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digitalSTROM: Neue Konkurrenz für KNX?

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  • hifimacianer
    antwortet
    Zitat von JaKop Beitrag anzeigen
    Das wesentliche Element sind die Gateways zwischen den verschiedenen Vernetzungen, die das ganze integrieren.

    Ich sehe im DS durchaus Potential im Neubau KNX Konkurrenz zu machen, da es dem ausführenden Elektriker - und damit seinem Kunden - einfacher zu vermitteln ist. Und der ELektriker kann erst mal nicht-gewerkübergreifend rangehen. DS schaltet Licht, fährt Rollläden und steuert Ventile an. Der Rest der für ein Smart Home notwendig ist - Logik, Heizung, Wetter, Beschattung, Multimedia, etc. ist dann eine Frage der Gateway. Denn dieses wird erhlich gesagt aktuell auch nicht über KNX abgebildet - sondern über IP, 1Wire etc.

    Gruss
    Jan
    Da es im DS System aber bereits einen Server gibt welcher zum einen die Programmierung über ein Webinterface ermöglicht, aber eben auch Logiken über sogenannte Anwendungen ermöglicht. Da gibt es sicher noch viel Potential zum Entwickeln.

    Da der Server aber quasi zum System gehört, ist das schon ein Vorteil gegenüber KNX mit vielen verschiedenen Lösungen aber auch Möglichkeiten.

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  • JaKop
    antwortet
    Ich denke dass hier auch etwas Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Auf der eine Seite digigalSTROM, auf der anderen KNX incl, 1Wire, Dali, DMX, Enocean, IP und was es sonst noch alles gibt.

    Im Endeffekt läuft es im Haus auf ein heterogenes Netzwerk raus, das in vielen Bereichen als IP, in anderen als 1wire oder KNX oder Enocean oder eben DS ausgeführt ist.
    Das wesentliche Element sind die Gateways zwischen den verschiedenen Vernetzungen, die das ganze integrieren.

    Ich sehe im DS durchaus Potential im Neubau KNX Konkurrenz zu machen, da es dem ausführenden Elektriker - und damit seinem Kunden - einfacher zu vermitteln ist. Und der ELektriker kann erst mal nicht-gewerkübergreifend rangehen. DS schaltet Licht, fährt Rollläden und steuert Ventile an. Der Rest der für ein Smart Home notwendig ist - Logik, Heizung, Wetter, Beschattung, Multimedia, etc. ist dann eine Frage der Gateway. Denn dieses wird erhlich gesagt aktuell auch nicht über KNX abgebildet - sondern über IP, 1Wire etc.

    Von daher denke ich dass DS für die REalisierung der Elektrik im Haus eine reelle Chance hat und die Gateways sicher entstehen werden.

    Gruss
    Jan

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  • hifimacianer
    antwortet
    Abgesehen vom Vertriebsweg halte ich digitalSTROM für eine recht gute Alternative zu KNX. Ein wesentlicher Vorteil ist eben, dass der Elektriker im Grunde bei seiner üblichen Installation bleiben kann, und nur noch einige Kenntnisse für das Geschehen im Schrank bekommen muss.

    Außerdem ist es scheinbar sehr leicht das ganze zu programmieren. Es funktioniert sogar völlig ohne Software, nur über bestimmte Befehle über die Taster. Also könnte auch der Bauherr selbst programmieren. Über das Webinterface im Browser kann man sich dann auf noch einfacherem Weg seine Logiken zusammenklicken.

    Von diesem Ansatz halte ich das System praxisgerechter als KNX mit der ETS.

    Was aber auch klar ist:

    Der Bauherr geht zumindest derzeit noch Kompromisse in der Funktionalität ein. Zumindest im Bereich der Logiken für die Beschattung nach Sonnenstand und Wetterinformationen etc. Wobei dort auch vieles möglich scheint, weil der Server wohl beliebig mit Anwendungen erweitert werden kann und open Source ist. Für die KNX-Begeisterten unter euch, die wirklich viele Möglichkeiten ausnutzen ist das sicher keine Alternative. Aber der "normale" Bauherr denkt oft anders. Wenn man alleine mal sieht welcher Aufwand betrieben werden muss um KNX zu installieren, also Kabelverlegung, Schaltschränke die auch im A380 stehen könnten etc., dann erscheint das digitalStrom Konzept doch für viele wesentlich praxistauglicher zu sein. Insbesondere wenn es mal weg von den Neubauten, hin zu (Altbau) Sanierungen oder Etagenwohnungen etc. geht.

    Dazu kommt eben ein nicht unwesentlicher Teil der Vorplanung und der eigentlichen Programmierung + Mehraufwand für die Installation + Kabel.
    Bei digitalStrom kann der Elektriker im Prinzip planen wie immer, mit entsprechend wenigen Kabeln und dem damit verbundenen geringeren Aufwand für die Verlegung. Man benötigt einen viel kleineren Schaltschrank, der auch später nicht an seine Grenzen Stoßen kann wenn man mal erweitern will. Alles was da drin ist, bleibt auch so. Mehr wird es nicht. Das System kann außerdem modular erweitert werden, gerade so wie der Bedarf und auch vielleicht das Budget ist.

