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OBS - ein neuer Player in der Serverlandschaft?

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    OBS - ein neuer Player in der Serverlandschaft?

    Gerne stellen wir euch heute den open bridge server, kurz OBS, vor.

    OBS ist ein Open Source, unter MIT Lizenz veröffentlichter, Multiprotokoll Server, der sich von den Prinzipien des Timberwolf Server inspirieren liess:
    • Ein zentrales Objektmodell - Kern ist das Objekt, ein Datenpunkt, ein definierter, protokollunabhängiger Wert (z. B. „Temperatur Wohnzimmer”) unabhängig davon, woher die Daten kommen und wohin sie fliessen
    • Jedes Objekt steht im internen MQTT-Broker zur Verfügung, und ist somit auch für Drittsysteme ohne proprietäre Protokolle einfach nutzbar.
    • Die Schnittstelle zu den Protokollen wie KNX, MQTT, Modbus TCP, SNMP, um nur einige der aktuell integrierten zu nennen, sind sogenannte Adapter.
    • Im Kern sitzt ein Dispatcher (ein interner Event-Bus). Er bildet über Verknüpfungen die Schnittstelle zwischen Adaptern und Objekten.
    • Verknüpfungen gibt es in mehreren Ausprägungen: lesen, schreiben oder beides. Dadurch wird definiert, was bzw. wie ein Adapter mit dem Objekt kommunizieren darf.
    • Umrechnungsformeln, Wertemapping und Filter sind direkt auf Ebene der Verknüpfung integriert.
    • Zusätzlich zu den genannten Adaptern, sind auch Zeitschaltuhren, eine Anwesenheitssimulation sowie Adapter für Home Assistant und ioBroker an Bord. Dadurch können schnelllebige Cloudanbindungen aus dem bevorzugten Drittsystem angebunden werden.
    • Zusätzliche Protokolle (z.B. 1-Wire und Modbus RTU) können als Adapter integriert werden, der Kern bleibt unangetastet.
    • Langzeithistorisierungen können über eine externe InfluxDB oder TimescaleDB realisiert werden.
    • Zur Fehlersuche und Analyse steht eine Monitorfunktion mit umfassenden Filtermöglichkeiten bereit.
    • Ergänzt wird das Ganze durch ein Logikmodul mit klassischen Bausteinen erweitert um HTTP-API, ICalendar, XML- und JSON-Extraktoren, …
    • Widget basierende Visualisierung (inkl. RGBW, Jalousie, RTR, …) mit Berechtigungsmodell.
    Der OBS verfolgt eine API-First Strategie, sprich jegliche Operationen im GUI und der Visualisierung nutzen die dokumentierten API-Funktionalitäten. Dies eröffnet volle Verwaltungsfreiheit bis hin zur KI-Nutzung.
    Sicherheit und ein flexibles Rechtemanagement bilden das Fundament des OBS. Aus diesem Grund war Sicherheit nebst der Mehrsprachigkeit das Hauptaugenmerk im Juni Release. Im Juli wird es Performanceoptimierungen und das neue Rechtemanagement geben. Dadurch wird der OBS auch ein starker Player bei vermieteten Immobilien oder Gewerbeobjekten.
    Die aktuelle Visualisierung entspricht unserem Startmotto: Funktionalität zuerst, «schön» später. Aber bereits jetzt ist eine komplett neue Visualisierung in Entwicklung.

    Wieso ein neuer Server, wieso vom Timberwolf Server inspiriert?
    Als sich erste Fragezeichen bezüglich der Weiterentwicklung des von mir eingesetzten Timberwolf Servers abzeichneten, fasste ich den Entschluss einen Plan B haben zu wollen. Damit war die Idee des OBS geboren, Open Source, schnelle, kleine und kurze Entwicklungszyklen.
    Gestartet am 26. März 2026 als One-Man-Show, sind es heute bereits 6 aktive Entwickler, welche die Reise des OBS mitgestalten. Ja, man könnte auch Home Assistant, openHAB oder IP-Symcon als Alternative in Betracht ziehen aber die Stärken des zentralen Objektmodells mit den einfachen protollübergreifenden Anbindungen bietet aus unserer Perspektive keines der genannten Produkte.

    Eigentlich war geplant, erst zu einem späteren Zeitpunkt, mit der Verfügbarkeit der neuen Visualisierung, an die Öffentlichkeit zu treten. Auf Grund der Threads rund um «Edomi Optimierungen» und «Timberwolf Server. Ja/Nein?» haben wir uns entschlossen, diesen Schritt vorzuziehen und transparent zu informieren. Dazu gehört auch, was wir noch nicht oder noch nicht in «schön» können. So ist bspw. ein Plugin-System in Arbeit, um das Logikmodul einfach um eigene Bausteine erweitern zu können.

    Das Projekt findet ihr auf Github unter https://github.com/abeggled/openbridgeserver. Weitere Infos sowie der Link auf eine Demo Instanz sind unter https://www.open-bridge.io/de/ zu finden.

