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Heizungsregelung mit Gira X1 und Hager Heizungsaktoren TYMS646

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    Heizungsregelung mit Gira X1 und Hager Heizungsaktoren TYMS646

    Hallo zusammen,

    ich habe meine KNX INstallation schon ziemlich gut am Laufen,
    aber an meiner Heizungsregelung mit dem Gira X1 bin ich am Verzweifeln und habe schon mehrere Wochenenden daran gesessen.

    Zu meinem Setup:
    - Tastsensor 8fach (L&J TA8FXCT-SEC) in jedem relevanten Raum mit integriertem Temperatur-/Feuchtesensor, aber ohne integriertem Temperaturregler

    - Heizungsaktoren:
    1x Hager TYMS646R (MIT Temperaturregler) - 4 Ausgänge für 4 Heizkreise belegt - 8 von 12 Temperaturregler benutzt, da in einem Raum 3 HKs (Wohnzimmer, Esszimmer, Küche) sind und ich diese auf einen Temperaturregler schalten wollte - eine getrennte Temperaturregelung macht hier m.E. keinen Sinn.

    1x Hager TYMS646T (OHNE Temperaturregler) - 6 Ausgänge für 6 Heizkreise belegt

    Ich möchte gerne letztendlich über den Gira X1 sowohl den Heizungs- als auch im Sommer den Kühlbetrieb mit passiver Kühlung fahren (Stiebel Eltron WPE-I 06 HKW 230 Premium​). Das der Gira X1 nur absolute Sollwertverschiebung kann, bin ich mir bewusst und ist im Hager HA auch so hinterlegt - der kann ja beides.

    Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrungen mit dieser Kombo und hat ein paar Tipps für mich - besonders bei der Auswahl der richtigen KOs tue ich mich schwer - da wird man schier "erschlagen". Die SuFu hat nichts Passendes zu Tage gebracht und die YouTube Videos von Torben Ledermann waren nur bedingt hilfreich - das Applikationshandbuch von Hager kenne ich gefühlt fast auswendig.

    #2
    Hallo

    Also: Grundsätzlich zum Verständnis:

    Man braucht einen Heizungsregler pro Heiz/ Kühlkreis.
    Der Heizungsregler vergleicht Soll mit Isttemperatur und errechnet hieraus eine Stellgröße in % für den Ausgang des Aktors zum Stellmotor!
    Und dieser Öffnet und Schließt dann oder hält sich "stetig" in Position je nach Anforderung!

    Wichtig ist ein Aktor mit integriertem Heizungsregler:
    Dieser bekommt einen Istwert (Objekt 210 beim Hager als Raumtemperatur bezeichnet (2Byte))
    Dieser bekommt einen Sollwert (Objekt 244 Beim Hager als aktueller Sollwert bezeichnet (2Byte))
    Dieser bekommt einen Status aktueller Sollwert (Objekt 257 beim Hager) als Rückmeldung beim Sollwert hinterlegen beim X1.
    Betriebsmodusumschaltung (Objekt 183 )
    Statusanzeige Betriebsmodusumschaltung (Objekt 196)
    Status Heizung / Küchlung jeweils ein Bit (Objekte 199 und 200)
    Heizen Kühlen Umschaltung (Objekt 190, Objekt 198 als Rückmeldung!)


    Stellgröße in % (Objekt 203) dann auf die entsprechenden Ausgänge am Aktor legen.
    Das heißt diese Adresse wird nur auf der Aktorik 2 mal vergeben, 1mal am Regler, Einmal am Ausgang!

    Also ja ....es sind in diesem Falle wirklich 12 Gruppenadressen pro Heizungsregelkreis!

    Wie folgt ist zu Verknüpfen!