    Bei KNX muss man schon im Voraus vieles einplanen und berücksichtigen um bei späteren Erweiterungen flexibel zu bleiben. Und sind wir doch mal ehrlich: bei der KNX-Planung kommt man recht schnell zu dem Punkt wo man sagt "richtig oder gar nicht". Man schaukelt sich selbst hoch, und will mehr. Denn wenn man das schon mal hat, braucht man ja nur noch DAS um dies auch noch machen zu können.
    So geht es zumindest mir in meiner Planung.

    Ursprünglich wollte ich nur ein Paar Steckdosen schalten und Lichtszenen einstellen/dimmen etc. Inzwischen bin ich bei der Heizungssteuerung, eibPC mit Rolladensteuerung nach Sonnenstand und google Wetter, Präsenzmeldern etc. angelangt. Und wenn ich jetzt sehe, dass man vieles davon mit wesentlich weniger Aufwand (Installation/Programmierung) und nur geringfügig weniger Leistungsumfang (oder durch kleine Workarounds) auch realisieren kann, komme ich schon ins Zweifeln.

    Ich bin im Moment echt am grübeln ob KNX für meine Sanierung tatsächlich das richtige ist. Preislich könnte ich es ohne viel Eigenleistung gar nicht stemmen, und dann muss ich auch erst mal einen Elektriker finden der mir das alles dann im Schrank anschließt und abnimmt. Wie ich gelesen habe ist das gar nicht mal so einfach. Hinzu kommt eben noch der viel größere Verkabelungsaufwand + die nötigen Schlitzarbeiten, Verlegen des Verteilers, Konstruktive Lösungen um die Kabel zu verstecken etc.


    digitalStrom scheint für mich wirklich so eine Art Apple der Hausautomation zu sein. Es ist elegant zu installieren und zu bedienen und bietet für eine recht breite Nutzergruppe genau das was sie brauchen. Es ist aber auch nicht ganz so flexibel wie das offene KNX System.

    Es ist ganz klar eine Kompromisslösung, die aber auch etwas für sich hat. Sicher nicht für jeden geeignet, aber doch für viele.

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  • funny020
    antwortet
    Hallo,

    der Vergleich digitalSTROM und KNX hinkt nach meiner Meinung gewaltig!
    Man vergleicht derzeit Äpfel mit Kirschen...

    digitalSTROM ist zwar von der Installation bzw. Programmierung leichter/schneller zu verstehen, als z. B. KNX. Ist auch (für die Preisjäger im Forum) günstiger von der Programmierung her... ich will sagen, die "Software" ist im Server integriert und muss nicht seperat installiert werden. Ist via jedem Internet-Browser konfigurierbar.

    Wetterstation bzw. die DALI Geschichte wird bestimmt auch demnächst mal folgen...derzeit muss man sich noch mit Notlösungen behelfen.

    Ich finde und das ist meine Meinung, digitalSTROM hat seine Daseinsberechtigung, und ist auch evtl. ab und an KNX vorzuziehen, da der Aufwand einer Nachrüstung oder auch Neuinstallation sich sehr in Grenzen hält. (Und der Kunde hat danach ein Gebäude, dass er via Smartphone steuern kann... was will man mehr?)

    Wichtig ist der Grundsatz für uns Installateure.... der Kunde soll entscheiden was brauchbar für ihn ist... und nicht wir Techniker!
    Referenzobjekte gibt es bei uns in Bayern noch nicht viele... aber ich denke das ist nur noch eine Frage der Zeit.

    Dadurch dass von Anfang an (ab dem Server) schon das App verfügbar war und sich sehr leicht einbinden läßt, war das System digitalSTROM perfekt. Genau das was viele Kunden wünschen... Bedienbarkeit vom Handy... die Möglichkeiten jetzt mit digitalSTROM sind schon enorm... Dank der Apps, die es dazu gibt...

    Wer da mal wo reinschnuppern will, schaut einfach im nächsten Bildungszentrum von euch mal nach... viele bieten das schon an...kostet zwar einen kleinen Betrag...aber nur das was kostet ist es auch wert oder? ;-)


    schöne Grüße
    mk

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  • 66200
    antwortet
    Ok, ich konnte also mal in ein DS Haus. War jedoch nichts spezielles, da noch im Aufbau. Hier mal eine paar Infos:

    - Kunde wollte DS
    - Ist sich bewusst, dass sein EFH ein Testobjekt ist.
    - KNX hatte er gar nicht angeschaut, da für Ihn klar war das DS reinkommt
    - Elektriker hatte keine Schulung, bekam aber den Ordner von einem der an der Schulung war.
    - normaler Aufwand zum erlernen
    - verbaut waren 8 Lichtgruppen mit einem DS Gerät, pro Phase noch DS Gerät und einen Server
    - Es sind jedoch erst die Jalousien realisiert
    - Normale 230V Storentaster wurden verbaut
    - der Endkunde "programmiert" am PC nun selber (er arbeitet nicht in der Technik Branche)
    - Steuert sie Anlage über ein ein Gratis App. Mit dem iPad/iPhone
    - Kunde ist soweit zufrieden, und nach meiner Meinung ist das dass wichtigste, oder?

