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Keine Ankündigung bisher.
Keine Zukunft von KNX im Einfamilienhaus
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Ich sehe das eigentlich anders. Den Elektrikern kann man in diesem speziellen Fall keine Vorwürfe machen, denn KNX betrifft nicht nur den Elektriker.
Das Problem der Häuslebauer ist in der Regel die Hausbaufirma itself. Ich habe da schon diverse durch und nicht eine einzige von denen konnte mit KNX überhaupt was anfangen. Die haben da ihre Packetpreise und fertig.
Ne KNX Anlage planen können und wollen die nicht. Die sagen maximal - kannste dann alles mit dem Elektriker klarmachen - 5000 Euro sind Packetpreis alles darüber ist dein Bier.
Und das ist ein Problem. Wenn hier der eine oder andere sagt er kommt mit KNX zu klassisch im Vergleich kostentechnisch fast gleich, dann hat er eben bei vielen anderen Gewerken mit denen der Elektrische nix zu tun hat auch KNX Komponenten eingesetzt und konventionellen Kram gespart. Das geht bei Raumtemperaturreglern los und hört bei den weggelassenen Bedienteilen der elektischen Jalousien nicht auf.
Die einzige praktikable Herangehensweise bei Eigenheim ist ein Architekt/Hausbaufirma die KNX mit einplant. Da kann man als Informatiker dann auch sagen nimm alles von MDT/Gira/Hager/whatever und ich mache die Programmierung selber. Klar kostet dort die KNX Planung, aber irgendeiner muss die schliesslich machen. Und das sollte nicht der Elektriker sein, denn den interessieren die anderen Gewerke auch nen Scheiss.
Ich glaube kaum das der dann mit dem Heizungsbauer mal fix plaudert und dem verklickert das der die RTR+Steuerung und Kabel weglassen und dafür mal nen günstigeren Preis machen soll. Das ist komplett unrealistisch. Von einer Integration der Lüftungsanlage kannste da träumen. Das sind alles Dinge die der HAUSPLANER machen muss und der muss deshalb KNX kompatibel sein. Der muss dem Elektrischen dann sagen - da 5 adrig Stern, da KNX Kabel, da Schalterdose, nix Kreuzschaltung Flur, gucken Plan, stellen dumm, einfach machen, danke.
Ohne so einen Plan zum Elektriker zu gehen ist einfach dumm und wird richtig teuer. Im besten Fall kriegste KEIN Angebot.
Cu Tarzanwiejane
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Es gibt noch weitere Gründe wesshalb man für solche Projekte einen Fachplaner einschalten sollte...
Das Problem ist immer, dass wen eine Firma die Planung und Ausführung übernimmt, dass gewisse Interessenskonflikte entstehen. Denn wenn man ganz ehrlich ist, lebt jede Firma vom Umsatz und der hängt auf dem Bau ganz direkt mit der Arbeitsleistung zusammen. Ein Elektromeister vertritt also die Interessen seiner Installationsfirm und nur zweitrangig die Interessen des Kunden. Der Fachplaner jedoch vertritt als Bauherrenvertreter die Interessen des Kunden und kennt die gesetzlichen möglichkeitun das Interesse durchzusetzen.
Ein weiterer Vorteil eines Fachplaners ist, dass die Fachplaner auf diversen Angebotsplatformen das Projekt des Kunden online einstellen kann. Damit erreicht der Fachplaner mit wehnig Aufwand sehr viele Installationsfirmen. Dabei vergibt der Fachplaner als Spezialist einen genau definierten Auftrag. Das macht es den Installationsfirmen sehr viel leichter zu kalkulieren. Und da der Fachplaner genau festgelegte Leistungen "einkauft" wird auch das Risiko des Elektrikers minimiert da Planungsfehler und Unsicherheiten zu lasten des Fachplaners gehen.
Eigentlich arbeiten Elektroinstallationsfirmen recht gerne mit Fachplanern zusammen da von anfang an klar ist, was man machen muss ohne grosse Überaschungen. Durch die genauen vertraglich festgelegten Leistungen und bestimmungen wie Mehrleistungen abgerechnet werden können bekommt dei Installationsfirma Sicherheit und einen Auftraggeber/Ansprechpartner der Ahnung von der ganzen Matgerie hat.
