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Regelung Fußbodenheizung

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    #61
    Also bei größerem P-Anteil wird das Überschwingen gehemmt, aber langsamer eingeregelt.
    Bei größerer Tn Zeit wird langsamer die Abweichung ausgeregelt und es kommt auch nicht zu Überschwingungen.
    Wie gesagt laut Gira sind die Einstellwerte 5K/240min mit einer Zykluszeit von 15 bis 20 min empfohlen.
    Stell es mal so ein und Berichte. 15min reichen als Zykluszeit, außer deine Stellantriebe brauchen länger als 6-7 min zum komplett öffnen.

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      #62
      Mein erster Gedanke war, als ich die Grafik im ersten Post gesehen hatten: Typisch für FBH mit nicht passender Heizkurve, mangelndem hydraulischen Abgleich.

      Bevor Du mit Zykluszeiten spielst: Heizkurve an einem warmen Tag (heute) und einem möglichst kühlen Tag anpassen. Bei Temperatur unter Gefrierpunkt eher die Steilheit, bei Temperatur > 5 °C eher die Parallelverschiebung. So weit reduzieren, bis es im ersten Raum zu kühl wird. Dann minimal gegenregulieren. Das braucht etwas Geduld. Dann in jenen Räumen, die zu warm werden, im Heizkreisverteiler jene Kreise etwas zudrehen (bei weiterhin voll geöffneten Stellantrieben). Wenn diese Massnahmen alle gemacht sind, Regelung über Einzelraumregelung dort einsetzen, wo es dauerhaft zu warm ist. Die Regelung über Stellantriebe ist immer relativ ungenau, wenn die Bodenheizung tief verlegt ist und/oder viel Masse aufheizt. BIs ein Sensor in einem Taster merkt, dass es zu warm ist, ist der ganze Estrich ja schon warm. Daher ist die Vorlauftemperatur so wichtig, denn nur dann wirkt sich der Selbstregeleffekt der FBH weitreichend gut aus, dass die Schwankungen weniger werden.

      Im Prinzip braucht eine gut eingestellte FBH meistens gar keine Einzelraumregelung. Wenn aber die Verlegeabstände der FBH nicht genau zum Wärmebedarf passen oder andere Störeinflüsse (falsche Vorlauftemperatur, falsche Anpassung der Vorlauftemperatur an Aussentemperatur mit Einfluss der Innenraumtemperatur -> Trägerheit des Gebäudes) spielen, können Raumtemperaturregler etwas helfen, aber nur bedingt.

      Im Prinzip ist die Regelung einer FBH über die Rücklauftemperatur am besten, weil man so automatisch die Estrichtemperatur erfasst. Das Verfahren ist aber, ausser bei manchen Wärmepumpen, weniger üblich, weil es mehr Planung erfordert. Es ist aber nach wie vor eines der genauesten und einfachsten Verfahren, das den Selbstregeleffekt des Estrichs einschl. etwaiger Speichermöglichkeiten zu Nachttarifen gut ausnutzt.

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        #63
        Auch wenns schon ein Weilchen her ist, ich möchte mich mal für diese wirklich gute Erklärung bedanken:

        Zitat von hyman Beitrag anzeigen
        ...
        Um die Ursprungsfrage bzgl. des I-Anteils verständlicher zu beantworten, finde ich es hilfreich, die Werte aus der Frage aufzugreifen. Dann liest sich die Antwort so:

        Der I-Anteil: Wir gehen aus von einem P-Band von 3 K, einer Nachstellzeit von 120 min. Beispielhaft betrachten wir einen Raumtemperatur-Sollwert von 21°C und einen Istwert von 20°C. Regelabweichung also 1 K. Der P-Anteil des Reglers -- und damit die anfängliche Stellgröße -- beträgt dann 33%. Per Definition ist der I-Anteil nach der Nachstellzeit so groß wie der P-Anteil. Wenn also z. B. die Regelabweichung bei 1 K bleibt, ist die Stellgröße (bei 120min Nachstellzeit) nach 2 Stunden bei 67% und nach 4 Stunden bei 100%.

        Grüße von Horst
        Das hats mir endlich mal klar gemacht, danke!


        PS: @Kaffeetrinker: Wir sind Nachbarn. Ich bin aus Groß-Bieberau.
        Kein Support per PN: Fragen bzw. Fehlermeldungen bitte im Forum posten.

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          #64
          Dann sind wir ja schon 4 Nachbarn. Thomas80 ist ebenfalls aus Bieberau, ich aus Niedernhausen.

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