    Nachteil aus meiner Sicht: (wobei ich da wohl auch nicht alles kenne, korrigiert mich also)
    - keine Wetterstation
    - keine Möglichkeit von Funkfernbdienung
    - Raumthermostat?
    - Szenen werden durch Doppelklick aufgerufen
    - Keine Rückmeldung LED bei Taster
    - max. 150W Dimmer
    - keine DALI
    - Kein 1-10V
    - Hersteller gebunden
    - kennt ihr weitere?


    Vorteil:
    - Weniger Platzbedarf im Verteiler
    - einfach erweiterbar
    - Preis
    - kennt ihr weitere?

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  • Filo
    antwortet
    Zitat von Voltus Beitrag anzeigen
    Der Umsatz hält sich noch stark in Grenzen.
    Danke für die Präzisierungen. Interessant wäre Deine Meinung, warum der Umsatz bescheiden ist....

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  • vento66
    antwortet
    Zitat von Voltus Beitrag anzeigen

    Der Umsatz hält sich noch stark in Grenzen.
    Durch diese "exclusivität" wird das auch nicht anders werden...

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  • Voltus
    antwortet
    Die exklusiven Großhändler sind teil der Digitalstrom Strategie. Als ich zuletzt geguckt habe, waren es 3 in Deutschland.

    Wir haben die Schulungen besucht um zertifiziert zu werden. AIZO hat ein sehr waches Auge auf die Preise. Der GH gibt immer die selben Nettopreise an den EH/Installateur ab.

    Ich habe bereits 3 nicht zertifizierte Shops an AIZO gemeldet. Die Produkte waren meist binnen weniger Stunden wieder offline.

    Der Umsatz hält sich noch stark in Grenzen.

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  • Filo
    antwortet
    Zitat von Tessi Beitrag anzeigen
    @Filo:
    Ein Digitalstrommeter pro Raum stimmt aber so 1:1 nicht, es wird einer pro einzubeziehendem 16A Stromkreis benötigt, davon habe zumindest ich weitaus mehr als Räume
    Deswegen habe ich in meinem Beispiel auch nur 10 Stück angenommen. In bestehenden Objekten (Zumindest in der Schweiz) sind mehrere Räume pro Sicherung angeschlossen. Also pro Stromkreis einen Strommeter. Deswegen sollte das Verhältnis Räume zu Strommeter eher kleiner 1 sein.

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  • Tessi
    antwortet
    @Filo:
    Ein Digitalstrommeter pro Raum stimmt aber so 1:1 nicht, es wird einer pro einzubeziehendem 16A Stromkreis benötigt, davon habe zumindest ich weitaus mehr als Räume - mit 10 Stück käme ich da sicher nicht aus.

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  • Filo
    antwortet
    Wir sind dann mal auf einen ersten Erfahrungsbericht gespannt.

    Dass OF einen Exklusivvertrag ausgehandelt hat.....Spannend.....schauen wir mal....

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  • Hennessy
    antwortet
    Ganz einfach: Vielleicht kauft er ja bei OF ein?

    Reisch richtet sich ja wohl an den Endkunden, d.h. er müsste dann gem. Art. 4 Abs. 1 PBV die Preise mit MWST anschreiben.

    Zu den Preislisten von Aizo: gem. Art. 3 Abs. 1 PBV müssen in der Schweiz Endkundenpreise in CHF angeschrieben werden, inkl. MWST (siehe oben) ... ausserdem darf die Endkundenpreisliste nur empfohlene Verkaufspreise enthalten, von wegen Wettbewerb.

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  • PeterPan
    antwortet
    Hoi..

    die Preisliste(n) kennt ihr ja?
    aizo - Produkteüberblick

    Und hier noch Anwendungsbeispiele:
    http://www.aizo.com/de/support/Anwen...eispiele_D.php

    Exklusiv über Otto-Fischer in den nächsten 2 Jahren?
    Wie macht das denn Elektro Risch GmbH (Schweiz)
    http://shop.reisch.ch/skip5shop.aspx...dynMenu&wert=0

    Gruss Peter

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  • kropfm
    antwortet
    auch das mit dem Ruf habe ich nicht bedacht. Es scheint das bei jedem Weg gemeckert wird. Allerding müssten dann die Schulungen kostenlos sein, oder vielleicht folgen die ja einfach dem KNX Modell, nichts ist umsonst (und die Leute kaufen es, einschliesslich meiner selbst).

    Wünsche Dir auch eine gute Nacht!

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  • kropfm
    antwortet
    Das würde das Letztere erklären, Christian. Allerdings sendet es für meinen Geschmack einfach eine falsche Botschaft. Es wird sich zeigen!

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