    Beim X1 : beim Hager Heizungsaktor (als Beispiel am Temperaturregler 1!) :


    Isttemperatur Objekt 210 (2Byte)

    Solltemperatur Objekt 244, Status Objekt 257(jeweils 2 Byte)

    Betriebsmodus Objekt 183 (1Byte)

    Status Betriebsmodus Objekt 196 (1Byte)

    Präsenz lässt erst mal weg , sonst wird es zu komplex

    Status Heizen Objekt 199( 1bit)

    Status Kühlen Objekt 200 (1bit)

    Heizen / Kühlen Umschaltung Objekt 190, Status 198 (1bit)

    Ein / Aus gibt es nicht! (ignorieren!)


    Ja ich weiß........das ist schon etwas Komplexer als Lichtschalten, aber auch zu schaffen, nur Mut!

    Der Regler sollte Meiner Meinung nach auch immer im Aktor liegen, dann ist man flexibler mit seiner Peripherie drumherum,
    Taster, Visualisierungen, usw.

    Ich hoffe ich konnte dir damit etwas behilflich sein, bei Fragen einfach nochmal Melden.
    Wir helfen gerne, wo wir können!

    Viele Grüße und gutes Gelingen

    Markus








    Kommentar


      #3
      Hallo GLTProfi,

      lieben Dank für die vielen Infos ... in der Zwischenzeit habe ich mich durch deine Infos durchgearbeitet und bin viel weitergekommen.

      Ich noch ein paar Infos bzw. Knackpunkte:

      - Ich habe eine "Schaltende PI-Regelung (PWM)" und nicht wie bei dir eine "Stetige PI-Regelung" implementiert - siehst Du da ein Problem bzw. Vor- oder Nachteile?
      - Ich habe meine DREI Ausgänge für DREI Heizkreise in EINEM Raum (Küche/Wohnen/Essen) auf EINEN Temperaturregler gelegt, da mir eine getrennte Temperaturegelung in diesem größeren Raum nicht sinnvoll erschein, oder?
      - der Aktor TYMS646R (MIT Temperaturregler) regelt die Ausgänge des TYMS646T (OHNE Temperaturregler) mit.
      Für die Ausgänge am TYMS646R habe ich eine Verknüpfung zu den internen Temperaturreglern erstellt - bei den Ausgängen am TYMS646T über eine externe Temperaturregelung im TYMS646R genutzt - also die Temperaturregler im TYMS646R steuern die Ausgänge am TYMS646T (ohne integrierten Temp.Regler).

      In meinem bzw. auch bei Deinem Setup bin ich mit nicht sicher, ob beide KOs (202 Schalten UND 203 Stellgröße in % verbunden werden müssen.
      Ich habe jetzt 202 und 203 verwendet - macht das Sinn? Über die 202/203 habe ich die Regler mit den Ausgängen verbunden.

      12 GAs? Sind das nicht "nur" 10 GAs? Zusätzlich zu denen 10 GAs habe ich aber dann noch den 202 (Schalten) und den 214 (Status Raumtemperatur) verwendet.

      Meine größten Probleme waren danach:
      1. Ich hatte "Warmwasser Fußbodenheizung" anstelle von "Warmwasserheizung" ausgewählt - dies setzt wohl einen Temperaturfühler in der Fußbodenheizung voraus.
      2. Dass meine Fensterkontaktschalter "andersherum gepolt" sind als es der Hager Heizungsaktor es erwartet (Fensterkontakt liefert: "0"-AUS und "1"-EIN // Hager erwartet: "1" Fenster offen -> Frostschutz und "0" Fenster zu -> zurück zu "Normalbetrieb. D.h. nach Öffnung der Fenster blieben die Regler im Frostschutzmodus und ließen sich nur durch das Öffnen des Fenster wieder in den Normalbetrieb zurückholen. Das habe ich aber über den Monitor herausfinden können.

      Kann der Hager die Fensterkontaktinformation irgendwo invertieren? Es kann ja alles mögliche invertiert werden, aber für die Fensterkontaktfunktion habe ich nichts gefunden ...

