Zitat von knxodernix
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Wirtschaftlichkeit von PV Anlage (in der aktuellen Situation)
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Ja genau das meinte ich. Denn das heißt ja, selbst bei vollem Sonnenschein im Sommer werden wir (wenn auch sehr gering) immer Gaskraft im Netz haben und nach Merit Order damit dann entsprechend teuren Strom.
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Die 30 Minuten aber auch nur wenn genügend Dampf vorgehalten wird. Wenn Du den auch erst noch erzeugen musst, und die Leitungen aufwärmen, damit er nicht kondensiert, dauert es sicher länger.
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Korrekt.Zitat von vento66 Beitrag anzeigenAusgleichen schon, aber dazu muss es laufen.
Hatten mal eine Führung im modernsten Gaskraftwerk in Europa hier in Irsching. Der neueste Block benötigt etwa 8 min zum Kaltstart und etwa 30 min bis Volllast.
Aber eigentlich ist die Anlage dafür konzipiert Stromschwankungen im Netz auszugleichen und "fährt" deswegen immer im "Standgas". Bei Bedarf kann die die Turbine dann innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auf volle Leistung hochgefahren werden.
Obwohl seit etwa 2010 bekannt ist, das die Stromproduktion mit Gas viel zu teuer ist hält man daran fest als Reservekraftwerke. Und durch das Merit-Order Prinzip wird das dann zum Problem.
Da die Preisbindung jetzt doch fallen soll (die EU bewegt sich immer nur, wenn alles den Bach runtergeht) ist fraglich, ob der Strompreis dauerhaft so hoch bleibt.
Und auch eine neue PV-Anlage ist im Endeffekt nur eine Wette auf die Zukunft mit weiter hohen Preisen. Bei 10Cent pro kw/h oder weniger wäre hier die Diskussion nach 2 Post beendet gewesen.
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Ausgleichen schon, aber dazu muss es laufen. Du kannst die benötigte Leistung ziemlich schnell regulieren. Aber so ein Ding von 0 auf Start zu bringen dauert Tage.
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Ja da hast du natürlich auch Recht.
Aber ist es denn realistisch, dass zeitweise überhaupt keine Gaskraftwerke mehr laufen?
Ich dachte die seien gerade dafür da, die Schwnakungen der PV kurzfristig auszugleichen.
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Wobei der Andreas aber nicht nur
sondern auchZitat von Inselino Beitrag anzeigenDas wäre für die PV-Anlagen eher schlecht.
geschrieben hat. ;-)Zitat von Andreas1 Beitrag anzeigenIn der aktuellen Situation wäre es natürlich vorteilhaft. Ziel muss aber sein, dass die Gaskraftwerke wieder viel seltener laufen als derzeit.
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Ich habe das Gefühl du willst mich aber auch missverstehen.Zitat von gbglace Beitrag anzeigenJa aber wohl kaum der kleine EFH Solarbetreiber über den wir hier reden
Nein natürlich wird das aktuell so nicht abgerechnet und passiet so nicht.
Aber hyman hatte vorgeschlagen:
Womit er vermutlich private PVs meinte denn für Solarparks gilt Merit Order ja.Zitat von hyman Beitrag anzeigenWenn das Merit-Order-Prinzip gilt, dann bitte auch für Solarstrom.
Darauf die Antwort von Andreas:
Worauf ich entgegnete, dass das in der Vergangenheit für PV schlecht war aber in der aktuellen Marktlage reicht selbst zur besten Mittagszeit ein einzelnes Gaskraftwerk um den höchsten Preis zu bestimmen und damit wäre Merit Order auch für private PV Anlagen gut.Zitat von Andreas1 Beitrag anzeigenDas wäre für die PV-Anlagen eher schlecht.
Ich finde die Idee auf jedenfall sehr spannend, auch wenn ich weder beurteilen kann, wie sowas volkswirtschaftlich dann aussieht noch, ob das sinnvoll umsetzbar wäre.
