in der Hitzephase vor kurzem ebenfalls zum ersten Mal getestet. Ja, der Boden wird - je nach Belag - spürbar kälter, die Temperaturen im Haus sind niedriger als ohne Kühlung, aber die relative Luftfeuchtigkeit steigt deutlich an. Also müssen wir uns jetzt zusätzlich um das Thema Entfeuchtung Gedanken machen, damit es angenehm bleibt.
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Genau dies hat er bei mir auch gesagt. Bei einem Neubau werden die Rohre wohl komplett anders verlegt da ist dies dann nicht mehr so ein Problem sagt er.Zitat von yumika Beitrag anzeigenDafür halte ich nicht den Kopf hin."
Zitat von Fidelis Beitrag anzeigenaber die relative Luftfeuchtigkeit steigt deutlich an. Also müssen wir uns jetzt zusätzlich um das Thema Entfeuchtung Gedanken machen, damit es angenehm bleibt.
Dies befürchte ich auch, daher ist vermutlich einen Klima eh die bessere Wahl da die ja auch entfeuchten kann...
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Wir haben unsere WP (Viessmann Vitocal-200) vor drei Jahren nachgerüstet. Das Haus wurde 2011 kernsaniert inkl. FBH, damals noch mit gasheizung.
Unser Heizungsbauer hatte keinerlei Probleme damit, die Kühlung zu implementieren.
Ich habe letztens noch bei einer Bekannten auf deren Vitocal-200-S die Kühlfunktion aktiviert und den Feuchteanbauschalter nachgerüstet. Seitedem läuft auch dort die Kühlung problemlos auf der 20 Jahre alten FBH.Zuletzt geändert von AntarcticChristian; 08.07.2026, 14:28.
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Eine Klimaanlage sind definitiv „die“ Lösung, aber ist halt konstruktiv aufwändiger, teurer und braucht mehr Energie. PV und Batterie sind dann sehr zu empfehlen.
Die passive Sole-FBH Kühlung braucht bei uns etwa 200W, der Entfeuchter (günstiges, mobiles Gerät mit automatischer Entleerung, Nennleistung 25L/d) 275 W.
Den Effekt der gekühlten FBH bei VL 18° Fliesenboden würde ich bei uns auf 3-4°C schätzen. Bei langen Hitzephase auch mehr. Wenn es nachts nicht abkühlt, ist die FBH das einzige was Energie aus dem Haus rausbefördert.
Beschattung und geschlossene Fenster sind Pflicht.
Diskussionen mit dem Installateur- oder Fliesenleger gab es nicht, war aber auch Neubau.
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