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Temperaturschwankungen bei FBH

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  • Marcus81
    antwortet
    Hab gestern Abend und heute Nacht wieder bisschen gespielt...

    Da es heute Nacht allerdings deutlich milder war, als die Tage zuvor,
    wird das wieder ein Schuss ins Blaue gewesen sein.

    Für den hydraulischen Abgleich habe ich vom Heizer Berechnungsblätter
    für OG und EG erhalten, danach werden die Durchflussmengen pro Raum
    eingestellt. Soweit die Theorie... wie macht Ihr das in der Praxis?

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  • evolution
    antwortet
    Zitat von DiMa Beitrag anzeigen
    Wie schafft man sowas?
    Diese Frage stelle ich mir auch...

    Allein durch das Öffnen der Türen und/oder Hineinscheinen der Sonne ändern sich die Raumtemperaturen auch mal um 1K, in Bädern oder in den Südräumen mit großen Fensterflächen auch mal um 2K. Und das trotz ERR.

    Also plausibel sind Änderungen von weniger als 0,2K aus meiner Erfahrung nur, wenn die Fenster, Haus- und Zimmertüren eher nicht geöffnet werden, keine KWL vorhanden ist, nicht gekocht wird und konsequent beschattet wird. Dies ist bei uns am ehesten der Fall, wenn ich im Urlaub bin und wenn ich bei der Abreise vergessen habe die Anwesenheitssimulation sowie KWL anzuschalten...

    Edit:
    Zitat von maitscha Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist das Haus unbewohnt
    wäre auch eine plausible Erklärung!

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von DiMa Beitrag anzeigen
    Wie schafft man sowas? Ich habe max. drei Räume im Haus, in denen überhaupt so stabile Bedingungen bzgl. äußere Einflüsse (Sonne, Anzahl der Personen im Raum, Kochen, Kaminofen usw.) vorliegen, dass man das erreichen könnte - und da klappt das auch ganz gut mit 0.2 -0.3K. In allen anderen Räumen sind die Temperaturschwankungen allein durch externe Einflüsse >> 0.2K.
    Vielleicht ist das Haus unbewohnt

    Nein im ernst, ich schaff das auch nicht. Schon alleine wenn sich 2 Personen in demselben Raum aufhalten steigt die Temperatur unweigerlich um 0,5 - 1 Grad, bei Kamin oder Sonneneinstrahlung noch im einiges mehr.

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  • DiMa
    antwortet
    Zitat von MarcusF Beitrag anzeigen
    Im letzten Monat hatten wir hier Aussentemperaturen zwischen -8 und +15 °C. Meine Heizung läuft ohne ERR rein aussentemperaturgeführt und hat es in diesem Zeitraum geschafft, die Raumtemperatur mit unter 0,2 K Abweichung konstant zu halten.
    Wie schafft man sowas? Ich habe max. drei Räume im Haus, in denen überhaupt so stabile Bedingungen bzgl. äußere Einflüsse (Sonne, Anzahl der Personen im Raum, Kochen, Kaminofen usw.) vorliegen, dass man das erreichen könnte - und da klappt das auch ganz gut mit 0.2 -0.3K. In allen anderen Räumen sind die Temperaturschwankungen allein durch externe Einflüsse >> 0.2K.

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  • maitscha
    antwortet
    Nach den gewonnen Erkenntnissen der letzten Tage hab ich jetzt ein paar grundsätzliche Fragen:
    • Macht es überhaupt Sinn einzelne Räume/Bereiche kühler zu fahren als andere? Ich hab z.B. im Vorraum 19,5 Grad, im Wohnbereich 21,5 Grad eingestellt? Der hydraulische Abgleich wird ja dadurch wesentlich schwieriger.
    • Für was sind noch Stellventile notwendig, wenn die FBH ordentlich abgeglichen wurde? Eventuell um Temperaturschwankungen (z.B. Sonneneinstrahlung) abzufangen? Sollte das nicht der einzige Grund für Stellventile sein?
    • Kann ein hydraulischer Abgleich auch schon stattfinden, wenn ich im Fußbodenheizungsverteiler die Durchflussmenge der einzelnen Kreise anpasse?

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von MarcusF Beitrag anzeigen
    Im letzten Monat hatten wir hier Aussentemperaturen zwischen -8 und +15 °C. Meine Heizung läuft ohne ERR rein aussentemperaturgeführt und hat es in diesem Zeitraum geschafft, die Raumtemperatur mit unter 0,2 K Abweichung konstant zu halten. Das sollte also eine Heizung mit ERR wohl auch mindestens schaffen, wenn sie korrekt abgeglichen ist.
    Das ist natürlich toll. Hast du den Abgleich berechnet/berechnen lassen oder empririsch ermittelt? Hier steht z.B. beschrieben wie er berechnet werden kann, aber das scheint ja doch von so vielen Faktoren abzuhängen ...

    Vielleicht sollte man eh mal die Heizung einen Winter laufen lassen, bevor man anfängt Stellmotoren und Heizungsaktoren in Betrieb zu nehmen.