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Ja aber wohl kaum der kleine EFH Solarbetreiber über den wir hier reden, welches EVU rechnet denn die Stromzähler in Einspeiserichtung so stündlich/minütlich ab um dem aktuellen Börsenpreisen zu folgen.Zitat von Inselino Beitrag anzeigenum den Preis für alle zu treiben und damit eben auch größere Gewinne an Solaranlagenbetreiber auszuschütten.
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In der Vergangenheit war das so, da lag auch die Einspeisevergütung über dem Marktpreis. Aktuell liegt sie aber deutlich darunter und dank Merit Order reicht ja schon ein Gaskraftwerk mit hohen Preisen, um den Preis für alle zu treiben und damit eben auch größere Gewinne an Solaranlagenbetreiber auszuschütten.Zitat von Andreas1 Beitrag anzeigenDas wäre für die PV-Anlagen eher schlecht. PV-Anlagen haben das Problem, dass sie quasi alle gleichzeitig produzieren und gleichzeitig nicht produzieren. An schönen Sommertagen ist es bereits jetzt so, dass der Strom an der Börse nichts wert ist.
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Das wäre für die PV-Anlagen eher schlecht. PV-Anlagen haben das Problem, dass sie quasi alle gleichzeitig produzieren und gleichzeitig nicht produzieren. An schönen Sommertagen ist es bereits jetzt so, dass der Strom an der Börse nichts wert ist. Die PV-Betreiber würden dann maximal die 2,5 cent bekommen die auch Kohle und AKW erhalten. Dagegen sind die 12ct schon viel.Zitat von hyman Beitrag anzeigenWenn das Merit-Order-Prinzip gilt, dann bitte auch für Solarstrom. Der wird auch zu Spitzenlastzeiten, in denen Gaskraftwerke laufen und 20 oder mehr ct/kWh wollen, mit unter 12 ct/pro kWh vergütet.
In der aktuellen Situation wäre es natürlich vorteilhaft. Ziel muss aber sein, dass die Gaskraftwerke wieder viel seltener laufen als derzeit.
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Im Stromnetz ist die Nachfrage nie größer als das Angebot. Würde das passieren käme es zu einem Brownout, also einem Absinken der Netzspannung und Netzfrequenz.Zitat von Andreas1 Beitrag anzeigenWenn die Nachfrage größer ist als das Angebot, dann geht der Preis nach oben - immer.
Man kann Strompreise auch ganz anders als nach dem Merit-Order-Prinzip festlegen. In den USA werden Strompreise z. B. von (teilweise sogar demokratisch gewählten) Kommissionen festgelegt. Natürlich ist auch diese Vorgehensweise nicht ohne Mängel. Unsere FDP würde sowieso "Planwirtschaft" schreien. Aber es ist nun mal so, dass ein freier Markt keineswegs alles am Besten regelt -- jedenfalls nicht im Sinne des Gemeinwohls. Das wissen sogar die in den USA, die im Gegenzug manches sozialistisch finden, was bei uns so läuft.
Wenn das Merit-Order-Prinzip gilt, dann bitte auch für Solarstrom. Der wird auch zu Spitzenlastzeiten, in denen Gaskraftwerke laufen und 20 oder mehr ct/kWh wollen, mit unter 12 ct/pro kWh vergütet. Man sieht schon: Alles hübsch so geregelt, dass es den großen Energieversorgern die Taschen voll macht. Ist ja auch kein Wunder nach 16 Jahren Lobbyarbeit vom Feinsten und Teuersten unter der KlimaHooliganKanzlerin ...
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Ohje - ich wünsche dir viel Erfolg dass es ne brauchbare Anlage wird - weil ich finde den Gesamtpreis für die heutige Zeit nicht realistisch. Erscheint mir mit Montage zu günstig. Ich habe auch im Januar/April bestellt und nicht die extremen Preissteigerungen bekommen. Habe aber gerade jede Rechnung hier und da ich jetzt schon weiß wieviele Tage ich bis jetzt auf dem Dach war und nicht fertig bin - noch dazu die Gerüstkosten 1500 Euro für 8 Wochen … nuja viel Erfolg!
