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Claude Code + Home Assistant: KI-gestützte HA-Verwaltung (Windows, KNX-fokussiert)

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    Claude Code + Home Assistant: KI-gestützte HA-Verwaltung (Windows, KNX-fokussiert)

    Hi zusammen,

    ich möchte euch mal zeigen was ich am Wochenende in kürzester Zeit gebastelt habe, weil ich ehrlich gesagt ziemlich geflasht bin wie gut das funktioniert.

    Kurz: Ich nutze Claude Code (Kommandozeilen-KI von Anthropic) um mein komplettes Home Assistant Setup zu verwalten. Automationen schreiben, KNX-Entities anlegen, Dashboards bauen, Debugging -- alles per natürlicher Sprache im Terminal. Und ja, das funktioniert tatsächlich so gut wie es klingt.

    Was ist Claude Code?
    Kein Chatbot, kein Plugin. Ein vollwertiger KI-Agent der in eurem Terminal läuft. Der kann Dateien lesen und schreiben, SSH-Befehle ausführen, und über MCP (Model Context Protocol) direkt euer Home Assistant fernsteuern. Die Kombination aus SSH (YAML Config runterladen/hochladen) und MCP (HA steuern, Entities abfragen, Logs lesen) macht das Ding zu einem echten Entwicklungs-Tool für euer Smart Home.

    Das Killer-Feature: Kontext per CLAUDE.md
    Claude Code lädt beim Start automatisch eine Datei namens CLAUDE.md. Da steht euer komplettes Setup drin -- Regeln, Entity-Konventionen, Bewohner, SSH-Zugang, welche Packages es gibt. Dadurch kennt die KI euer System und muss nicht jedes Mal bei Null anfangen. Ihr sagt "schreib mir eine Automation die bei Wasseralarm alle Bewohner benachrichtigt" und er liefert fertiges YAML das zu eurer Config passt. Validiert automatisch, pusht auf den Server, lädt die Config neu.

    Warum speziell für KNX-Leute interessant?
    Wer eine ETS-Programmierung hat, kennt das: hunderte Gruppenadressen die alle in HA als Entities angelegt werden wollen. Das ist stumpfe Fleißarbeit. Mit Claude Code exportiert ihr eure GAs als CSV aus der ETS, legt die Datei im Workspace ab und sagt "erstelle alle Licht-Entities aus Hauptgruppe 5". Der liest die CSV, versteht die Struktur und liefert fertige KNX-Packages. Das hat mir bei ~400 Entities massiv Zeit gespart.

    Was braucht ihr?
    - Home Assistant mit SSH-Zugang und dem MCP Server Add-on
    - Windows-PC mit Node.js, Python, Git
    - Anthropic Abo (ab 20$/Monat, für intensives Arbeiten eher 100$)
    - Meinen Workspace von GitHub klonen, CLAUDE.md anpassen, fertig

    Datenschutz -- kurz angesprochen:
    Muss man sich bewusst sein: Claude Code verbindet sich mit der Anthropic API. Eure YAML-Configs, Entity-Namen, Automationen -- das geht über deren Server. Keine Passwörter oder Tokens (die liegen in secrets.yaml und werden nie gelesen), aber eure Gerätestruktur sieht Anthropic schon. Muss jeder für sich entscheiden ob das ok ist. Für mich überwiegt der Nutzen deutlich.

    Mein Fazit:
    Ich hab an wenigen Tagen mein komplettes HA-Setup überarbeitet. Hunderte Entities, dutzende Automationen, alles sauber in Packages strukturiert. Dinge die ich seit Monaten vor mir hergeschoben habe weil es zu aufwändig war. Für umfangreiche Installationen ein absoluter Gamechanger.

    Der Workspace mit allen Tools, Beispielen und Anleitung:
    https://github.com/dashdevil/claude-hawin

    Setup-Script prüft alle Dependencies, Beispiel-Packages für Alarm und Beleuchtung sind dabei, KNX-Vorlagen mit Erläuterung der Patterns. Ist für Windows gebaut, lässt sich aber auch unter Linux/macOS nutzen.

    Bin gespannt was ihr dazu sagt. Fragen gerne hier, ich helfe wo ich kann.

