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"Übrigens: Für kleinere Projekte die eventuell nur 1 Gewerk wie die Heizung betreffen kann sich auch ein Gang zu einer Baumesse lohnen. Dort kann man mit den Ausstellern direkt im Gespräch einige Infos einholen und eventuell direkt eine Offerte anfragen. Das ist wesentlich persöhnlicher als ein Telefonat oder E-Mail und ich rechne dem die höhere Changse zu dass du auch mehrere Angebote erhalten wirst."
Bei der Aussage rollen sich mir die Zehennägel auf!
Wir haben im Rahmen unseres Baus genau die Gegenteilige Erfahrung gemacht. Entweder waren die Anbieter da "Krauterer", die sonst überhaupt keine Chance haben einen Auftrag zu bekommen -oder wohl nur aus reinem Vergnügen da.
Auf die versprochenen Angebote und Rückmeldungen warten wir heute noch - naja, die Türenfirma hat zumindest nach einer Woche eine Postkarte geschickt "vielen Dank für Ihren Besuch - wir melden uns in Kürze".
Der Elektriker dort hat KNX dann zwar in höchsten Töten gelobt, kannte dann irgendwie aber nur die Komponenten von Hager - und nix anderes. Er war ja völlig geplättet als ich im erzählt habe das es Heizungsaktoren mit integriertem Regler gibt - die zudem noch billiger sind als die von ihm vorgeschlagenen OHNE.
Der Hammer war dann der Planungsansatz selber: Es kann ja sein das irgenwann mal ein Papierplan und farbige Marker "state of the art" waren, aber das ist wohl schon ein bischen her ....
Ich übersetze mal Manfred's post: "Bei einem Budget von 30-40k€ für die gesamte Elektrik inkl. KNX ist kein Geld für eine vernünftige Planung da. Diese fängt bei 3,5k€ an."
Soll heissen: Bei den meisten ist das Elektrik-Budget so knapp, dass es mit vernünftiger Planung eng wird - wer "nur" so ca. 30k€ für die ganze Elektrik veranschlagt hat, dem fehlen u.U. die 3-5k€ für eine professionelle KNX Planung (und Beratung).
Manfred, einfach korrigieren, wenn ich dich missverstanden haben sollte
Bei einem Budget von 30-40.000 Euro ist meiner Meinung nach kein Geld da für eine vernünftige KNX Planung. Eine grobe KNX Planung für ein EFH fängt bei 3,5 K€ an und geht je nach Detailplanung auch auf 8,5 K€. Aber dann klappts halt auch.
3,5 bis 8,5 kEUR pro Quadratmeter oder was????
Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn du das etwas ausführlicher erklären würdest?
Gruß
Shibly
Der Planer (meist Architekt) des EFH ist der, der alle Zügel in der Hand haben müßte - nur leider fehlt dem die Peilung meist, was solche Möglickeiten des Hauses angeht. Er würde das Haus vielleicht noch ganz anders planen, wenn er davon genauer wüßte.
Das ist bei den meisten Bauvorhaben schon das Problem. Hier ist der Planer nur Stempelaugust. Drei Wände verschieben, nen Kamin reinbaun, fertig.
Wenn man auch beim normalen Bau schon die Konstellation Planer/Architekt nach HOAI hat, dann kommt man da auch mit dem Fachplaner hin.
Der Planer will ja auch pro Leistung Geld sehen (Phasen). Und ja, man könnte auch Angst bekommen, das er das nicht gebacken bekommt und man nachher kein Haus hat, aber eine bezahlte Planung (zu teuer). Bei den allermeisten passt es aber mit der schrittweisen Planung, dem Budget, der Qualität und natürlich auch mit dem Zeitplan...
KNX mit GU und Fertighaus ist auch möglich. Zumindest bei einigen. Allerdings wahrscheinlich nicht kompetent vom GU selbst.
Selbst so gemacht.
