
Schlimm aber, wenn dann die Physik dahinter nicht passt.
Begonnen hat es aus meiner Sicht mit dem plausiblen Beitrag von MarcusF:
Zitat von MarcusF
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Zitat von MarcusF
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Gaston schreibt nun aber:
Zitat von Gaston
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Zitat von Gaston
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Die folgenden Aussagen mögen dann zwar korrekt sein, stützen sich aber schon auf den Fehler in der ersten Überlegung.
Das Beispiel mit dem Wasserhahn und dem Eimer ist im übrigen ein schlechter Vergleich. Zwar mag es einen Zusammenhang geben, es gibt aber auch einen Unterschied.
Der Zusammenhang:
Sinkt der Wasserspiegel im Eimer, so konvergiert er nach Wiederaufdrehen an den alten Wert, er wird ihn aber nicht mehr erreichen können.
Würde die Heizung bei 70% verbleiben und die Zulauftemperatur gleich bleiben, so würde auch hier der gleiche Effekt erzielt, also die ursprüngliche Zimmertemperatur würde wieder erreicht werden.
Der Unterschied:
Die Zufuhrmenge des Wasserhahns ist im Beispiel ohne Abhängigkeit, also konstant.
Bei der Heizung aber würde die geringere Rückflusswärme auch zu einem Nachlassen der Zuflusswärme führen, wenn am Brenner (o.ä.) nicht nachgeheizt würde.
Die Energie kann also nicht magisch "herbeigezaubert" werden. Fehlt Energie im Haus durch die Nachtabsenkung, so muss diese wieder hinzugefügt werden. Ich kann hier nichts sparen. Die einzige Möglichkeit der Einsparung ist die, der geringeren Temperaturdifferenz. Und daher ist auch die Aussage der Einsparung von 41% weiter oben schlichtweg falsch, da man davon ausgeht, dass die fehlende Energie sich von alleine wieder zuführt. Und damit hätten wir dann doch das Perpetuum Mobile, welches Gaston schon ausgeschlossen hatte.
Noch eine Variante, von der so aber nicht gesprochen wurde:
Würde ich auch die Heizquelle nicht erhöhen und mit der niedrigeren Zulauftemperatur "leben", so würde natürlich auch irgendwann wieder die ursprüngliche Zulauftemperatur erreicht werden (wie im Wasserbeispiel oben). Allerdings ist dann die Frage, wie lange das ganze dauern würde. Da der Energieerhaltungssatz weiterhin Wirkung hat, müsste die Energieeinsparung weiterhin durch die geringere Innentemperatur gegeben sein. Im Beispiel wurden glaube ich 0,5K in 6 Stunden verloren. Das hat dann grob eine Einsparung bei 25K Temperaturdifferenz (Innen/Außen) von 1% bewirkt (am Ende der 6 Stunden 2%, am Anfang 0%, im Mittel also 1%). Damit die Einsparung also tatsächlich statt findet, müsste ich nun die restlichen 24% (41% bei 10 Stunden, 25% bei 6 Stunden) durch die langsamere Aufheizung und die immer noch vorhandene Temperaturdifferenz erreichen. Bei linearem Anstieg (ist natürlich in Wirklichkeit ein Bogen) wären das dann 6 Stunden mal 24 = 144 Stunden, bis ich ohne Erhöhung der Heizenergie wieder auf altem Wert angekommen bin. Da bis dahin wieder einige weitere Nachtabsenkungen hinzu gekommen sind, wäre ich rein praktisch nie mehr auf Solltemperatur, sondern würde bei besagter Einsparung etliche K darunter liegen (je nach Außentemperatur).
Gaston hat bestimmt mehr Ahnung von Heizungen als viele hier, will ich nicht abstreiten. Aber die Grundgesetze der Physik kann er nicht aushebeln.


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