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Da in Deutschland keinerlei Norm existiert, die eine Versorgung einer allseits verwendeten Schukosteckdose mittels Fehlerstfomschutzschalter vom Typ F zwingend vorschreibt, muss in dem Fall der Hersteller dafür sorgen, dass entweder bauartbedingt kein Gleichfehlerstrom entsteht; oder dieser Fehlerschutz schlimmstenfalls im Gerät selbst realisiert wird.
Dann ist es aber witzlos wenn Hersteller von Fi Schaltern damit werben man möge doch besser Typ F für Spülmaschinen, Waschmaschinen etc einsetzen. Quasi alle Geräte dieser Art haben einen Stecker und sind vo einem Laien in Betrieb zu nehmen. Danach wäre es reinster Dummenfang wenn Siemens und Co sagen "willste nicht besser unseren teureren Typ F Fi kaufen? Der ist viel besser geeignet für deine Spülmaschine" (bzw "willst du deinen Kunden nicht besser den Typ F installieren")
Soll heißen gewisse Geräte sind dann einfach raus was das Marketing betrifft. Ich kann dann vielleicht noch sagen "hier für deine Umwälzpumpe ist Typ F besser!" Aber für Stromkreise wo eh am Ende ne Schuko Steckdose dransteckt reicht dann Typ A aus..
Ja im Grunde kann der Elektriker nicht wissen was du für ne Spülmaschine, Waschmaschine etc bekommst. Wenn der nen Stromkreis explizit dafür vorbereitet (eigene Steckdose) dann müsste er eigentlich Typ F einplanen um auf der sicheren Seite zu sein...
Nö.
Steckerfertige Geräte, die durch Laien angeschlossen werden können, in dem diese in eine bauseits errichtete Schutzkontaktsteckdose gesteckt werden können, müssen zwangsläufig den CE-Vorschriften entsprechen.
Sprich - die müssen die Konformität nachweisen, an einer Schukosteckdose betrieben werden zu können, ohne eine schädliche Rückwirkung im Fehlerfall zu erzeugen.
Da in Deutschland keinerlei Norm existiert, die eine Versorgung einer allseits verwendeten Schukosteckdose mittels Fehlerstfomschutzschalter vom Typ F zwingend vorschreibt, muss in dem Fall der Hersteller dafür sorgen, dass entweder bauartbedingt kein Gleichfehlerstrom entsteht; oder dieser Fehlerschutz schlimmstenfalls im Gerät selbst realisiert wird.
Einfaches Beispiel: die Eingangsbeschaltung eines normalen PCs hat innerhalb des Netzteils Leiterbahnenstärken, die maximal 6 Ampere vertragen. Trotzdem hat das Ding einen normalen Stecker für die Steckdose, die mitunter mit 16A abgesichert ist.
Damit nichts passiert, baut der Hersteller einfach eine Feinsicherung oder ähnliches ein und sorgt damit intern für den Schutz, was von außen nicht möglich sein wird.
Du wirst folglich nie einen handelsüblichen PC kaufen können, bei den in der Anleitung der Text sein wird „Sie dürfen das Gerät nur an einer Schukosteckdose mit 6A betreiben. Sollte der Stromkreis über eine größerer Absicherung verfügen, lassen sie den Leitungsschutz auf 6A reduzieren.“
Übrigens: bedingt durch den Brückengleichrichter und der Glättung vor dem Schaltglied des getakteten Netzteils könnte übrigens auch gegen das Metallgehäuse ein Gleichfehlerstrom fließen können,
Die Eingangsbeschaltung ähnelt nämlich sehr stark den eines Frequenzumrichters.
Hast du dir also jemals beim reinstecken eines PC-Netzteils in die Steckdose die Gedanken dazu gemacht, ob dieser nicht besser an einen RCD Typ F betrieben werden muss?
Aber woher soll der Elektriker wissen, ob das Gerät z.B. glatte Gleichfehlerströme erzeugt oder nicht.