Elektro Gewerk raus nehmen, 2. Baustellenanfahrt bezahlen und die Zeit dafür definieren. Bei mir waren es 3 Wochen Baustopp in denen ich Kabel ziehen konnte und das mit dem direkt beauftragen Haus-Elektriker zusammen gemacht habe.
Der GU-Hauselektriker ist ja oft auch nur ein Sub und der hat den Vorteil die Häuser schon in und auswendig zu kennen. Insbesondere wie man die Kabel, bei dem meist speziellen Wandaufbau, ordentlich verlegt ohne was kaputt zu machen.
Würde ich immer so wieder machen. Spart sehr viel Geld und man weiß ganz genau wo nachher was in den Wänden liegt.
Wer nicht selbst planen will und machen kann, kann aber in dieser Zeit mit Fachplaner und Elektriker nach Wahl alles umsetzen ohne auf ein "Fertighaus" verzichten zu müssen.
Wenn ein GU mir diese Option beim Verkaufgespräch/Vertragsunterzeichnung schon nicht schriftlich zusichert, bekommt eben auch keinen Auftrag.
die Diskussion finde ich super... zeigt sie doch unterschiedliche Statements.
Das Thema ist ja schon uralt... Ich bin selbst Elektromeister und habe es persönlich schon immer "blöd" gefunden in Ausschreibungen "nur" meine Preise reinzuschreiben!
Für eine richtige Beratung des Kunden ist/war es in den meisten Fällen immer zu spät, da der Rohbau schon meist stand, oder kurz vor der Fertigstellung war.
Bei KNX Installationen haben wir mit dem Kunden viel Zeit bezgl. der Planung/Beratung verbracht, da unser Anspruch ist/war, dass wir immer das beste für den Kunden rausgeholt haben bzw. der Kunde die Technik und den Komfort verstand und auch bedienen konnte!
Mein Chef meinte immer, der Kunde muss komplett da hinter stehen und es auch so wollen, es gibt nichts schlimmeres als einen Kunden der das System nicht versteht, bzw. nicht bedienen kann.
Aus diesem Grund kann ich mir nur den einzelnen Vorrednern anschließen, eine Beratung des Kunden speziell für KNX ist zwingend erforderlich und auch zeitintensiv... Aber dann hat man auch den Erfolg garantiert und einen zufriedenen Kunden der auch gerne für einen wirbt.
Meinungen wie, Angebote müssen kostenlos sein, kann ich auch nicht ganz verstehen, da ein Tag Planung (was bei KNX nicht viel ist) auch Kosten verursacht, die auch bezahlt werden müssen.
Häufig haben wir die "Angebotspauschale" bei einen abgeschlossenen Auftrag gutgeschrieben. So war es für beide Seiten ok.
Generell merke ich aber heute auch, dass sich viele Elektriker dem Thema KNX vs. Kalkulation noch nicht richtig angenommen haben, bzw. das in einer guten Beratung/Planung enden lassen.
Viele Endkunden müssen erstmal rangeführt werden, welchen Komfort sich mit KNX bietet... bzw. normal sollte ein Endkunde eigentlich von der verbauten Technik gar nichts merken - außer eben den Komfort den er hat!
Aber da kommt meist immer der Techniker aus den Elektrikern raus ;-)
durch die fehlende Zeit und Beschäftigung mit dem Thema "Neubau EFH" hat der zukünftige Bauherr oft nur eine sehr vage Vorstellung von dem, was er haben möchte.
Der Planer (meist Architekt) des EFH ist der, der alle Zügel in der Hand haben müßte - nur leider fehlt dem die Peilung meist, was solche Möglickeiten des Hauses angeht. Er würde das Haus vielleicht noch ganz anders planen, wenn er davon genauer wüßte.
Man kann ein Haus ja sowohl von der Wand und dem Dach wie eine Hundehütte oder wie ein Schloß bauen - genauso die Fenster, Heizung und Badezimmer.
