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Gipskarton auf Ziegel geklebt – Welche Dosen? Wie bohren? Erfahrungen gesucht

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    Gipskarton auf Ziegel geklebt – Welche Dosen? Wie bohren? Erfahrungen gesucht

    Hallo zusammen,

    ich saniere gerade ein Haus Bj79 und plane die komplette Elektro/KNX‑Installation im Sternschema. Über 200 Dosen müssen gesetzt werden.

    Wandaufbau (siehe Bild):
    • 1,2 cm Gipskarton
    • 1–3 cm Luft / Gipsbatzen
    • Proton/Hochlochziegel dahinter
    • 7cm isolierungsstoff
    • aussenputz

    Problem: Bin mir jetzt total unsicher auf welche Dosen ich setzen soll? Ich kann ja eigentlich weder klassische Hohlwanddosen noch normale eingipsbare Dosen sauber verwenden? Der GK ist nur angeklebt, nicht freistehend. Die existierenden Steckdosen-Dosen enden noch vor der Gipsplatte..Habe jetzt mal eine Bohrung gemacht und mit dem Endoskop hinter die Platte geschaut, denke mal Kabel dort durchziehen ohne Schlitzen sollte in den meisten Fällen gehen bleibt trotzdem noch die Frage welche Dosen wie tief setzen...

    Fragen:
    • Welche Gerätedosen nutzt ihr bei GK‑auf‑Ziegel?
    • Wie bohrt ihr: erst GK, dann Ziegel? Kombi‑Bohrer?
    • Kabelführung: hinter GK vertikal nach unten zur Dose – macht ihr das so?
    • Hat jemand Kaiser UP1/ Econ Fix in diesem Aufbau genutzt? Reicht die Haftung, wenn die Dose nur ~2 cm im Ziegel sitzt? Diese Dosen brauchen ja dann leider 82m Bohrloch anstatt Standard 86mm, das bringt vermutlich weider andere Challenges..

    Freue mich über echte Erfahrungswerte aus ähnlichen Sanierungen.

    VG,
    Jochen
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    Zuletzt geändert von jochenj; 06.07.2026, 20:41.

    #2
    Ich hatte mal eine Baustelle, da war das genau so.
    Der Gipskarton wurde in alle Richtungen rund 3cm rechteckig größer ausgeschnitten (Messer), als die Dose(nkombination) an Platzbedarf benötigt. Dahinter wurde in den Stein ganz normal die Dosen gebohrt, mit Gips eingesetzt und später wandbündig verspachtelt.

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      #3
      ist es noch eine Option die GK-Platten ganz raus zu reißen? Ist eine nicht ganz untypische Bauweise aus der Zeit, birgt aber an den Außenwänden ein gewisses Schimmelrisiko im Zwischenraum.
      ....und versuchen Sie nicht erst anhand der Farbe der Stichflamme zu erkennen, was Sie falsch gemacht haben!

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        #4
        Hallo,

        wenn es dir möglich ist, dann würde ich den Gips entfernen. Bei uns hat sich durch die isolierende Luftschicht ergeben, dass sich in den Dosen auf der Außenwand das Wasser gesammelt hat. Zudem auch das Schimmelproblem auf der Ziegelwand, daher haben wir bei uns alles rausgerissen, um einfach den langfristigen Problemen entgehen zu können.

        Gruß
        Minnten

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          #5
          Hatte ich mir auch kurz überlegt aber das wäre ja dann wirklich kernsanierung was hat dich der „spass“ gekostet? Förderungsfähig ist das ja leider auch nicht

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            #6
            Zitat von jochenj Beitrag anzeigen
            das wäre ja dann wirklich kernsanierung
            besser jetzt als in 5 Jahren
            ....und versuchen Sie nicht erst anhand der Farbe der Stichflamme zu erkennen, was Sie falsch gemacht haben!

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              #7
              Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
              birgt aber an den Außenwänden ein gewisses Schimmelrisiko im Zwischenraum.
              Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
              besser jetzt als in 5 Jahren
              Hausbau 1979 : aktuelles Datum 2026
              Die Bude steht folglich mit dem Gipskarton seit 47 Jahren. Wenn sich bei den sehr kalten Wintern in den 80er Jahren bis heute der Taupunkt nie zwischen Mauerwerk und Wand eingestellt hat, um da zu kondensieren und zu schimmeln, wird das höchstwahrscheinlich in den nächsten 47 Jahren auch nicht passieren…

              Wenn wäre da jetzt nach über 40 Jahren Schimmel zu sehen. Wenn da nichts ist, würde ich gar nichts abreißen. Denn bauphysikalisch haben die Wände selbst über 40 Jahre den Nachweis erbracht, dass das Konzept funktioniert. Und nur weil Steckdosen nachgerüstet werden sollen, verändert sich in diesem Kontext gar nichts.