Ist doch ganz einfach: wenn es in den elektrischen Anschlussbedingungen des Gerätes vorgeschrieben wird, muss man es machen. Steht es nirgends, ist es nicht notwendig. Der ausführende Installateur muss ja keine Glaskugel besitzen, um sowas zu erraten. Der Hersteller weiß das, gibt das vor und man muss es ausführen. Wenn es nicht erwähnt ist - dann eben nicht…
Bei Wärmepumpen, und Wallboxen machen sich die Elektriker meiner Erfahrung nach noch Gedanken um den RCD Typ. Beim Rest in aller Regel nicht, da wird Typ A verbaut weil "wir das schon immer so gemacht haben"
Ja im Grunde kann der Elektriker nicht wissen was du für ne Spülmaschine, Waschmaschine etc bekommst. Wenn der nen Stromkreis explizit dafür vorbereitet (eigene Steckdose) dann müsste er eigentlich Typ F einplanen um auf der sicheren Seite zu sein... Der Kunde wird doch nicht mit nem Elektriker absprechen welchen Kühlschrank er jetzt genau sich anschaffen wird... Der wird wenn an dem Teil nen Stecker ist auch nicht nochmal nachträglich anrufen "hallo Herr Elektriker ich habe jetzt Kühlschrank Modell xy gekauft, kann ich das an die Steckdose in der Küche unten Rechts anschließen?"
Entweder geht "man" hin und sagt "Kühlschränke, Waschmaschinen etc müssen so gebaut werden dass sie an Typ A betrieben werden können" oder man müsste hingehen und zumindest bei Neuanlagen sagen "für Kühlschrank, Waschmaschine usw muss es Typ F sein!"
Auch wenne Hersteller bist und nen neuen Staubsauger auf den Markt bringst der aber Typ F benötigt frage ich mich eher ob man VDE mäßig nicht eher da ansetzen sollte die Hersteller in die Pflicht zu nehmen dass sie dafür Sorgen dass das Teil problemlos auch an nem Typ A betrieben werden kann...
Son Ding wird ja auch mal verliehen, ist also ziemlich Weltfremd wenn nen Stecker dran ist nen Typ F RCD haben zu wollen (aus Sicht eines Herstellers)
Bei Geräten die nicht Steckerfertig sind, okay. Muss eben offiziell der Elektriker kommen wenn man so ein Gerät zuhause in Betrieb nehmen will für den elektrischen Anschluss...
Zuletzt geändert von Hubertus81; 01.03.2025, 20:02.
Da das Gerät höchstwahrscheinlich fest angeschlossen wird, benötigt es (zumindest im TN-Netz) gar keinen RCD.
Dann stellt sich weiter die Frage, ob das Gerät überhaupt glatte Gleichfehlerströme im Fehlerfall erzeugen kann, oder ob der Hersteller das konstruktiv unterbunden hat. Das sagt am Ende die Installationsanleitung bzw. die gemachten -vorgaben des Herstellers passend zu der erworbenen Anlage.
TT-Netz, also braucht es einen RCD. Der Hersteller schreibt nur erforderlicher Schutzschalter. Ist mir jetzt schon öfters aufgefallen, dass man es dem Elektriker überlässt welcher RCD installiert werden soll. Aber woher soll der Elektriker wissen, ob das Gerät z.B. glatte Gleichfehlerströme erzeugt oder nicht. Ist bei einer Split-Klimaanlage ein Typ F ausreichend, oder muss es ein Typ B sein? Wenn man mehrere Typ B braucht, ist das ganze nicht so günstig.
Ich dachte mir halt im Keller ist die UV eh größer da brauchste dann nicht die teureren 1TE RCBOs nehmen. In den Wohnung UV ist Platz eher ein Thema da machen die 1TE RCBO vorallem Sinn... Nur bei der Standardgröße B16 Typ A spare ich da nur nen paar Euro ggü den 1TE Version, und bei Typ F zahle ich mehr als das doppelte... Da kann ich dann auch direkt alles 1TE machen...
Vermutlich werden 1TE RCBOs langfristig Standard werden sprich öfter verkauft und werden entsprechend günstiger sein.
Wenn ich klassisch von ein RCD mit 8 LSS ausgehe kann ich pro 12TE 8 Stromkreise absichern. Wenn ich nun auf RCBOs gehe in 2TE habe ich nicht nur einen Aufpreis ich kann auch nur noch 6 Stromkreise absichern, also weniger als vorher. Daher dürften für viele die 1TE RCBOs dann interessanter sein..
Zuletzt geändert von Hubertus81; 01.03.2025, 19:35.
Ich glaube das auch.
