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RCD Typ F - Stand der Dinge

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  • tsb2001
    antwortet
    Zitat von kbabioch Beitrag anzeigen
    Spätestens mit etwaigen Notstromversorgungen hat man nämlich auch im TN-Netz ein Problem, da die meisten Systeme ja den Kurzschlussstrom zum Auslösen eines B-Automaten gar nicht hinbekommen (bzw. aufgrund ihrer elektronischen Bauart man ohnehin Typ B RCDs verbauen muss/müsste).

    Sprich: Lohnt sich der Verzicht auf ein RCD bei der KNX-Spannungsversorgung wirklich?
    Du betrachtest das nüchtern von der Kostenseite; unter dem Motto, kann man machen, kostet doch eh nicht viel.

    Nimmt man die technische Seite, hinterfragt man das Schutzziel. Welche Gefahr habe ich und wie kann ich diese Gefahr abmildern?
    • Gefahr für Menschen durch Körperdurchströmung: Nein. Das ganze Konstrukt ist weder handgeführt, noch ist es in einer gefährlichen Umgebung, und ist in Verteilern eingebaut und somit mehrfach gegen zusätzliches Berühren geschützt. Des Weiteren sitzt die ganze Elektronik eingebettet in ein Kunststoffgehäuse. Es wird also nie zu einer Situation kommen, bei der das Gerät in einem bestimmungsgemäßen Anwendungsfall für einen Menschen gefährlich werden kann.
    • Schutz von Sachwerten: im schlimmsten Fall kann das Gerät tatsächlich anfangen zu brennen (das kann aber eigentlich jedes elektrische Gerät). Daher kommen manche Vorschriften, Endstromkreise auch bei Festanschlüssen ebenfalls mit RCDs abzusichern (z.B Landwirtschaft mit 300mA wegen Brandgefahr (z.B. bei Getreidemühlen, Heugebläsen, o.ä. - alles wegen beispielsweise brennbaren Stäuben)). Da dieses Netzteil jedoch auf Hutschiene in einem Verteiler mit notwendiger Schutzart verbaut ist und dessen Kunststoffe selbstverlöschend sein müssen, ist bauartbedingt eine Brandgefahr schon stark gemindert. Zudem wird sich in einem SK-II-Verteiler kein Ableitstrom zum Gehäuse in einer Höhe einstellen, der ausreicht, um ein Feuer zu entzünden. Das Gehäuse ist vollständig isoliert und die Hutschienen über die Tragschienen zum Erdpotential nochmals zusätzlich.
    Bleibt noch das Restrisiko, das beim Erdschluss innerhalb des Netzteiles (die haben ja einen PE) ein Erdschlusstrom auftreten kann. Das Risiko ist aber genau so groß, wie ein interner Kurzschluss im Netzteil.
    Dagegen muss etwas gemacht werden. Und da bedarf es einer Betrachtung, dass es in dieser Situation IMMER das Abschaltkriterium Kurzschluss eingehalten werden MUSS.

    Und daher steht immer im Fokus, dass die Schleifenimpedanz so gering sein muss, dass eine gesicherte Auslösung im Kurzschlussfall gegeben ist. Wenn diese im TN-Netz im Kurzschlussfall gegeben ist, ist diese im Erdschlussfall ähnlich groß. Auch da wird dann eine saubere Auslösung stattfinden.

    Und genau da ist dein Denkfehler: was bringt dir bei Absenkung der Kurzschlussleistung im notstrom-versorgten Netz der RCD vor einem fest installierten Gerät innerhalb einer Verteilung, wenn du damit nur den Erdschlussfall absicherst, der Kurzschlussfall durch den Kurzschlussauslöser des vorgeschalteten Schutzorgans jedoch wegen fehlendem Kurzschlussstrom nicht mehr gegeben ist? Nichts!

    Daher: wenn ein Netz mit veränderter Kurzschlussleistung durch Netzersatz versorgt werden soll, muss zwingend in jedem Stromkreis die Abschaltbedingung im Kurzschlussfall geprüft werden. Denn bei diesem Fehlerfall nutzt Dir der RCD nie etwas…

    …da brennt dir auch die Kaffeemaschine in der Küche auf der Arbeitsplatze trotz RCD ab, wenn innerhalb des Geräts L und N am Ein/Aus-Schalter zusammenbacken und der LS wegen mangelndem Kurzschlusstrom nicht auslöst.
    Zuletzt geändert von tsb2001; 29.10.2022, 09:46. Grund: Schleifenimpedanz fälschlich „hoch“ geschrieben, statt „gering“

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  • ewfwd
    antwortet
    Ist halt überflüssig da bei einem erdschluss im TN der LSS diesen absichert. Die Spannungsversorgung selbst ist ohnehin immer ein Plastikgerät.
    Was du zu Notstrom schreibst macht keinen Sinn.
    einen Kurzschluss zwischen L und N würde auch ein RCBO nicht zum auslösen bringen wenn der kurzschlussstrom nicht fliest in dem Fall würde/sollte ohnehin deine Notstromversorgung abschalten.

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  • kbabioch
    antwortet
    Zitat von Hubertus81 Beitrag anzeigen
    Wer ein TN Netz hat wird das KNX Netzteil aber wohl eher ohne Fi betreiben.
    Weil ich hier gerade bei der Recherche bzgl. Typ F RCDs drüber gestolpert bin (auch wenn der Thread schon etwas älter ist).