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  • MarcusF
    antwortet
    Im letzten Monat hatten wir hier Aussentemperaturen zwischen -8 und +15 °C. Meine Heizung läuft ohne ERR rein aussentemperaturgeführt und hat es in diesem Zeitraum geschafft, die Raumtemperatur mit unter 0,2 K Abweichung konstant zu halten. Das sollte also eine Heizung mit ERR wohl auch mindestens schaffen, wenn sie korrekt abgeglichen ist.

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von DiMa Beitrag anzeigen
    Ich taste mich gerade auch an die "richtige" Heizkurve heran und bei mir beginnt sich jetzt schon abzuzeichnen, dass der hydraulische Abgleich nicht korrekt gemacht wurde. Wenn man stabilen Betrieb erreicht, wenn einige HK 100% geöffnet sind und andere nur 30% (ohne zusätzlichen Heizeintrag), dann ist das ein eindeutiger Hinweis.
    Ja, scheint bei mir dasselbe zu sein. Und wenn das dann Räume betrifft, die näher beim Heizungsverteiler sind als andere, ist das wohl noch ein weiteres Indiz dass der hydraulische Abgleich nicht passt. Ich hab beim initialen Einstellen der Durchflussmengenbegrenzer im Heizungsverteiler nur darauf geachtet, dass alle Heizkreise dieselbe Durchflussmenge erhalten, nicht aber ob alle Räume ohne Regelung konstant warm bleiben.

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  • DiMa
    antwortet
    Zitat von maitscha Beitrag anzeigen
    Und ja, ein paar haben schon geschrieben dass die FBH ohne weiteres bei 100% Ventilöffnung laufen darf.
    Den Zusatz "bei erfolgtem hydraulischen Abgleich" nicht überlesen!

    Ich taste mich gerade auch an die "richtige" Heizkurve heran und bei mir beginnt sich jetzt schon abzuzeichnen, dass der hydraulische Abgleich nicht korrekt gemacht wurde. Wenn man stabilen Betrieb erreicht, wenn einige HK 100% geöffnet sind und andere nur 30% (ohne zusätzlichen Heizeintrag), dann ist das ein eindeutiger Hinweis.

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von nipponichi Beitrag anzeigen
    Meine Pumpe ist im Keller und versorgt EG, OG und Dachgeschoss mit FBH. Läuft im "Auto-Adapt"-Modus bei idR 7W (maximale Leistung 21W). Beheizte Fläche etwa 220qm, KfW70.
    7W ??!! Das ist doch spitze, unglaublich wie effizient heutzutage Pumpen sind. Ich glaub ich muss meine auch noch bissl runterschrauben

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  • nipponichi
    antwortet
    Zitat von maitscha Beitrag anzeigen
    Meine 15W sind ja auch nur relativ. Wenn die Heizungspumpe 2 Geschoße mit größerer Fläche bedienen muss, dann sind wahrscheinlich 25W auch normal.
    Meine Pumpe ist im Keller und versorgt EG, OG und Dachgeschoss mit FBH. Läuft im "Auto-Adapt"-Modus bei idR 7W (maximale Leistung 21W). Beheizte Fläche etwa 220qm, KfW70.
    Vorlauftemperatur 40 Grad (Gas). Mit Durchfluß gewichteter gemittelter Stellwert über alles runde 30% bei 0° Außentemperatur (könnte VT also absenken).

    Ich hatte früher auch bei 3 Räumen das Problem, daß die Temperatur zwar gehalten wurde, aber nach Abfall nicht mehr hoch kam. Der Tip vom Sani, die Pumpe höher zu stellen (und damit Auto-Adapt aus), fand ich irgendwie doof. Schließlich war der Durchlauf für die betroffenen Räume nur halb so groß wie berechnet, also der hydraulische Abgleich falsch. Nach Korrektur kein Problem mehr.

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Wie regelst du dass, das bei dir nicht alle gleichzeitig laufen?
    Ich dachte, optimal ist, wenn immer alle gleichmäßig laufen und
    nicht auf/zu gehen?
    Ich hab in meinem Haus 3 Bereiche definiert (Wohnbereich=Küche/Essen/Wohnzimmer, Büro=Büro1+Büro2, Vorraum=Vorraum/Garderobe/Bad). In jedem dieser Bereiche hängt ein Glastemperaturregler, der den Stellwert dem Heizungsaktor liefert. Dadurch kann jeder Bereich für sich eingestellt werden, und dann passiert es auch mal dass die Stellmotoren vom Büro komplett zu sind, weil das Büro nicht benutzt wird (z.b. über die Feiertage).

    Im Vorraum sind bei mir die Heizkreise nur 20-30% offen (wenn überhaupt), da der Vorraum innen liegt und außer der Haustüre nur geringe Wärmeverluste entstehen. Währenddessen das Büro an 3 Seiten Außenflächen besitzt, und von daher schon mal mehr geheizt werden muss um die Temperatur zu halten.