Der Fachplaner ist also quasi das Bindeglied zwischen Bauherr und Installationsfirma was auf beiden Seiten sehr hilfreich sein kann. Denn der Bauherr weiss einen Profi an seiner Seite der die Ausführung und das Budget überwacht und die Interessen des Bauherren vertritt. Die Installationsfirma hat einen kompetenten Ansprechpartner der bei einem konkreten Problem auch direkt eine Entscheidung im sinne des Bauherren treffen kann. Damit sind auch die Entscheidungswege kurz was den Bauvortschritt flüssig hält
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Letztlich ist die ganze Diskussion m.E. nicht Elektriker- geschweige denn KNX- spezifisch. In allen möglichen Berufsfeldern ist es normal, dass man sich erst um den Kunden kümmert und Zeit/Aquisekosten investiert, bevor dieser sich entscheidet. Und natürlich besteht das Risiko, dass der Kunde es sich trotz guter Beratung anders überlegt - das weiss jeder Media-Markt-Verkäufer.
Ich selbst habe teilweise Projekte beim Kunden, wo ich 20-100 Stunden rein in Vorleistung gehe bevor die Entscheidung fällt, ob ich Geld dafür sehe. Ich käme nicht auf die Idee, dafür die Schuld auf die undankbaren Kunden zu schieben (wie ich das hier bei dem einen oder anderen im Subtext lese) sondern sehe es als meine Aufgabe an, dem Kunden in dieser Phase zu vermitteln, wieso er besser mit mir als mit der Konkurrenz zusammenarbeitet. Die Umsetzungs-Quote liegt bei mir - wenn ich erstmal im Gespräch bin - bei etwa 80%, wobei bei den Abspringenden 20% meist schon relativ früh klar ist, das das nichts wird und somit der Arbeitseinsatz überschaubar.
Alles in allem kann ich jedenfalls gut verstehen, wieso Kunden nicht gleich vierstellige Beträge für etwas ausgeben wollen, von dem sie zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wissen, ob sie es letztlich brauchen/haben wollen/bezahlen können.
Als Elektriker würde ich im Zweifel dem Kunden einfach eine Musterkalkulation aus einem halbwegs vergleichbaren Projekt zeigen, damit er erstmal ein Gefühl für die Zahlen bekommt. Jedem normalen Kunden ist doch dann klar, dass andere Wandtaster nunmal auch einen anderen Preis haben etc...
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könntest du konkret den / die Artikel nennen die das thematisieren?Zitat von GLT Beitrag anzeigenÜbrigens ist in der Fachpresse derzeit das Angebotswesen in Bezug auf KNX derzeit ebenfalls Thema - sowohl LV, wie auch Individualangebot.
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Auf Basis der Planungunterlagen wollte mir kein Elektriker ein Festpreis Angebot erstellen, der Aufwand sich da reinzuarbeiten und zu Kalkulieren war denen einfach zu hoch.Bleibt also die Frage: wie kann eine funktionierende Herangehensweise in der Zusammenarbeit Elektriker - KNX Forumsleser funktionieren?
Daher habe ich den Weg nach Aufwand gewählt.
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Swiss, das ist eine sehr schöne Zusammenfassung.
Vielleicht noch ein paar Ergänzungen, die mir als Hausbauer Probleme bereiten:
Ich habe von Anfang an ein Zielbudget gehabt: irgendwie getrieben durch dieses Forum und der Einstellung nicht alles vom großen G haben zu wollen als auch als Informatiker Eigenleistung beisteuern zu können, wollte ich nicht mehr als x€ ausgeben.
Und jetzt gingen die Probleme los: wie bekomme ich die Planung so hin, dass ich das Budget nicht überschreite? Hardwarekosten sind ja leicht auszurechnen, herauszufinden ob ein Elektriker für die Restsumme die Verkabelung machen kann, ist angesichts der nicht verfügbaren Angebote quasi unmöglich.
Aus diesem Dilemma hilft der Planer Ansatz nur zum Teil (in meinem Fall) . Beispiel: ich hatte das Planungsangebot von Voltus vorliegen.
Es lag bei ca. 10-15% meines gewünschten Gesamtbudgets, wenn ich mich korrekt entsinne. Letztendlich habe ich das bei meiner Frau nicht durchgekommen, weil:
- trotzdem unklar war ob wir danach einen Elektriker finden, der die Planung dann mit dem verbleibenden Restbudget durchführen kann (also die Planung des Systemintegrators die ungefähre Preislage des Marktes so berücksichtigen kann, dass es halbwegs passt)
- unklar war, ob wir mit den Unterlagen des Systemintegrators dann auf einmal tatsächlich den Knoten der fehlenden Angebote durchbrechen können. Meine größte (möglicherweise unbegründete) Angst war, dass sich Elektriker ungern auf fremde Planungen einlassen, weil dann irgendwie das Ehrgefühl (ich hätte das mit KNX aber anders gelöst) vielleicht angeknackst ist.