    Wie handhabt ihr das mit der Spannungsversorgung im TN Netz? Sichert ihr die wirklich ohne RCD ab? Ja, mir ist bewusst, dass die VDE das nicht fordert (kein Endstromkreis, usw.). Mit welchem Argument? Kostenersparnis? Anlagenverfügbarkeit? Wenn man dem KNX-Netzteil ein FI/LS spendiert kostet das zwar ca. 30 EUR, dafür hat man max. Verfügbarkeit und trotz allem zusätzlichen Schutz (KNX-Netzteil ist eigentlich galvanisch getrennt und doppelt isoliert, usw.). Ich sehe aber bis auf die 30 EUR keinen Nachteil. Alternativ kann man das auf einen LS hängen, der an einem "Sonstiges" RCD hängt. Hier leidet etwas die Verfügbarkeit, aber auch hier hat man dann Schutz gegen Fehler (im Verteiler, etc.).

    Spätestens mit etwaigen Notstromversorgungen hat man nämlich auch im TN-Netz ein Problem, da die meisten Systeme ja den Kurzschlussstrom zum Auslösen eines B-Automaten gar nicht hinbekommen (bzw. aufgrund ihrer elektronischen Bauart man ohnehin Typ B RCDs verbauen muss/müsste).

    Sprich: Lohnt sich der Verzicht auf ein RCD bei der KNX-Spannungsversorgung wirklich?

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  • Hubertus81
    antwortet
    Sind genauso für den Personenschutz zugelassen. Also auch zulässig Steckdosen damit zu sichern.
    Mir persönlich schwebt da vor: Kühlschrank, Netzwerkschrank, KNX Netzteil usw. Wer ein TN Netz hat wird das KNX Netzteil aber wohl eher ohne Fi betreiben.
    Zuletzt geändert von Hubertus81; 05.11.2021, 01:47.

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  • livingpure
    antwortet
    Haben kurzzeitverzögerte (außer dem Preis) irgendeinen Nachteil? Angeblich ist der Personenschutz doch genauso gut.

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  • Hubertus81
    antwortet
    Zitat von plat72 Beitrag anzeigen
    Ein Typ F FI/LS wie der Siemens 5SV1316-3KK16 liegt mit ~44€ ja nur noch 10€ über der Typ A Variante.
    Die F Variante ist zudem Kurzzeitverzögert. Finde ich auch für Kühlschränke, EDV Technik usw aus dem Grund ganz interesant. Gibts natürlich auch als A Variante aber da ist der Preis dann je nach Typ wirklich schon gleich.
    Bin aus dem Grund auch am überlegen gleich auf Typ F zu setzen, alternativ hätte ich einen A in der Ausführung superresistent, kurzzeitverzögert gekauft. Typ F ist immer kurzzeitverzögert so wie ich das sehe. Zumindest bei Siemens.

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  • livingpure
    antwortet
    Ja gut, auf die Marge komme ich nicht. aber dann weiß ich, wer mir die günstig besorgen kann

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  • uzi10
    antwortet
    Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
    Mal davon abgesehen, dass mir ein RCD Typ C nicht bekannt ist, hätte ein Typ B jemals irgendwo 35€ gekostet, hätte ich wohl den gesamten Bestand leergekauft ….
    Wieso wir kaufen noch immer ähnlich billig ein die Eaton XGA Fis. Aber wir kaufen auch ein paar 1000 im Jahr für unseren Verteilerbau. Also nicht unüblich. Die Marge macht den Preis und nicht der Hornbach. Der verdient 100% dran sowie bei den Automaten

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  • zierroff
    antwortet
    Deswegen meinte ich auch das ist der einzige der zugelassen ist.
    Den meisten 1TE RCD/RCBO fehlt das elektromechanische Messwerk und sind daher zurecht nicht zugelassen.

    Hier von Siemens ein PDF das er die Entsprechenden DINs hat.
    https://www.voltimum.de/sites/www.vo...whitepaper.pdf

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  • larsrosen
    antwortet
    Ja habe ich, da steht aber darüber nix.

    Ich hab mein Beitrag extra wieder gelöscht, aber dennoch:

    https://vplt-live.eu/wp-content/uplo.../RCBO-VPLT.pdf

    ABB hat ein Zertifikat für die RCBO
    https://library.e.abb.com/public/2b7...6zlthAOypXXpdU

    Der oben genannte auch:
    https://cache.industry.siemens.com/d...?download=true


    das VDE Label sagt nur aus, das es nach VDE geprüft ist. Aber nicht für welche Anwendungen es zugelassen ist.
    Gerade bei Steckdosen RCD gibt es einige die nicht zugelassen sind für den Personenschutz.
    Zuletzt geändert von larsrosen; 04.11.2021, 11:13.

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  • zierroff
    antwortet
    Jep meinte die Charateristik es war spät...

    [Edit]
    Zuletzt geändert von zierroff; 04.11.2021, 11:16.

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  • larsrosen
    antwortet
    [EDIT]
    Das ist ja ein RCBO..... kein RCD.
    Zuletzt geändert von larsrosen; 04.11.2021, 10:17.

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  • hthoma
    antwortet
    Ich denke, da war eher die Charakteristik des LS Teils gemeint ...

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  • livingpure
    antwortet
    Mal davon abgesehen, dass mir ein RCD Typ C nicht bekannt ist, hätte ein Typ B jemals irgendwo 35€ gekostet, hätte ich wohl den gesamten Bestand leergekauft ….

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  • zierroff
    antwortet
    Es gibt von vielen anderen Herstellern Fi/LS in 1TE. Aber diese entsprechen in der Regel nicht der VDE und tragen daher kein Logo.

    Siemens ist der einzige mir bekannte der in Deutschland zugelassene FI/LS in 1TE vertreibt.
    Die sind aber teuer geworden . Vor Corona gabs die Teile egal ob Typ B oder Typ C für ~35€.

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