    #2
    Besser gleich die ganze KNX Projektdatei dann musst die Gebäudestruktur und Funktionen nur einmal pflegen.
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    "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
    Albert Einstein

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      #3
      Hab ich vor ein paar Wochen auch probiert, hat mir leider einige Automatisierungen zerschossen, was erst nach und nach aufgefallen ist. Oft waren Entitätsnamen einfach falsch (sah so aus, als hätte er sie von anderen abgeleitet oder halluziniert) oder Services/Aktionen wurden falsch benutzt (da sich diese womöglich in den letzten Jahren geändert hatten).

      Mit Vorsicht zu genießen.

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        #4
        Hast du einfach einen leeren Claude Workspace genutzt oder schon etwas das auf HA ausgerichtet ist? Denn hier liegt aus meiner Sicht die Krux: Claude muss über seinen Kontext wissen, wie HA tickt. Die beigestellten Tools valideren den Code und bevor etwas erzeugt wird, werden via MCP gezielt die verfügbaren Entities abgefragt. Nach dem push der neuen Config werden das HA log und die erzeugten Automatisierungen oder Scripts wiederum via MCP geprüft: Nicht existierende Entities führen zu Fehlern => Claude prüft und korrigiert. Der vorgegebene Workflow führte bei mir in bisher jedem Fall in so Fern zu korrekten Automationen, das keine grundlegenden Fehlern dringstecken. Versteh mich nicht falsch: Es sind schon Fehler aufgetreten aber die hat Claude selbst erkannt und gefixt. Wären bei mir häufiger falsche Entities vorgekommen hätte nochmals eine explizite Entitiy-Prüf-Anweisung in der claude.md hinterlegt. Aber Achtung: Der Workflow gibt viel Sicherheit ist aber auch "Teuer" in Form des Token-Verbrauchs.

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          #5
          Sehr cool, ist auch genau mein Ansatz. Home Assistant ist natürlich das perfekte Beispiel und der Usecase hier ist grandios. Was mir jetzt leider noch fehlt ist KNX as Code.

          Ich befürchte man wird sich leider noch etwas an der ETS klammern wollen, aber Zukunft hat das so ja keine mehr. Ist nur die Frage ob KI-Funktionen in die ETS integriert werden, oder ob man diese Abhängigkeit hoffentlich mal löst und man auch ohne ETS KNX konfigurieren kann.

          Sobald sich KNX nicht mehr nur durch eine Klick Klick Oberfläche konfigurieren lässt, würde das ganz neue Welten eröffnen.

          Hast du eine Idee wie du den KNX-Part KI-kompatibel bekommst?

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            #6
            Zitat von allwire Beitrag anzeigen
            Sobald sich KNX nicht mehr nur durch eine Klick Klick Oberfläche konfigurieren lässt, würde das ganz neue Welten eröffnen.
            Wie das?
            Die Funktionen der gesamten Anlage werden durch die implementierten Features eines jeden KNX-Produkts bestimmt. Die ETS weißt lediglich zu, welche Funktion von welchem Gerät mit wem interagiert.
            Eine KI in der ETS könnte also höchstens die Gruppenadressen automatisch verknüpfen, was bei der Parametrierung das einfach schneller macht. Mehr aber auch nicht.

            Was versprichst du dir also von „den neuen Welten“, wenn die KNX-Installation wegen mir mittels Text des Wunschzustandes niederschreibst und das mit irgendeinem Tool auf die Busteilnehmer geschrieben wird? Eine Funktionserweiterung bekommst du damit zumindest nicht hin; da die Firmware der Geräte den Funktionsumfang eines jeden Teilnehmers festlegt. Und die ist nur durch den Hersteller veränderbar.

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              #7
              Jo alles andere wären dann KNX-Geräte mit je Geräteklasse einheitlichem Funktionsumfang. Das wären dann Aber KNX-Geräte aus nem VEB-Kombinat und nicht von verschiedenen im Wettbewerb stehenden Anbietern. Das funktioniert ja auch beim neuesten Versuch einer Protokollstandardisierung Matter nicht. weil die Hersteller sich eben in ihren Funktionen abgrenzen wollen und dann ist eben nicht alles an featuren 100% Plug and play. und warum sollten wir uns das im KNX antun das man dann für jedes gerät wieder Herstellerspezifische Apps antun muss um das ans laufen zu bringen.

              Das die ETS intelligenter werden kann für einen schnelleren Workflow, gerne jeder zeit aber alle KNX-Geräte plug and play per KI oder sonstwas verknüpft? OG Hager Easy, BJ-F@H L&J, und demnächst Gira und MDT bauen ja sowas aber das funktioniert ja auch nur innerhalb deren Geräte-Park, trotz irgendwie KNX-Logo auf dem Karton (Ausnahme BJ-F@H).


