Zitat von kbabioch
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Nimmt man die technische Seite, hinterfragt man das Schutzziel. Welche Gefahr habe ich und wie kann ich diese Gefahr abmildern?
- Gefahr für Menschen durch Körperdurchströmung: Nein. Das ganze Konstrukt ist weder handgeführt, noch ist es in einer gefährlichen Umgebung, und ist in Verteilern eingebaut und somit mehrfach gegen zusätzliches Berühren geschützt. Des Weiteren sitzt die ganze Elektronik eingebettet in ein Kunststoffgehäuse. Es wird also nie zu einer Situation kommen, bei der das Gerät in einem bestimmungsgemäßen Anwendungsfall für einen Menschen gefährlich werden kann.
- Schutz von Sachwerten: im schlimmsten Fall kann das Gerät tatsächlich anfangen zu brennen (das kann aber eigentlich jedes elektrische Gerät). Daher kommen manche Vorschriften, Endstromkreise auch bei Festanschlüssen ebenfalls mit RCDs abzusichern (z.B Landwirtschaft mit 300mA wegen Brandgefahr (z.B. bei Getreidemühlen, Heugebläsen, o.ä. - alles wegen beispielsweise brennbaren Stäuben)). Da dieses Netzteil jedoch auf Hutschiene in einem Verteiler mit notwendiger Schutzart verbaut ist und dessen Kunststoffe selbstverlöschend sein müssen, ist bauartbedingt eine Brandgefahr schon stark gemindert. Zudem wird sich in einem SK-II-Verteiler kein Ableitstrom zum Gehäuse in einer Höhe einstellen, der ausreicht, um ein Feuer zu entzünden. Das Gehäuse ist vollständig isoliert und die Hutschienen über die Tragschienen zum Erdpotential nochmals zusätzlich.
Dagegen muss etwas gemacht werden. Und da bedarf es einer Betrachtung, dass es in dieser Situation IMMER das Abschaltkriterium Kurzschluss eingehalten werden MUSS.
Und daher steht immer im Fokus, dass die Schleifenimpedanz so gering sein muss, dass eine gesicherte Auslösung im Kurzschlussfall gegeben ist. Wenn diese im TN-Netz im Kurzschlussfall gegeben ist, ist diese im Erdschlussfall ähnlich groß. Auch da wird dann eine saubere Auslösung stattfinden.
Und genau da ist dein Denkfehler: was bringt dir bei Absenkung der Kurzschlussleistung im notstrom-versorgten Netz der RCD vor einem fest installierten Gerät innerhalb einer Verteilung, wenn du damit nur den Erdschlussfall absicherst, der Kurzschlussfall durch den Kurzschlussauslöser des vorgeschalteten Schutzorgans jedoch wegen fehlendem Kurzschlussstrom nicht mehr gegeben ist? Nichts!
Daher: wenn ein Netz mit veränderter Kurzschlussleistung durch Netzersatz versorgt werden soll, muss zwingend in jedem Stromkreis die Abschaltbedingung im Kurzschlussfall geprüft werden. Denn bei diesem Fehlerfall nutzt Dir der RCD nie etwas…
…da brennt dir auch die Kaffeemaschine in der Küche auf der Arbeitsplatze trotz RCD ab, wenn innerhalb des Geräts L und N am Ein/Aus-Schalter zusammenbacken und der LS wegen mangelndem Kurzschlusstrom nicht auslöst.

aber dann weiß ich, wer mir die günstig besorgen kann
. Vor Corona gabs die Teile egal ob Typ B oder Typ C für ~35€.
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