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Wirtschaftlichkeit von PV Anlage (in der aktuellen Situation)

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  • MarcusF
    antwortet
    Grundversorgung kann doch der Versorger nicht mehr kündigen, da fällt man ohne Vertrag ohnehin rein. Der Preis ist aber schon happig, zur Zeit ist in den meisten Tarifgebieten der Grundversorger günstigster Anbieter - E.ON verlangt bei uns 33,36 ct/kWh brutto. Wie lange noch ist halt die Frage.

    Bei den derzeitigen Preisen sind die ganzen Wirtschaftlichkeitsrechungen für PV oder Speicher aus den letzten Jahren nur noch Makulatur. Aber da gerade die Abkehr vom Merit-Order-Prinzip beim Strompreis diskutiert wird, macht das die Rechnung für die Zukunft ebenso unsicher. Zur Zeit lassen die Stromkonzerne ihre Gaskraftwerke laufen, um exorbitante Gewinne aus billig produziertem Kohle-, Wind und PV-Strom einzufahren. Das kann auf Dauer nicht so bleiben.

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  • gibsonrocker
    antwortet
    Ja, dass habe ich auch schon gehört. Bei einem Widerspruch nutzen einige Anbieter ihr Sonderkündigungsrecht von Ihrer Seite.

    Aber jetzt wirds Off-Topic....

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  • FrankMaier
    antwortet
    Zitat von hyman Beitrag anzeigen
    Einer solchen Erhöhung würde ich mal direkt widersprechen.
    Und dann? Schon mal etwas weiter gedacht?
    Dann kündigen die ihm eben den Vertrag, wird ihnen gerade recht sein. Und er, er darf sich dann nach einem neuen Anbieter umsehen, und da sind wir bei Coburg >66 Cent/kWh. Super Tipp!

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  • Inselino
    antwortet
    Fun Fact mal ganz am Rande, die EEG Umlage würde (wenn man sie nicht vorzeitig abgeschafft hätte) bei den steigenden Preisen als Bremse funktionieren. Da die Differenz zwischen Strom aus Öl/Gas/Kohle und Ökostrom dann negativ wird.

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  • MatthiasS
    antwortet
    Zitat von Hochpass Beitrag anzeigen
    Und das bestimmt bei 100% Ökostromtarif.
    Natürlich. Und auch noch regional hier erzeugt.

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  • hyman
    antwortet
    Zitat von MatthiasS Beitrag anzeigen
    Gerade hier verkündet:
    Ab dem 1. November 2022 betragen die Bruttopreise für Strom von der SÜC:

    in der Grundversorgung (Eintarifmessung, Gemeinden bis 25.000 Einwohner):
    62,34 ct/kWh

    im veste.strom.direkt (Eintarifmessung, Gemeinden bis 25.000 Einwohner):
    59,18 ct/kWh
    Einer solchen Erhöhung würde ich mal direkt widersprechen. Sollen die mal anständig in Übereinstimmung mit §315 BGB begründen oder eine gerichtlche Ersatzfeststellung vornehmen lassen. Bis dahin zahlt man einfach den alten (sicher zu niedrigen) Preis.

    Besonders dreist: Im Mieterstromtarif wird der Inhouse erzeugte Strom mit 39ct/kWh abgerechnet. Und das obwohl der im Schnitt wahrscheinlich nicht mal die Hälfte davon kostet ... und auch kein Netz braucht.

    Nur mal zum Vergleich:
    • Vattenfall nimmt in Berlin 33,12 (27,83) ct/kWh
    • EnBW nimmt in Stuttgart 37,31 (31,35) ct/kWh
    Zuletzt geändert von hyman; 18.09.2022, 08:42. Grund: Vergleichspreise für Berlin und Stuttgart hinzugefügt

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  • Hochpass
    antwortet
    Zitat von MatthiasS Beitrag anzeigen
    Gerade hier verkündet:
    Und das bestimmt bei 100% Ökostromtarif.

    Ich frag mich die ganze Zeit wer sich eine goldene Nase mit meinem Strom verdient wenn ich den für 7.8 cent verschenke? Da würde ich mal klingeln wollen..

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  • gibsonrocker
    antwortet
    Ich will mehr Einspeisevergütung(!) - wenn ich schon so ein wertvolles Gut zu verkaufen habe.

    Edit: Ich habe mal aus Interesse in meine Excelberechnung von 2021 für das ganze Jahr den Strompreis auf 60ct erhöht. Da erhöht sich dann schon auch meine "gesparte" Energie um einiges. Da kommt dann fast das doppelte an Amortisation dabei rum. Also doch alles richtig gemacht.
    Zuletzt geändert von gibsonrocker; 18.09.2022, 01:42.

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  • jcd
    antwortet
    Ja schon, aber ohne PV wärs ja noch teurer 😅

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  • gibsonrocker
    antwortet
    Wenn der Preis bei uns so steigt brauch ich mich trotz PV auch nicht freuen (Ost/West Anlage mit 8 kWp + Speicher mit 8 kWh).

    Den Zukauf im Winter finanziert uns quasi die Überproduktion im Sommer (der Rest ist dann weiterhin Gewinn). Wenn ich im Winter jetzt für solche Preise einkaufen muss dann schmilzt der Gewinn der Anlage noch mehr.

    Oder habe ich jetzt einen Denkfehler?

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  • Messknecht
    antwortet
    Alles richtig gemacht würde ich sagen.

    Bei diesen Preisen muss man auch garnicht mehr nachrechnen.