              Macht Ihr mal innerhalb HA alles per KI da bleibt genug zu tun, um das Ding verständlicher zu bedienen.
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                #8
                Den HA Part schlauer zu bekommen, habe ich noch keine richtige Idee zu. Was ich jetzt ab und zu mache ist Claude die Technischen Handbücher von KNX Geräten zu geben um schnell Lösungsvorschläge für Ideen zu bekommen. Dabei stellt er sich nicht schlecht an, Umsetzung dann halt von Hand über die ETS. Vielleicht könnte man Claude direkt die Projektdateien bearbeiten lassen wäre mir derzeit noch etwas zu heikel.

                tsb2001: mein Ansatz wäre z.B. einfach anhand der Planungsdokumente (PM Planung, Stromlaufplan, Raumbuch, etc..) GAs erzeugen zu lassen und danach automatisch bzw. supervised die ETS Konfiguration umsetzen zu lassen. Auch hier: zeitersparnis, schnellere Fehlerkennung- und Behebung.

                Wenn man überlegt wie kurzzeitig wir erst gute LLMS haben kommt da noch einiges auf uns zu. Ich bin überzeugt das es viele use cases gibt die über das Marketing AI bla bla vieler Firmen hinaus geht.

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                  #9
                  naja kannst ja mal bei der KNX-org darum bitten der ETS eine API zu verpassen, dann können auch die KI Agenten das Ding bedienen und dann kannst auch Deine generierten GA's da einpflegen. Wie gesagt den Workflow innerhalb der ETS kann man auf vielen Wegen noch verbessern.

                  Aber die ETS als alleinigen DQ-Kanal für die Parametrierung der Geräte selbst ist nicht verkehrt.
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                    #10
                    Eine KI kann doch schon Maus und Tastatur bedienen und somit auch die ETS…

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                      #11
                      Zitat von dash Beitrag anzeigen
                      mein Ansatz wäre z.B. einfach anhand der Planungsdokumente (PM Planung, Stromlaufplan, Raumbuch, etc..) GAs erzeugen zu lassen und danach automatisch bzw. supervised die ETS Konfiguration umsetzen zu lassen. Auch hier: zeitersparnis, schnellere Fehlerkennung- und Behebung
                      Dann hat man aber nur GAs.
                      Ich muss aber trotzdem die Geräte in die ETS einfügen, die Geräte konfigurieren und die GAs richtig verknüpfen.

                      Die letzten beiden Punkte sind jedoch in keiner wirklichen Doku zu finden, denn die sind Kundenwunsch. Denn damit definiere ich für den Anwender, welcher Präsenzkanal in welchem Raum welchen Dimmaktor zu welcher Tageszeit oder Helligkeit wie angesteuert wird.
                      Ob ich dem Kunden zuhöre und mir das einfach in der ETS zusammenklicke, oder einer KI „als Wunschvorstellung“ des Kunden via Text erkläre - der Aufwand zeitlicher Art wird sich nicht wirklich verändern.
                      Prinzipiell könnte das zwar auch der Kunde selbst machen. Wenn aber mangels Info der Einbaulage (Drehung) eines Präsenzmelders die KI nicht weiß, wo Bereich 1, 2 oder 3 ist, dann geht gleich mal alles in die falsche Richtung und bedarf händischer Korrektur.
                      Und dann steht am Ende noch 9600 Bits pro Sekunde, mit denen die Daten in die Geräte übertragen werden müssen. Und das dauert auch…

                      Wenn ich überlege, wieviele Arbeitsstunden draufgehen, um ein Haus elektrisch zu installieren - von der Rohinstallation über die Verdrahtung der Verteilung bis hin zur Montage der Leuchten - ist die Parametrierung des KNX-Systems im gesamten Errichtungsprozess ein so geringer Bruchteil, dass die Zeit (und das Geld) dafür eher sekundär ist.

                      Kommen noch die Kosten der KI: aktuell ist vieles noch Testphase, die Modelle lernen, passen an und geben aus. Mal besser, mal schlechter. Aber jede einzelne Rechenoperation kostet Geld. Der Server braucht Platz, die Netzanbindung frisst Geld und der Strom für die Serverfarmen wird proportional der KI-Nutzung ansteigen. Wenn ich bedenke, dass man noch vor 10 Jahren als E-Autonutzer an vielen Ladesäulen (auf der Arbeit, bei IKEA und an vielen Stellen mehr) noch kostenlos laden konnte, ist da jetzt ein Geschäftsmodell draus geworden. Umsonst gibt es nicht mehr.