Edit: Noch dazu habe ich Ziegel für die man Sonderlösungen wieder braucht was einfach mal 2500 Euro Mehrkosten hat netto ohne Einbau! Und garantiert aufwändiger ist im Einbau als Standart!
Wirtschaftlichkeit bedeutet für mich eigentlich auch dass die Anlage ohne Pfusch gebaut wird und man sich darauf verlassen kann . Ob du den Betrieb kennst ist das eine - aber umsonst arbeitet heute niemanden mehr noch dazu die gestiegenen Materialkosten. Im Pv Forum sieht man derzeit realistischere Preise!Zuletzt geändert von McKenna; 19.09.2022, 20:54.
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Ich spreche generell von Brutto. Ich kenn den Betrieb, der Preis ist schon sehr gut. Hoffe dass der auch da bleibt…
Das Auto kann idR tagsüber geladen werden.
Ja, das mit der Speichergröße ist so eine Sache. Ich denke der große Speicher macht echt keinen Sinn. Werde mir mal die Software besorgen.
Ich bin aber bereit fürs Gewissen da nicht die letzten paar Prozent Wirtschaftlichkeit rauszuholen. Wenns halbwegs passt, erfreue mich auch wenn da eine hohe Autarkie angezeigt wird.
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Kurz dazu, zumindest die USt. auf den Eigenverbrauch solltest du rausrechnen, bei 5ct sind das immerhin 90€ im Jahr.Zitat von FrankMaier Beitrag anzeigenWir haben 10kWp und 7.7kWh Speicher. Wir hatten eine Effizienz von 92,8%, 234 Zyklen und bei 30 cent/kWh eine Ersparnis von 1,8MWh*30 Cent = 540 Euro.
Ich komme kurz auf die Punkte, die ich schon den ganzen Thread über anspreche die man hier wieder deutlich sieht.Zitat von FrankMaier Beitrag anzeigenDer Speicher hat mich ohne MwSt. 4600 Euro gekostet.
1. Ja die Anlage ist so für dich super und auch wirtschaftlich rentabel das möchte ich nicht bestreiten, die Zahlen sprechen für sich
2. Du hast mit 6,3 MWh einen Verbrauch, der deutlich über dem Durchschnitt liegt. Leider habe ich auf die Schnelle keine Kurve gefunden, sonst hätte ich dir auch gesagt zu den Top wieviel % du gehörst
2. 4600€ für 7.7kWh entspricht 600€/kWh das ist natürlich ein Preis, zu dem auch meine Grafik zeigt, dass es sich oberhalb von 200 Zyklen unter 10 Jahren amortisiert. Also auch ich, der das rein wirtschaftlich betrachtet hätte einen Speicher als sinnvoll erachtet. Aktuelle Speicherpreise liegen aber eben jenseits der 1000€/kWh und damit weit weg von deiner Anschaffung
3. Du hast eine andere Motivation und ich denke das ist ein viel besserer Beweggrund als der finanzielle. Denn wie wir auch hier sehen, so riesig ist der Gewinn nicht, wenn man Geld machen will gibt es bessere Investments als so ein Speicher.
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Es hängt stark von den Verbrauchsprofilen ab…z. B. ob die Autos tagsüber geladen werden können oder nur nachts über die Batterie?Zitat von kmk85 Beitrag anzeigenWas haltet ihr von dem Setup, was würdet ihr machen?
Am Besten die Testbersion von PVsol installieren und selber für den individuellen Fall simulieren.
Aus dem Bauch heraus: die Wärmepumpe nuckelt dir im Winter ratzfatz den Speicher leer und tagsüber wird der oft nicht voll werden. Und im Sommer ist der Speicher für Den Nachtverbrauch (ohne Autos) sicher viel zu groß. Aber wie gesagt, großer Unsicherheitsfaktor: Auto.
Wenn die 48T€ netto sind und für alles inkl. ist das m.E. ein guter Preis. Wenn die Brutto sind, dann ist das sogar verdächtig günstig.Zuletzt geändert von jcd; 19.09.2022, 17:53.
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