Der zweite Punkt war für uns der entscheidende.
Die Angst Geld für den Planer ausgegeben zu haben, dann trotzdem weiter ohne Angebote dazustehen und am Schluss das Projekt KNX begraben zu müssen aber auf den Planerkosten, die ja im Falle des Abbruchs nicht ohne sind, sitzenzubleiben.
Was da geholfen hätte, hat hauptsächlich mit Vertrauensaufbau zu tun z. B. entweder:
- der Planer ist für mich nachvollziehbar so im Markt vernetzt, dass er mir sagen kann 'folgende Elektriker in deinem Raum können und werden mit meiner Planung relativ unkompliziert dir ein Angebot machen'. Vielleicht ist das ja in euer Branche sogar ne Selbstverständlichkeit weil LVs hinreichend normiert sind, als Hausbau Neuling weiß ich aber nicht, an welcher Stelle ich skeptisch sein muss und man hat ja auch schon die ersten Erfahrungen mit ausbleibenden Angeboten hinter sich.
- oder ich bekomme einen Satz Beispielunterlagen mit denen ich selber lostingeln kann und eine Vorabfrage bei Elektrikern machen kann "guck mal, wenn ich folgendes liefere, willst du dann mein Partner sein und kannst ohne großen Zeitaufwand ein Angebot machen?"
Zumindest bei Voltus gab's (damals) solche Beispielunterlagen nicht, und ohne ein Gefühl für das mögliche Endergebnis wurde der externe Planeransatz dann doch verworfen.
Bleibt also die Frage: wie kann eine funktionierende Herangehensweise in der Zusammenarbeit Elektriker - KNX Forumsleser funktionieren?
Machen wir uns nichts vor: wer hier liest und sein Haus planen will ist vermutlich die gefährlichste Kundengruppe überhaupt:
- eng begrenztes Budget (sonst würde man hier nicht anfangen sich ins Thema einzulesen)
- viel gefährliches Halbwissen, was der Elektriker vermutlich ausbaden muss.
Aber: wir haben Zeit und mangels fehlender Angebote sind wir zu fast allem bereit, nur um ein Angebot zu bekommen 😉
Das kann und sollte man sich als Elektriker zu nutze machen und kann z.B. risikominimierende Spielregeln aufstellen.
Beispiel für den KNX Low Cost Ansatz 'Elektriker macht eigentlich nur Verkabelung' :
- Bauherr stellt jedes Gerät mit Busanschlussklemme und programmiert es selber (schließlich will man sich in der Regel nicht in völlig fremde exotische Geräte einarbeiten die irgendwo 10€ billiger waren aber 5h mehr Aufwand in der Parametrierung bedeuten. Das darf der Sparfuchs Bauherr gerne selber ausbaden)
- Visu wird nur per Leerdose vorbereitet (sonst quasi unkalkulierbar bei engem Budget und großen Wünschen)
- Bauherr erstellt Grundriss mit allen Steckdosen und KNX Leerdosen und Lichtauslässen. Elektriker stellt dabei die Zeichnung eines Musterraums, damit die verwendeten Zeichen klar sind.
- Bauherr füllt eine vom Elektriker vorgegebene Liste mit Raumprogramm etc. aus (ich hatte z. B. immer ein schlechtes Gewissen, wenn sich jemand in meine Tabellen einarbeiten sollte und hätte sie liebend gern im Wunschformat des Elis bereitgestellt, damit er Zeit bei der Einarbeitung spart)
Wenn dann so alles im Sinne des Elektrikers vorliegt, könnte es mit der Angebotsstellung einfacher werden?
Aber vermutlich lohnt es sich auch nicht, weil bei jedem Elektriker womöglich nur einmal im Jahr so ein KNX User Forum Hausbauer Sonderling auftaucht.
Wie auch immer: bei mir beginnt nun am Montag nach ca 1 1/2 Jahren (!) Vorlauf und der Suche nach einem Partner die Rohinstallation mit einem Elektriker meines Vertrauens 😀
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf diesen Tag freue.
Die Frustration des Themenstarters kann ich aber nur mehr als zu gut nachvollziehen.