Bei allen Gewerken kommt die Elektrik ins Spiel - sei es die Jalousiesteuerung oder Fenster-Verschluß-Sicherung, seien es Präsenzmelder, Rauchmelder, Steckdosen für diverse Verbraucher, die Lautsprechertechnik, LAN und Antenne, Telefon, Wand-Displays, u.v.a.m.
Sämtliche Ausschreibungen (Fenster, Heizung, Lüftung, Bad, Rohbau Wand, Rohdecken etc.pp.) müssen entsprechend auf die Möglichkeiten und Planung hin zeitlich VOR ALLEM ANDEREN angepaßt sein.
Alexander (AXEL) hat mir eine Planung gemacht, die auf Leer-Rohre aufsetzte - die durfte ich laut Statik nicht haben - wenn die E-Planung eher gekommen wäre, hätte ich die Leer-Rohre in den vorhandenen E-Kanäle in den Steinen (Twinstone Strong e) ausschreiben lassen - dann Installations-Dosen in der Deckenmitte u.sw. Aber da das nicht abgestimmt war (die E-Planung kam nach der Rohbau-Planung - und beide Gewerke (Architekt und E-Planer) hatten darüber nicht gesprochen - kam dann alles anders als erwartet.
Ich habe dann den Plan für die Ausschreibung einfach selbst umgeschrieben auf die Variante, wie es ausführbar war (mit 5x1,5 qmm an jede Zimmerecke u.s.w.) - auf Grundlage des detaillierten Planes von Alexander.
Da der Gesamt-Planer des Hauses solche Details zwischen den Einzel-Planern hätte vorher abstimmen müssen, hätte er eben eine genaue Vorstellung des Gewerkes Elektro haben müssen, um sie in seinen Gesamtplan einarbeiten zu können.
Ganz schlimm wird es bei Fertighäusern von einem Generalunternehmer - da kann man leider gar nix erwarten. Unsere Nachbarn haben in ihrem Katalog-Haus Batterien von Wippen für die ganzen Jalousien. Haben zwar eine Elsner Wetterstation auf dem Dach, aber nur für die Raffstores und eine Grafik im Flur (kein KNX). Die Heizung und Lüftung laufen jeweils autark - jeweils weitere Displays in den Räumen. Licht zentral an oder aus geht nicht - halt "standard".
Sicherlich ist oft heutzutage für einen erwachsenen Mann die Hausautomatisation das, was früher die Modelleisenbahn mal war, aber sie sollte mehr sein: Smart und nützlich!
Aber leider sind (um bei o.g. Modell zu bleiben) die Schienen und das Relief der Modellbauplatte bereits vor Beginn der Ausschreibungsphase des Rohbaus festzulegen.
Heutzutage wird die E-Ausschreibung aber erst nach Fertigstellung des Rohbaus begonnen - nur (konventionelle) Kabel in die Wand - eine Dose in jede Ecke und fertig...
Wenn sich das Verständnis nicht grundlegend ändert, dann wird auch in 50 Jahren noch zu über 95% konventionell oder mit 100 nachgerüsteten Funkschaltern und 3-Fach-Dosen in den Ecken installiert und geplant.
Der von dir geschriebene Abschnitt steht so übrigens nirgends in euren Marketing Material
Da hast Du Recht. Wir arbeiten gerade an einer Mappe zur Bewerbung. Aber jeder Besucher bekommt es vorgeführt. hier aus dem Forum vor wenigen Tagen der Roman (badsmiley).
Schön wenn man der Bauherrin am Bemusterungstermin einen 3D Rundflug durch ihr Haus spendieren kann. Die sind dann immer ganz begeistert
Insgesamt finde ich die Neigung zu Baufirmen drängt die Fachplaner immer weiter vom Bauherren weg. Damit fällt die Qualität deutlich stärker als der Preis. Smart Home ist die Chance den Systemintegrator bei den Bauunternehmen als Partner zu platzieren.
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