              Es sei denn, er findet Schimmel. Dann sollte man schnell handeln und wirklich alles entfernen…

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                #8
                Ich würde es was die Dosen betrifft wohl so machen wie tsb2001 es beschrieben hat. Was die Schlitze für die Kabel angeht, würde ich die Gipsplatten mit dem Messer oder Fein Multimaster (o.ä.) schlitzen, Kabel rein und geg. mit Stecklaschen fixieren. Dann mit Rotband die Schlitze schließen, aber nicht komplett bis zur Oberfläche. Am Ende dann mit Feinspachtel alles glätten.

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                  #9
                  Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                  Ich hatte mal eine Baustelle, da war das genau so.
                  Der Gipskarton wurde in alle Richtungen rund 3cm rechteckig größer ausgeschnitten (Messer), als die Dose(nkombination) an Platzbedarf benötigt. Dahinter wurde in den Stein ganz normal die Dosen gebohrt, mit Gips eingesetzt und später wandbündig verspachtelt.
                  Danke, das hört sich plausibel an.
                  Ich werde dann wohl mal folgend mit einer ersten Dose versuchen:
                  1. Dosenöffnungen und Schlitze im Gipskarton mit einem Multimastertool machen
                  2. Danach mit 82mm Diamant-Trockenbohrkrone in den Ziegel bohren mit meiner SDS-Plus Maschine
                  3. Danach PRIMO mit Thermoschaum oder die Kaiser ECON einsetzen
                  4. Danach wandbündig mit der GK-Wand verspachteln
                  Wobei mir für Punkt 4 noch nicht klar ist wie das funktionieren soll. Dann muss ja die Dose im Ziegel ziemlich genau bis auf die Innenseite des Gipskarton reichen. Sonst drücke ich mir beim Verspachteln ja die ganze Maße an der Dose vorbei in den Hohlraum zwischen Ziegel und GK.

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                    #10
                    Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                    Wenn sich bei den sehr kalten Wintern in den 80er Jahren bis heute der Taupunkt nie zwischen Mauerwerk und Wand eingestellt hat
                    vielleicht ist da ja schon längst Schimmel? Hat das einer an den Außenwänden mal geprüft?

                    Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                    wird das höchstwahrscheinlich in den nächsten 47 Jahren auch nicht passieren
                    ich weiß nicht was alles saniert wird. Vielleicht neue Fenster, die deutlich dichter sind und daher plötzlich weniger Luftaustausch als in den letzten 47 Jahren?
                    Vielleicht wird sogar was an der Außendämmung verändert?

                    Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                    nur weil Steckdosen nachgerüstet werden sollen, verändert sich in diesem Kontext gar nichts
                    Logisch. Durch die Steckdosen ganz sicher nicht. Und die Steckdosen sind natürlich auch kein Grund die GK-Platten runter zu reißen.
                    Aber das Konzept mit den Platten auf Mauerwerk und Luftspalt birgt Risiken, die man kennen sollte. Darum geht es. "War schon immer so" ist nicht immer ein guter Ratgeber.
                    ....und versuchen Sie nicht erst anhand der Farbe der Stichflamme zu erkennen, was Sie falsch gemacht haben!

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                      #11
                      schau am besten auch mal die aktuellen Steckdosen an.

                      Als wir diese geöffnet haben, sind teilweise die Adern abgerissen, weil sie durch das Wasser so korrodiert waren.

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                        #12
                        Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                        Es sei denn, er findet Schimmel. Dann sollte man schnell handeln und wirklich alles entfernen…
                        Es gibt gute Wischtest (selber entwickeln oder zum Einschicken), dann hat man Gewissheit. Einfach die Luft (jetzt hat man ja die Dosenlöcher) auf den Teststreifen (oder Schale) streichen lassen oder einen Abstrich hinter der Rigipswand vornehmen.

                        Wenn nichts ist, ist auch nichts. Zudem gibt es Webseiten, wo man seinen speziellen Wandaufbau eingibt und die kritischen Schichten wo der Taupunkt erreicht werden könnte, identifiziert. Dickere Porotonwand von 79 wäre mit 5-30 mm Luft vor Gipskarton weniger ein Problem ....

                        Man kann so mit Fakten/Proben/Messungen handeln ....

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                          #13
                          Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
                          ich weiß nicht was alles saniert wird. Vielleicht neue Fenster, die deutlich dichter sind und daher plötzlich weniger Luftaustausch als in den letzten 47 Jahren?
                          Vielleicht wird sogar was an der Außendämmung verändert?
                          Naja, aber auch das ist Unfug.
                          Wenn an der Außenwand irgendetwas verändert wird, dann ist es höchstens eine zusätzliche Dämmung, welche den Taupunkt eher ins Mauerwerk verschiebt, anstatt Richtung Gipskarton. Taupunktverschiebung in Richtung des Raumes würde nur passieren, wenn die Isolierung der Außenhaut verschlechtert würde. Und das macht bestimmt niemand.