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Vielleicht. In meiner damaligen Situation (ähnlich wie beim Threadersteller) hat das geschilderte Vorgehen für mich einen Mehrwert dargestellt. Mein Mehrwert sowie die wirtschaftliche Situation haben dazu geführt.Der Planer hat sicherlich nicht für lau gearbeitet - und genau das ist der springende Punkt, da diese Leistung dem Angebot vorausgehen muß.
Übrigens, kein Handwerker hat Geld für sein Angebot bekommen. Der Architekt wurde auch nicht nach IHOAI bezahlt, sondern pauschal. Trotzdem waren Alle am Beteiligten zufrieden.
Ich bin jedesmal erstaunt, wie emotional das Thema Angebotserstellung diskutiert wird. Dabei ist doch jedem klar, dass bei einem Geschäft etwas "übrig" bleiben muss.
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Hallo swiss,
von mir erhälst du 100% Zustimmung. Du weißt wovon du schreibst.
Gruß
Stefan
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Da kann ich Swiss nur recht geben, teilweiße trifft man auf Leute ohne klare Vorstellung was, wie, wo und wann funktionieren soll.
Dann nimmt man sich Zeit macht und tut,
aber wenn der Tagelohnbericht rausgeholt wird kommen ungläubige Blicke.
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Ich bin selber Elektriker und bin der gleichen Meinung wie einige hier... Man muss ganz klar trennen zwischen Angebot erstellen und planen/beraten
Ein Angebot auf für ein konkretes vom Kunden vorgängig ausgearbeiteten Projektes ist in der Regel kostenlos. Denn der Kunde muss zum Zeitpunkt der Angebotserstellung schon eine klare Vorstellung davon haben was er genau wo und in welchem Umfang will. Das wird dan noch kurz zusammen gezählt und die Preise in das Kalkulationsprogramm eingetragen. Der Aufwand ist also überschaubar und das finanzielle Risiko nicht so hoch.
Ein Kunde ohne klare Vorstellung will Beratung was in dem Umfang (es geht ja nicht nur darum wie viele Steckdosen sind sinnvoll sonder... Welche Geräte gibt es, kann ich damit auch XYZ, was gibt es für Alternativen, was kostet das, wo würde man was installieren, was braucht es alles damit ich zusätzlich noch XYZ machen kann usw...) schon zur Planung gehört. Doch Planung ist sehr Zeitintensiv und quasi eine Vorleistung die jemand erbringen muss ohne Gewär den Auftrag und damit seine Kosten gedeckt zu bekommen...
Man kann auch nicht bei einem Architekten sein Haus deteiliert ausplanen lassen, sich in allen einzelheiten beraten lassen und dann die Pläne für Lau bekomen. Ein Architekturbüro nimmt in der Regel nach einer groben Vorbesprechung auch ein Planungshonorar für die Ausarbeitung der Pläne. Wiso soll der Elektriker auf den Kosten für die Ausarbeitung der Elektroinstallation sitzenbleiben?
Der richtige Ablauf wäre also folgender...
- Kunde macht sich vorab schon mal ein paar Gedanken was er gerne möchte und organisiert anständige Grundrisspläne
- Dann sucht sich der Kunde einen Fachplaner/Systemintegrator der ihn berät und seine Wünsche auf Papier bringt. Der Vorteil ist bei einem unabhängigen Planer, dass er auch offener gegenüber Hersteller-mix und Eigenleistungen ist. Diese Planung ist kostenpflichtig kann sich aber in den meisten Fällen lohnen da ja jeder Kunde individuelle Wünsche und Vorstellungen hat und der Planer gegen Aufwandentschädigung das beste für den Kunden herauszuholen versucht.
- Mit dem Material das der Fachplaner erstellt hat, können dan kostenlos und unverbindlich offerten eingeholt werden. Entweder macht das der Kunde selber oder normalerweise erledigt das der Fachplaner gleich mit denn der lernt mit der Zeit auf welche Handwerksbetriebe Verlass ist und auf wen man besser beim Bauvorhaben verzichtet. Also hat auch da der Kunde einene klaren Vorteil, wenn er Planung und Ausführung trennt und sich von Anfang an professionelle Hilfe ins Boot holt.
