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Praxiserfahrungen mit E3/DC one

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    Praxiserfahrungen mit E3/DC one

    Hoher Eigenverbrauch der E3/DC one (120 - 190 W)

    Problem:

    Nach Inbetriebnahme der E3/DC one mit PV-Strings (3,18 kWp - 6,48kWp - 3,92kWp) an den 3 MPPT Eingängen und 15kWh Batteriespeicher bleibt im Netzparallelbetrieb bei Abschaltung aller Verbraucher ein Eigenverbrauch des Systems von 190W!


    Analyse:
    - Mit rausgezogenen Stringkabeln oder DC-PV-Schalter auf „AUS“ sinkt der Eigenverbrauch nach ca. 1 min auf 29 W.
    - Liegt wieder Modulleistung an, hört man nach 1min mehrfache Klickgeräusche und Wert steigt auf (in meinem Fall) 190 W.
    - Der Eigenverbrauch erhöht sich (nach einer Grundlastschwelle ) in etwa proportional zu den eingesteckten Stringleistungen.


    Fazit:
    Die Klickgeräusche scheinen die Relais zu sein, die die 3 Wechselrichterphasen aktivieren. Sobald Solarspannung am jeweiligen Trackereingang die Schwellspannung von 170V überschreitet, wird dieser aktiviert. Zusammen mit dem Wechselrichter erzeugt das den enormen 190W Eigenverbrauch, der bei anliegender Solarleistung als „Arbeitsprovision“ des WR abgezogen wird. Nachts, beim Betteriegepufferten Betrieb beträgt der Eigenverbrauch 120 W (genaueres im nächsten Kommentar).
    Zuletzt geändert von Steve Popeve; Gestern, 09:22.

    #2
    Praxistest des Standby-Modus

    DIe E3/DC one hat für meinen Geschmack einen viel zu hohen Eigenverbrauch, Die vielgepriesene „Powersave-Funktion" bzw. der Standbymodus, bei dem nur 29 W verbraucht werden bedeutet aber "Wechselrichter inaktiv", also weder Solar- noch Batterieeinspeisung. Da ich nirgends klare Zahlen zum Standbymodus fand, habe ich diesen getestet und möchte die Ergebnisse hier teilen. Ob man die Werte der Ein- und Abschaltschwelle manuell festlegen kann weiß ich (noch) nicht.
    • Die Abschaltschwelle: Fällt die Hauslast für ca. 3 min unter 135 Watt, schaltet der Wechselrichter ab und das Netz übernimmt (System geht auf ~29 W Standby).
    • Das System spart dadurch die ~120 Watt Eigenverbrauch (des reinen Batteriebetriebes) bzw. ~190 Watt (der Solareinspeisung) ein und fällt auf den ~29 Watt Standby-Modus zurück.
    • Der "Preis" dafür (Notstrom-Verzögerung): Befindet sich das System in diesem Sparmodus und es kommt genau dann zu einem Stromausfall, ist der beworbene "unterbrechungsfreie" bzw. nahtlose Übergang physikalisch unmöglich. Der Wechselrichter ist aus und die Relais sind offen. Das System braucht dann ca. 20 Sekunden, um den Netzausfall zu analysieren, die Relais mechanisch umzuschalten und den Wechselrichter wieder komplett aus dem Tiefschlaf hochzufahren.
    • Die Einschaltschwelle: Steigt die Last für ca. 3 min auf mindestens 145 Watt, wacht das System wieder auf.
    Fazit: E3/DC one hat zwar eine hochentwickelte Sparfunktion, diese kommt im realen Betrieb eines normalen Einfamilienhauses mit diesen niedrigen Schwellenwerten aber fast nie zum Zuge. Ein Kühlschrank, ein paar Standby-Geräte oder Heizungssteuerung etc. reißen diese Marke spielend.
    Für Hinweise, ob und wo man die Schwellenwerte manuell ändern kann wäre ich dankbar.​
    Zuletzt geändert von Steve Popeve; Gestern, 09:22.

    Kommentar


      #3
      Ich baue nächste Woche meinen ersten, danke für die Warnung. Aber 20 Sekunden Storm weg ist nicht so schlimm als Stundenlang, man kann den Kunden ja entscheiden lassen.
      Dieser Beitrag enthält keine Spuren von Sarkasmus... ich bin einfach so?!

      Kommentar

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