      Aber es läuft erstmal :-)

      Stephan

      Kommentar


        #4
        Zitat von SteCee Beitrag anzeigen
        Ich habe eine "Schaltende PI-Regelung (PWM)" und nicht wie bei dir eine "Stetige PI-Regelung" implementiert - siehst Du da ein Problem bzw. Vor- oder Nachteile?
        Wenn du damit thermoelektrische Stellantriebe ansteuerst (welche in den allermeisten Fällen verbaut sind), dann passt das. Die Ventile können dann sowieso nur auf / zu. Eine stetige Änderung des Öffnungsgrad ergibt nur in Kombination mit motorischen Antrieben einen Mehrwert. Diese Ventile können auch bei "halboffen" verharren.

        Zitat von SteCee Beitrag anzeigen
        Ich habe meine DREI Ausgänge für DREI Heizkreise in EINEM Raum (Küche/Wohnen/Essen) auf EINEN Temperaturregler gelegt, da mir eine getrennte Temperaturegelung in diesem größeren Raum nicht sinnvoll erschein, oder?
        Ja, würde ich auch exakt so machen. Wenn es Probleme mit zu niedrigem Durchfluss geben sollte, also wenn die Heizung damit Probleme hat, dann könnte man überlegen, ob man die drei Heizkreise immer nur abwechselnd schließen lässt. Ich weiß aber nicht, ob es Aktoren gibt, die solche Spielereien von Hause aus unterstützen. Bei getrennt-geregelten Heizkreisen machen das einige Aktoren, um zu verhindern, dass zu viele Kreise zeitgleich geschlossen werden.

        Was die Details angeht, ist Markus vermutlich deutlich mehr im Thema drin.

        Kommentar


          #5
          Hallo Stephan,

          Das freut mich, wenn es erst einmal im Großen und Ganzen läuft...

          Bei schaltend PWM , wie der name schon sagt schaltet halt der Aktor über die Triacs (Manche auch mit Relais).
          z. B. 10min Takt!
          Das macht der auch bei
          der Stetig PWM Regelung. Der Hauptsächliche unterschied liegt in der Reaktion der Regelung, diese ist bei der Stetigen Variante
          etwas kürzer und somit auch schneller in der Reaktion. Im Endergebnis wirst keinen Unterschied feststellen bei einer
          Fußbodenheizung die auch sehr träge ist.
          Wenn der Stellmotor allerdings an einem heizkörper sitzt, merkt man das sehr wohl.
          Da ist der Stetig PWM einfach präziser und schneller in seiner Reaktion. Ist (so empfinde ich das ) Geschmackssache manchmal.
          Grundsätzlich ist es aber beim Stellantrieb meist immer auch hier eine Taktung, das heißt ein und ausschalten über Triacs und damit eine erzeugte durch die Trägheit des Antriebs stetige " Haltung".
          Zu den Gruppenadressen.....da hast du völlig recht. Es sind wirklich 10 und keine 12. Da hab ich mich verzählt.
          Kann ja auch mal passieren. Sorry dafür.

          Zu deinen Fensterkontakten: mit Welchem Binäreingang frägst du diese ab?

          Da gibt es eventuell eine Möglichkeit zur Invertierung des Signals!
          Bei manchem Modell sogar beide Möglichkeiten über getrennte KO´s

          Beste Grüße

          Markus
          Zuletzt geändert von GLTProfi; 05.03.2026, 13:04.

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            #6
            Ansonsten hast du einen X1. da kannst du in mit Invertern in Logiken arbeiten.
            Punk ist nicht tot, Punk macht jetzt KNX

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              #7
              Zitat von Punker Deluxe Beitrag anzeigen
              Ansonsten hast du einen X1. da kannst du in mit Invertern in Logiken arbeiten.
              Rüschdüsch, das wäre dann die Option, sobald etwas in der ETS nicht , oder äußerst unelegant zu lösen wäre.

              Ein weiterer Gruß an dieser Stelle

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