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  • MatthiasS
    antwortet
    Gerade hier verkündet:

    Ab dem 1. November 2022 betragen die Bruttopreise für Strom von der SÜC:

    in der Grundversorgung (Eintarifmessung, Gemeinden bis 25.000 Einwohner):
    62,34 ct/kWh

    im veste.strom.direkt (Eintarifmessung, Gemeinden bis 25.000 Einwohner):
    59,18 ct/kWh
    Kalkuliert haben wir mit 29 c + 4 prozentiger Steigerung pro Jahr. Das war also "unseriös" bzw. Schönrechnerei? Der Preis ab November 2022 wäre dann erst in 18 Jahren vorgesehen gewesen. Shit happens.
    Zuletzt geändert von MatthiasS; 17.09.2022, 17:48.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen

    Wenn Du schon den 392 Seiten umfassenden Bericht verlinkst, dann lies ihn bitte auch.
    Habe ich. Ich darf aber auch verlinken ohne zu lesen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Ich habe auch nichts bewertet, sondern darauf hingewiesen, dass hier Aussagen wie "grüner Beitrag" ohne jeglichen Nachweis der Validität in den Raum geworfen werden.
    Ich habe auch nichts bewertet oder behauptet. Ich habe bei meiner Aussage auch bewusst den Konjunktiv benutzt. Ich habe nur einen Denkanstoss liefern wollen. Bitte nicht persönlich nehmen oder zu sehr reinsteigern nur weil das radikale Wort "grün" verwendet wurde. Auch habe ich mich bereits für das ungewollte kapern dieses Beitrages entschuldigt.

    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Ich könnte genauso behaupten, ich leiste mit meinem 340PS-Diesel eine Beitrag fürs Klima, weil ich damit den Verkauf eines aus Klimasicht völlig schwachsinnigen Tesla verhindert habe.
    Mach doch! Aber zuerst wird hier bitte fertiggerechnet!




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  • dreamy1
    antwortet
    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Die Ökobilanz/CO2-Bilanz von PV-Anlagen ist nun wirklich kein Geheimnis. Das diese in der ersten Wochen oder Monaten grünen Strom produzieren ist natürlich Unfug.
    Dies geht aber oft deutlich schneller als viele denken.
    Die positive CO2 Bilanz einer PV Anlage abzusprechen oder gar zu leugnen ist aber noch größerer Unfug.
    Wenn Du schon den 392 Seiten umfassenden Bericht verlinkst, dann lies ihn bitte auch. Wenn Du (wie wohl die meisten) die PV-Module aus China hast, dann sieht die Welt auf einmal gar nicht mehr so grün aus (z.T. >80g CO2-eq/kwh). Ich habe auch nichts bewertet, sondern darauf hingewiesen, dass hier Aussagen wie "grüner Beitrag" ohne jeglichen Nachweis der Validität in den Raum geworfen werden.
    Ich könnte genauso behaupten, ich leiste mit meinem 340PS-Diesel eine Beitrag fürs Klima, weil ich damit den Verkauf eines aus Klimasicht völlig schwachsinnigen Tesla verhindert habe.

    Interessant sind übrigens auch die "Empfehlungen" in dem Bericht wie die Annahme von 15 und 30 Jahren Lebensdauer für die Inverter bei Berechnungen....tja...so kann man natürlich auch rechnen.

    Das wars dazu, das wollte ich nochmal kurz loswerden.

    Zitat von Messknecht Beitrag anzeigen
    Der Rechenweg ist das Ziel
    Da bin ich dabei. Vielleicht hat ja jemand genaueren Einblick in die Technik der Speicherelektronik und kann eine Aussage zur Position der Leistungsmessungen treffen. Auch wie das Thema Eigenverbrauch des WR mit eingerechnet/gemessen wird.

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  • Messknecht
    antwortet
    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Mach doch mal einen neuen Thread auf - mich würde interessieren, warum jeder automatisch eine PV, Speicher und E-Auto mit "grünem Beitrag" gleichsetzt.
    Ich glaube nicht, dass jeder das automatisch tut. In meiner Bubble tun dies die wenigsten.

    Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
    Ich kenne keinen einzigen, der mal eine gescheite CO2-Bilanz seiner neuen Investitionen über den Lifecycle aufgestellt hat - um darzustellen, ob es tatsächlich ein Beitrag fürs Klima war oder ein Beitrag für den Unternehmensgewinn in der Industrie. Silizium, Lithium, Glas und all die schönen Dinge fallen nicht vom Himmel. Verschrottungsnachweise für die fürs E-Auto in Zahlung gegebenen -funktionierenden- Verbrenner habe ich auch noch nie erlebt, die fahren dann halt in Afrika weiter und leisten dort ihren Beitrag fürs Weltklima.
    Die Ökobilanz/CO2-Bilanz von PV-Anlagen ist nun wirklich kein Geheimnis. Das diese in der ersten Wochen oder Monaten grünen Strom produzieren ist natürlich Unfug.
    Dies geht aber oft deutlich schneller als viele denken.
    Die positive CO2 Bilanz einer PV Anlage abzusprechen oder gar zu leugnen ist aber noch größerer Unfug.

    https://www.umweltbundesamt.de/sites...otovoltaik.pdf

    https://www.google.de/search?hl=de&s...lanz+pv+anlage

    Aber nun gut. Sorry dafür dass ich versucht habe einen anderen Aspekt in diese Diskussion einzubringen der nicht zum ursprünglichen Thema passt.
    Und jetzt bitte weiterrechnen! Der Rechenweg ist das Ziel, nicht das Ergebnis.

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