    Und ja, ein paar haben schon geschrieben dass die FBH ohne weiteres bei 100% Ventilöffnung laufen darf. Ich bin mir aber nicht sicher ob ich das jemals erreichen werde. Bin grad noch am experimentieren. Hab gestern die Vorlauftemperatur niedriger gestellt, und die Nachlaufzeit reduziert. Ob das wirklich den gewünschten Effekt bringt, werd ich erst in ein paar Tagen an den Auswertungen sehen.

    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Einstellung von heute Nacht, die immernoch aktiv ist:
    35°C VL, 25W Pumpe.

    Raumdifferenz zum Sollwert, im EG 0,3°, im OG wird momentan
    der Sollwert erreicht. Haben aber ein offenes Treppenhaus und die Wärme
    verschwindet nach oben. Das lässt sich also erst heute Nacht wieder beurteilen.
    Klingt ja eh nicht so schlecht. Meine 15W sind ja auch nur relativ. Wenn die Heizungspumpe 2 Geschoße mit größerer Fläche bedienen muss, dann sind wahrscheinlich 25W auch normal. Ich bin aber kein Heizungstechniker, und bin selber grad erst noch drann mittels Faustformelverahren meine Heizungsparameter zu bestimmen und zu optimieren.

    Interessant wäre eine interaktive Demo der PI-Funktion, wo man mittels verstellen der P- und I-Parameter sieht welche Auswirkung diese auf die Kurve haben -- hab aber noch nichts dergleichen im Netz gefunden. Das würd glaub ich einiges verständlicher machen.

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  • Marcus81
    antwortet
    Hi,

    gerwartet habe ich von heute Nacht 00:00 bis heute Mittag.
    Allerdings laufen alle Kreise momentan gleichzeitig.

    Wie regelst du dass, das bei dir nicht alle gleichzeitig laufen?
    Ich dachte, optimal ist, wenn immer alle gleichmäßig laufen und
    nicht auf/zu gehen?

    Einstellung von heute Nacht, die immernoch aktiv ist:
    35°C VL, 25W Pumpe.

    Raumdifferenz zum Sollwert, im EG 0,3°, im OG wird momentan
    der Sollwert erreicht. Haben aber ein offenes Treppenhaus und die Wärme
    verschwindet nach oben. Das lässt sich also erst heute Nacht wieder beurteilen.

    Technik: Theben HMT KNX und Heimeier EMOtec 24V Ventile im Verteiler.
    RTR machen MDT Glastaster.

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  • maitscha
    antwortet
    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Dein Beitrag hat mich gestern auch zum Forschen animiert..
    Das ist gut so

    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Also VL gecheckt, 43°C bei einem KFW70 Haus, 1 Jahr alt.
    Heizkurve dann von 0.8 auf 0.6 runter, VL jetzt 35°C
    43°C kommt mir bei so einem neuen Haus unheimlich viel vor, ich hab grad bei 0°C Außentemperatur 28°C Vorlauf (Heizkurve bei 0.3), und erreiche damit auch Solltemperatur, wenn das Aufheizen auch einen halben Tag oder Tag dauert.

    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Einzelne Räume, die weitentfernten werden nicht mehr 22°C warm. Also wieder in Keller, Dokumente rausgeholt, hydraulischen Abgleich
    angeschaut. Die benannten Räume erhalten nicht den berechneten
    Durchfluss. Dann alle Räume geprüft und nachgestellt. -> brachte
    kein Ergebniss, also Pumpenleistung erhöht.
    Wie lange hast du gewartet dass der Raum die Solltemperatur erreicht? Das kann ja unter Umständen einige Zeit dauern. Und wie hast du den hydraulischen Abgleich gemacht? Du müsstest ja im Fußbodenheizungsverteiler sehen dass alle Heizkreise gleich viel Zufluss bekommen (ich hab da so rote Schwimmer zum kontrollieren).

    Zitat von Marcus81 Beitrag anzeigen
    Pumpe läuft jetzt auf höchster Stufe mit 43W, kann das die Lösung sein oder doch wieder die Heizkurve erhöhen und höhere VL akzeptieren?
    43W kommt mir auch wieder viel vor, meine läuft zwischen 10 und 15W, bei 150m2 Fußbodenfläche und 3m Höhendifferenz. Es sind aber auch nie alle Kreise gleichzeitig offen.

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  • Marcus81
    antwortet
    Dein Beitrag hat mich gestern auch zum Forschen animiert..
    Siehe da ähnliches Problem. Ventile gehen schön munter auf und zu.

    Also VL gecheckt, 43°C bei einem KFW70 Haus, 1 Jahr alt.
    Heizkurve dann von 0.8 auf 0.6 runter, VL jetzt 35°C

    Einzelne Räume, die weitentfernten werden nicht mehr 22°C warm.
    Also wieder in Keller, Dokumente rausgeholt, hydraulischen Abgleich
    angeschaut. Die benannten Räume erhalten nicht den berechneten
    Durchfluss. Dann alle Räume geprüft und nachgestellt. -> brachte
    kein Ergebniss, also Pumpenleistung erhöht.

    Pumpe läuft jetzt auf höchster Stufe mit 43W, kann das die Lösung sein
    oder doch wieder die Heizkurve erhöhen und höhere VL akzeptieren?

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