    Auch wenn OBS als Docker-Image sowie als LXC-Template zur Verfügung steht, wissen wir, dass Docker oder LXC-Container unter Proxmox nicht jedermanns Sache sind. Daher arbeiten wir in einem Schwesterprojekt am open bridge operating system, kurz OBOS, welches eine einfache und sichere Installation auf AMD64 und ARM64 Hardware ermöglicht. Ihr findet das Projekt auf Github unter https://github.com/abeggled/openbridgeos

    Daniel (abeggled), Yves (starwarsfan), Sebastian (mckaos), Jochen (jhaeberle), Henning (hkettler) und Michael (Killermann)


    Ein paar Screenshots (hell/dunkel Theme ist sowohl im Backend wie auch in der Visu enthalten)

    overview.png objects.png objects2.png adapter.png monitor.png filter.png logicmodul.png visu_overview.png
    visu2.png
    Zuletzt geändert von abeggled; Heute, 16:24.
    Gruss Daniel

    #2
    Sieht schon mal super aus vielen Dank für eure Arbeit und Mühe bis hier hin 👍👍👍

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      #3
      Gelöscht
      Zuletzt geändert von Punker Deluxe; Heute, 16:51.
      Punk ist nicht tot, Punk macht jetzt KNX

      Kommentar


        #4
        Ist das Werbung? Wurde das mit den Admins abgesprochen? Timberwolf... da war doch was...
        Nein ist es nicht, es ist eine Vorstellung von Open Source Software, allenfalls den Post nochmals genau lesen, danke.
        Zuletzt geändert von abeggled; Heute, 17:12.
        Gruss Daniel

        Kommentar


          #5
          Ich finde die Abkürzung ja irgendwie unpassend gewählt: https://obsproject.com/de Also ich denke eher daran.
          Dieser Beitrag enthält keine Spuren von Sarkasmus... ich bin einfach so?!

          Kommentar


            #6
            Ja, 3 Buchstaben Abkürzungen sind mal aufgebraucht und somit vergeben
            Ich investiere meine Zeit lieber in die Lösung als in die Namenswahl, aber ja zu gegebener Zeit sind wir sicher offen für geniale Vorschlage in lang und kurz
            Gruss Daniel

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              #7
              Mega!
              Ich hab das Github schon eine ganze Zeit mit großer Neugierde beobachtet.

              Ich war dort auf eine Notiz gestoßen, dass der Einsatz auf TWS Hardware angedacht ist. - Ist das tatsächlich eine realistische Perspektive?

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                #8
                Eine Zeit lang war ich der Meinung Chance >90%, aktuell kann ich es nicht abschätzen, da ich meinen 3500XL noch nicht geopfert habe.
                Aus Sicht der Nachhaltigkeit und der Schnittstellen, also alle ausser KNX, die entspricht heute leider nicht mehr den Anforderungen einer modernen Schnittstelle, wäre es wirklich super wenn es klappen würde. Interessanterweise stellt sich jedoch heraus, dass sich etliche nach 1-Wire <=> MQTT und Modbus RTU <=> MQTT umschauen und daher die Nutzung der vorhandenen Hardware gar nicht Priorität hat. Er freut mich aber, dass es doch noch Leute gibt, welche dies zu schätzen wüsten wenn es dann funktioniert.
                Gruss Daniel

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                  #9
                  Zitat von BadSmiley Beitrag anzeigen
                  Ich finde die Abkürzung ja irgendwie unpassend
                  Bitte keine Abstimmung für den Namen. Das ist erfahrungsgemäß der Anfang vom Ende 😁

                  Gruß Matthias
                  EIB übersetzt meine Frau mit "Ehepaar Ist Beschäftigt"
                  - PN nur für PERSÖNLICHES!

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                    #10
                    Zitat von MatthiasS Beitrag anzeigen
                    Das ist erfahrungsgemäß der Anfang vom Ende
                    wenn der Rest so geil ist dass man nur noch über den Namen diskutiert

                    Ich empfehle eine Recherche in der DPMA Datenbank, ob es einschlägige (Wort-)marken gibt. Sonst kanns teuer werden. Wobei evtl bist du als CH save keine Ahnung.

                    Mir gefällt schonmal gut was ich hier sehe.. und frage mich ob das ein Ersatz für edomi für mich werden könnte - HA ist so "fett".

                    Wie sind denn so die Systemanforderungen? Wenn der TWS als mögliche Plattform denkbar ist/war, kann es ja nicht so extrem sein, nicht?
                    OpenKNX www.openknx.de

                    Kommentar


                      #11
                      Für mich sieht das nach einem tollen Projekt aus.
                      Und wenn man dann sieht, in welcher Geschwindigkeit es sich entwickelt.

                      Ich werde es auf jeden Fall weiter beobachten und dann bald auch testen.

                      Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg.
                      Viele Grüße
                      Mirko

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                        #12
                        Zitat von Ing-Dom Beitrag anzeigen
                        Ich empfehle eine Recherche in der DPMA Datenbank, ob es einschlägige (Wort-)marken gibt. Sonst kanns teuer werden. Wobei evtl bist du als CH save keine Ahnung.
                        Recherche ist gelaufen, keine direkten Konflikte und bei OSS erachte ich es als weniger kritisch wie bei einem kommerziellen Produkt.

                        Zitat von Ing-Dom Beitrag anzeigen
                        Wie sind denn so die Systemanforderungen? Wenn der TWS als mögliche Plattform denkbar ist/war, kann es ja nicht so extrem sein, nicht?
                        RPi4/2GB reichen, klar haben ist immer besser als brauchen. Sonst entwickeln wir eine OpenKNX-Server-HW für den open bridge server?
                        Gruss Daniel

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