                      Hier gilt auch: welche Firmen aktuell Milliarden alleine in die Firma Antropic (Claude KI) gesteckt haben, wollen die das irgendwann verzinst wieder zurückbekommen. Denn von denen (Amazon, Google, Nvidia, Microsoft und diverse Investoren) hat niemand „Sozialamt“ auf der Stirn stehen.
                      Folglich wird das wirtschaftlich lukrative Kostenmodell für die Investoren irgendwann die KI erreichen - frei nach dem Motto „I want my Money back!“. Denn jemand muss auch die Zeche für die Betriebskosten aufbringen und das investierte Geld zurückzahlen.
                      Das wirst dann zwangsläufig du oder der Kunde sein.

                      Dazu wird sich nach Angebot und Nachfrage früher oder später ein Preis für diese „Leistung“ finden. Ob der dann günstiger ist, als ein händisches Zusammenklicken der Konfiguration in der ETS; die Spekulation mag ich heute nicht treffen wollen…

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                        #12
                        Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
                        naja kannst ja mal bei der KNX-org darum bitten der ETS eine API zu verpassen, dann können auch die KI Agenten das Ding bedienen
                        API wäre Top, damit läufts am besten.

                        tsb2001 Absolut richtige Darstellung deinerseits. Es wird noch interessant wie sich das Thema weiterentwickelt, es ist zu hoffen, dass es Durchbrüche bei der Energieeffizienz geben wird.

                        Thema Zeitersparnis im Vergleich zu anderen Tätigkeiten: Die KI passt einfach ganz gut in meinen persönlichen Kontext: Die Parametrierung macht den Löwenanteil meiner Eigenleistung aus. Den Prozess von Beginn an mit
                        KI zu beschreiten wäre ein echter Mehrwert gewesen. Und ich meine nicht einfach blind „machen lassen“ sondern den Prozess begleiten, Lösungen anbieten, erläutern und „unter Beobachtung“ umsetzen. Ich bin davon überzeugt, das ich einiges an Zeit gespart und Dinge früher verstanden hätte.

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                          #13
                          Zitat von dash Beitrag anzeigen
                          KI zu beschreiten wäre ein echter Mehrwert gewesen
                          In manchen Bereichen stimme ich dir voll zu.

                          Aber: ich habe Arbeitskollegen, welche versucht haben, die VDE-Vorschriften mittels KI zu interpretieren. Leider sammelt die auch nur öffentlich verfügbares Material zusammen; nicht aber den reellen Inhalt. Den sieht Chat GPT ebenso nicht, wie jeder Nutzer des Internets ohne gültiges Abo. Das hat zu Fehlinformationen geführt, da die KI auch nur die Daten wiedergibt, die sie sammeln kann. Und wenn öffentliche Foren Vorschriften falsch auslegen, brabbelt die KI das einfach falsch nach…

                          Zweiter Punkt:
                          Ich habe selbst (den Thread kannst du hier nachlesen) versucht, eine eigene Kachel in HomeAssistant nachzubauen. Leider wurden die Entitäten an Rechner ordnungsgemäß dargestellt, auf einem Android-Panel waren die nicht zu sehen. Chat GPT hat mir stoisch erklärt, dass das Panel in der Konfiguration kein JavaScript kann. Ich habe dann versucht, das ganze anders zu lösen. Ist mir aber nicht gelungen. Nach ein paar Tagen grübeln und Unterstützung hier aus dem Forum wurde klar, dass entgegen der Aussagen der KI das Panel das sehr wohl kann. Was lediglich anders umgesetzt wurde, war die Skalierung. Es war einfach außerhalb des sichtbaren Bereichs. Mehr nicht. Die Aussagen waren einfach nur falsch; und der generierte Code um das anders darstellen zu können (ohne JS) hat nie funktioniert.

                          Zwei Beispiele die zeigen, dass die KI alles andere als ein Allheilmittel ist. Zumindest mit dem Wissensstand von heute. Das kann in 10 Jahren ganz anders aussehen. Ob das Wissen dann jedoch günstig zu haben sein wird; ich kann es mir nicht vorstellen.

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