                          Thema Fenster: ist ebenfalls völlig unkritisch, denn das erhöht allenfalls die Temperatur im Raum und hemmt gegebenenfalls den Luftaustausch. Damit wird es auf der Innenseite des Raumes feuchter; nicht aber in dem Spalt zwischen Gipsksrton und Wand.
                          Dort findet gewöhnlich kein Luftaustausch statt, denn die Platte mit gespachtelten Stößen und Wand- sowie Deckenanschlüssen muss keine Druckdiferenzen aushalten; folglich dringt wenig bis gar keine feucht Luft permanent in den Zwischenraum. Wenn keine großen Löcher vorhanden sind, tauscht sich die Raumluft gar nicht mit der Luft in dem Luftspalt direkt aus. Ohne Luftaustausch aber kein Feuchtigkeitseintrag.
                          Und kondensieren kann am Taupunkt nur die Feuchtigkeit in der Luft; wenn jedoch überhaupt nichts an Feuchtigkeit im Zwischenraum vorhanden ist, was kondensieren könnte, dann ist auch die Position des Taupunkts egal.

                          Und selbst wenn das der Fall wäre: da sind Porotonziegel verbaut. Die sind so stark wasserbindend, dass die zum Verputzen gesperrt werden müssen, da die das Wasser aus dem Putz ziehen und den Putz verbrennen lassen. Es ist Poroton. Das wirkt sich so feuchtigkeitsregulierend aus, dass sich am Gipskarton gar keine Feuchtigkeit niederschlagen kann, weil sie die Feuchtigkeit dauerhaft regulieren.

                          Passieren kann nur was, wenn das Mauerwerk undicht sein sollte und das Mauerwerk vor Wasser gesättigt ist. Dann nützt es aber auch nichts, die Wand zu verputzen…

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                            #14
                            Zitat von tsb2001 Beitrag anzeigen
                            Thema Fenster: ist ebenfalls völlig unkritisch, denn das erhöht allenfalls die Temperatur im Raum und hemmt gegebenenfalls den Luftaustausch. Damit wird es auf der Innenseite des Raumes feuchter; nicht aber in dem Spalt zwischen Gipsksrton und Wand.
                            Dort findet gewöhnlich kein Luftaustausch statt, denn die Platte mit gespachtelten Stößen und Wand- sowie Deckenanschlüssen muss keine Druckdiferenzen aushalten; folglich dringt wenig bis gar keine feucht Luft permanent in den Zwischenraum. Wenn keine großen Löcher vorhanden sind, tauscht sich die Raumluft gar nicht mit der Luft in dem Luftspalt direkt aus. Ohne Luftaustausch aber kein Feuchtigkeitseintrag.
                            Und kondensieren kann am Taupunkt nur die Feuchtigkeit in der Luft; wenn jedoch überhaupt nichts an Feuchtigkeit im Zwischenraum vorhanden ist, was kondensieren könnte, dann ist auch die Position des Taupunkts egal.

                            Ich mag die Art von Diskussion eigentlich nicht und sie hilft auch niemandem weiter. Aber um es mit deinen Worten zu sagen: Das ist Unfug.

                            Deine Argumentation entbehrt jeglicher Bauphysik und ist einfach falsch. Taupunkt und Feuchtigkeit in Wänden braucht keine Luftzirkulation.

                            jochenj
                            ich kann dir nur empfehlen das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Gut möglich, dass das in deinem Fall überhaupt kein Thema ist, aber hol dir bitte Sachkundigen Rat von jemandem, der dein ganzes Vorhaben kennt und beurteilen kann.
                            wäre schade, wenn du in 10 Jahren Schimmel hast.
                            ....und versuchen Sie nicht erst anhand der Farbe der Stichflamme zu erkennen, was Sie falsch gemacht haben!

                            Kommentar


                              #15
                              Ich kann Uwe! nur Recht geben: hol dir fachkundigen Rat! Ich hatte einen Energieberater eigentlich nur wegen einer Maßnahme konsultiert. Bei einem Schwäzchen so nebenbei habe ich das ein oder andere erwähnt was ich vorhabe. Da hab ich gleich paar auf die Finger gekriegt. Da gibt’s ja sooo viele Punkte die man beachten muss, die mal als Laie gar nicht im Kopf hat. Damit hätte ich mein 1920er Häuschen ordentlich kaputt machen können. Für mich die größten Erkenntnisse: 3-Fach verglaste Fenster mit besten Werten sind nicht für jedes alte/ältere Haus die beste Wahl. Und zu viel Innendämmung ist keine gute Entscheidung.
                              Meine Moral von der Geschicht: Ich bezahle lieber den Energieberater, als das Geld in zusätzliche Maßnahmen zu stecken die meine Hütte nur kaputt machen. Je nach Art und Umfang der Maßnahmen bekommt man dafür auch Förderung. In Summe lohnt er sich aber so wie so !

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