Der Siemens punktet mit seiner einen Teilungseinheit; da wird vermutlich wesentlich mehr von verkauft, als von dem mit 2 TE (der im übrigen auch 10kA abschalten kann). Letztgenannter verkauft sich wahrscheinlich viel schlechter.
Bei Hager relativiert sich das wieder, da die schlichtweg keinen mit einer Teilungseinheit anbieten. Da kostet der mit 2 TE das gleiche, wie der Siemens mit einer einzigen…
Was mich irgendwie wundert ist der hohe Preis von Typ F RCBO in 2TE Breite. Der Aufpreis für die 1TE RCBOs finde ich noch moderat aber der Preis für einen 2TE RCBO sprengt in meinen Augen irgendwie jeden Rahmen...
Werden diese Typ F RCDs in der Praxis für einphasige Split-Klimaanlagen verbaut?
Das lässt sich so gar nicht beantworten.
Da das Gerät höchstwahrscheinlich fest angeschlossen wird, benötigt es (zumindest im TN-Netz) gar keinen RCD.
Dann stellt sich weiter die Frage, ob das Gerät überhaupt glatte Gleichfehlerströme im Fehlerfall erzeugen kann, oder ob der Hersteller das konstruktiv unterbunden hat. Das sagt am Ende die Installationsanleitung bzw. die gemachten -vorgaben des Herstellers passend zu der erworbenen Anlage.
Werden diese Typ F RCDs in der Praxis für einphasige Split-Klimaanlagen verbaut? Ich hatte schon mal bei einer Installationsfirma angefragt, die kannten den Typ F gar nicht. Gibt es einen Grund Typ B trotzdem zu verbauen, obwohl nur 1 Phase oder vielleicht 2 für 2 Außengeräte benötigt werden?
Zu deiner letzten gestellten Frage habe ich keine Antwort.
Meine bisherigen Aussagen bezogen sich lediglich auf die Frage, ob es sinnvoll ist, ein KNX-Netzteil über einen RCD abzusichern. Und das habe ich beantwortet.
Als Anmerkung zu deiner Annekdote:
Da das erste „T“ bei beiden Netzformen (TN und TT) die gleiche Funktion erhält (Sternpunkt ist geerdet), spielt es technisch gesehen überhaupt keine Rolle, ob die Kundenanlage nun ebenfalls als „T“ oder als „N“ behandelt wird.
Der Netzbetreiber erdet den Sternpunkt des Erzeugers generell (kein Netzbetreiber baut ein IT-Netz).
Folglich ist es technisch sekundär, wie der Installateur die Anlage baut; sofern er die Besonderheiten des TT-Netzes kennt und die sicherheitsrelevanten Kriterien einhält. Einzig verstößt er gegen die Vorgaben des Netzbetreibers.
Da es aber auch dort Mischformen innerhalb eines Netzteils gibt (Altanlagen laufen noch auf TT-Netz, bei Neuanlagen steht aber mittlerweile in der TAB das TN-Netz), funktioniert beides und ist vielen Netzbetreibern daher schlichtweg egal.
Der Installateur hat es da schwieriger, da er sich die Anlage anschauen muss, bevor er Änderungen vornimmt.
Mit Hoffen auf die niemals unterbrochene Erdungsanlage im TT-Netz spielt es überhaupt keine Rolle, ob vom Netzbetreiber ein TN-Netz gefordert ist. Die Erdungsanlage ist ein wichtiger Teil im TT-Netz, daher ist eine Unterbrechung immer ein Problem. Bedingt durch die dementsprechenden Schutzmaßnahmen ist aber trotzdem eine gefährliche Körperdurchströmung zuverlässig verhindert, da bei fast allen Stromkreisen im TT-Netz eh ein 30mA-RCD gefordert ist. Und bei einer Körperdurchströmung fließt der Strom ohnehin über die Füße in den Boden und zum Sternpunkt des Erzeugers zurück. Und das passiert ungeachtet der Netzform (außer IT) und und der Erdungsanlage. Kommen mehr als 30mA zum fließen, löst der aus. Sind es wegen ungünstiger Erdungsbedingungen weniger, ist die Höhe des Strom unterhalb der Loslasschwelle oder man merkt es gar nicht (z.B. isolierter Standort in alten Fachwerkhäusern mit Holzböden).
Insofern hat der Mitarbeiter des Netzbetreibers mit seiner Aussage „Ist mit egal“ sogar recht…
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