- Hat der Kunde dann ein paar konkrete Angebote und sich für eines entschieden kann es losgehen. Bei komplexeren/grösseren Projekten kann es dann auch ratsam sein, den Fachplaner mit der Überwachung der Ausführung zu beauftragen dies ist aber optional und wird offt auch einfach vom Architekten/Bauleiter oder Bauherr übernommen. Wobei hier jedoch jemand die Oberaufsicht haben sollte, der auch etwas davon versteht
Der Vorteil, wenn man einen Fachplaner für die Aufsicht beauftragt ist, dass man am Ende nicht jedem Detail nachrennen muss. Ein leidiges Thema dass ich auch bei uns immer wieder mal sehe ist die abschliessende Dokumentation inklusive Revision der Pläne und Unterlagen damit der Kunde am Ende eine vollständige und korrekte Dokumentation seine Installation hat. Hier wird bei den Installationsfirmen leider nicht immer vorbildlich vorgegangen was oft zur Folge hat das der Kunde garkeine oder nur unvollständige Dokumentation erhält. Der Fachplaner (da es zu seiner Kernaufgabe gehöhrt) hat da wesentlich mehr Interesse daran, was er mit entstsprechendem Nachdruck auch bei den Installationsfirmen einfordert. 
Es ist nun mal so das keiner von uns kostenlos zur Arbeit fährt und desshalb ein Aufwand auch Geld kostet. Aber wen man an der richtigen Stelle ein paar Euros investiert (z.B. in einen ordentlichen Fachplaner/Systemintegrator) kann man am Ende sogar noch einiges an Geld einspaaren und bekommen das was man wollte zu einem guten Preis/Leistunsverhältniss und einer Qualität die stimmt
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Der Planer hat sicherlich nicht für lau gearbeitet - und genau das ist der springende Punkt, da diese Leistung dem Angebot vorausgehen muß.Zitat von dietmar1 Beitrag anzeigenHabe einen Planer beauftragt. In der Planung wurde nach einigen Diskussionen und der Erstellung eines Raumbuchs alles berücksichtigt
Übrigens ist in der Fachpresse derzeit das Angebotswesen in Bezug auf KNX derzeit ebenfalls Thema - sowohl LV, wie auch Individualangebot.
Da nicht jeder Forist hierzu Zugang hat, ein kleiner Umriss:
Die Geräte werden immer "schlauer", die SW bietet immer mehr an Möglichkeiten - wieviel ist nun die Programmierung eines "einfachen" REG-Gerätes nun wert u. wie stellt man sicher, dass sich AG u. AN nicht in die Haare kriegen bei der Leistungsabrechnung.
Dass der HS viel kann, dürfte den meisten Lesern ja bekannt sein; was darf aber nun als reeles Angebot der Inbetriebnahme betrachtet werden?
1000,--, 5000,--, 10.000,--, noch mehr oder viel weniger?
Was darf eine Visuseite kosten u. was hat der AN hinsichtlich seines Angebotspreises wirklich zu liefern?
Muß der AN alle Möglichkeiten der Geräte erschöpfen oder reicht es, wenn er die zur Aufgabenstellung gerade noch nötigen Funktionen nutzt u. weitere "brachliegen" lässt?
Wird ein Angebot für z.B. für einen konv. Lichtschalter angefragt ist allen klar - Licht ein u. aus, sonst nichts.
Bei KNX gäbe es dann noch Zentral-Aus, Rückmeldung, Licht- u. Präsenzabhängigkeit, Logiken, Szenenfunktion usw. - je nachdem, was das Produkt noch hergibt.
Welchen Preis veranschlagt man nun - nur reines Ein/Aus oder Vollprogramm? Oder vlt. in der Mitte kundenorientiert am Bedarf?
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Hallo Sleepy,
kann deine Erfahrungen sehr gut nachvollziehen. Ging mir genau so.
Seit etwa 2 Jahren ist das Handwerk am Bau ziemlich gut ausgelastet. Für Angebote ist wenig Zeit, das merkst du auch an dem was zurückkommt - pauschalierte Angebote, je Steckdose x€ etc.
Zusätzlich habe ich von den potentiellen Elektrikern auch die Aussage bekommen, wenn ich KNX mache dann nur mit dem Hersteller xy, weil ich damit die besten Erfahrungen gemacht habe. Hieß für mich, der schiebt das an seinen Lieferanten weiter und die machen das Angebot. Der Elektriker packt dann noch einen Risikoaufschlag drauf, plus die Marge und das ist dann dein Preis.
Ich hatte es geschafft sei Angebote zu bekommen, die keinesfalls überzeugt haben. Qualität war nicht vertrauensbildend und der Preis nicht nachvollziehbar. Mein "Favorit " wollte mir kein Angebot machen.
Daher habe ich einen anderen Weg gewählt. Habe einen Planer beauftragt. In der Planung wurde nach einigen Diskussionen und der Erstellung eines Raumbuchs alles berücksichtigt (Strom, Dali Licht, Netzwerk, Videosprechanlage, Jalousien, Markisen, Wetterstation, Reedkontakte, Brandmelder, Verkabelung Garage...) und genaue Pläne erstellt inkl. Verteilerschrank.
Elektriker (mein Favorit) wurde beauftragt das umzusetzen und nach Aufwand bezahlt. Alles was konventionell ist (Kabel, Steckdosen, Inhalt Verteilerschrank, Satellitenanlage, verkabeltes Patchfeld) hat der Elektriker geliefert und eingebaut, alle KNX Komponenten wurden von von mir geliefert (parametriert vom Planer) und vom Elektriker eingebaut.
Ich habe vom Elektriker auf die Teile einen fairen Nachlass bekommen. Insgesamt war es kein Schnäppchen, aber am Ende waren alle zufrieden.
Übrigens: Eine "Komfort" Installation mit Fernseher und Netzwerk bekommst du bei uns definitiv nicht für 5k.
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Vielleicht sollte man mal eine Crash-Kurs Anleitung erstellen, für all die die erst wenn es fast schon zu spät ist, auf das Thema kommen. Häufig, so kommt es mir hier vor, kommen Hausbauer mit KNX erst dann in Kontakt, wenn die Bagger schon am Grundstück stehen.
Inhalt ist dann nur das Grobe: Großer Verteiler und Richtlinien zu Verlegung der Kabel. Denkanstöße wo was hin sollte, wenn es per KNX gemacht werden soll.
Danach, wenn der Innenausbau stattfindet, hat der Häuslebauer ja Zeit sich um die Umsetzung durch fähige Leute zu kümmern.
Ich denke, wenn ich einen Rohbau vorfinden würde in dem das grüne sauber gelegt ist und der Rest durchgäng als 5-adriger Stern ausgeführt ist, kann man in Ruhe die Funktionen planen und die passenden Komponenten auswählen. All zu exotische Features bleiben dann eventuell auf der Strecke, aber eine Standard Licht/Steckdosen/Rolladen/Heizungssteuerung bekommt man dann hin. Auch mit geringem Budget.
Ging bei mir ja auch, nur hatte ich die Zeit mich 1 Jahr vorher hier durch viele Threads zu wühlen und mir ein Testbrett anzuschaffen.
Ich hoffe ich lehne mich mit diesem Vorschlag nicht all zu weit aus dem Fenster.
Gruß
Andreas
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Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Wir haben gerade unseren Neubau (EFH) bezogen und haben die Installation machen lassen, da es teil des Bauträgers war.Zitat von dominic Beitrag anzeigenIch kann die hohen Preise für KNX leider nicht nachvollziehen.
Ich selbst (Elektriker gelernt aber schon etwas her) habe mich in das Thema KNX und ETS hereingearbeitet.
Ja, die Planung ist aufwändig, je nach dem was der Kunde wünscht. Aber wenn man mal rechnet und nicht immer alles vom großen "G" kauft, dann kann eine Basis KNX-Installation durchaus mit einer konventionellen, gehobenen Ausstattung mithalten. Rechnet nur mal
-Thermostate
-Rolladen schalter, am Besten mit Dämmerungsschalter bzw. Automatik
-Wetterstation, Jalousien müssen bei wind ja einfahren
-etc.
Dazu der Komfortgewinn (meine bessere Hälfte liebt die "Alles Aus" Tasten.
Wenn man also für sich als "Planer/Installateur" seinen Std. findet für Tastern und Aktoren, kann man das ganze kostengünstig als Basis anbieten. Die meisten "Detail-Wünsche" lassen sich nachrüsten und können nach Aufwand berechnet werden.
Was es aufwändig macht, sind die "Sonderwünsche"...
Mache für einen bekannten das Gebäude und der kommt mit HI-Tech-Siemens-Tastern um die Ecke... 1 Tag weg, bevor man was wie der funktioniert... und daher kommen die Kosten bei "abgedrehten Wünschen". ==> Overengineering :-)
Bitte schlagt mich jetzt nicht... aber eine EFH programmieren ist keine Kunst...
Die Kunst ist es, dem Kunden eine Top Lösung an zu bieten die sinnvoll ist. Nicht alles was ein Kunde ausspricht benötigt er wirklich.
Beratung ist leider in Deutschland oft etwas schwierig :-)
Ich hoffe aber das mehr und mehr Elektriker damit auseinander setzen und dann wird auch KNX im EFH Einzug halten
Schönen abend und beste Grüße
Marian
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