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Den WW-Punkt hat man nach oben geschoben, ich frage mich gerade warum man dies nicht auch bei CW-Punkt gemacht hat
Oder einfach den WW Punkt noch deutlich weiter nach oben in den Gelb-Orange Bereich. Das wäre von der Farbe her völlig unkritisch.
Sozusagen wäre die sich ergebende Gerade eine Tangente an die BBC Kurve im höheren Farbbereich. Das wäre m.E. eine gute Linearisierung. Vielleicht weiß ja hier jemand, was dagegen spricht.
Ggf. der Wirkungsgrad.
Zum Tool bin ich doch noch nicht gekommen. Spiele ich später mal mit.
Den WW-Punkt hat man nach oben geschoben, ich frage mich gerade warum man dies nicht auch bei CW-Punkt gemacht hat - dann wären die Abweichungen im mittleren Bereich viel geringer (zulasten eines kleinen Grünstiches bei sehr hohen Farbtemperaturen).
Ein Punkt beschäftigt mich aber noch, weil ich noch keine Erklärung gefunden habe: die weiter oben genannte (scheinbare) Abweichung zwischen den 3000K, die man bei gleich starken CW/WW-Kanälen (Lumen) zwischen dem Schaubild und dem Osram Tool erhält. Ist nicht viel (~200K) - aber ich frage mich ob es nicht doch noch einen Effekt gibt, der unsere bisherige Annahme "50/50 (Mitte der Linie) ergibt den Farbort beim Schnittpunkt mit der CCT-Linie" in Frage stellt.
Wenn man im Tool die beiden Lumenanteile im Verhältnis gleich lässt aber absolut höher oder tiefer, bleibt der Farbort des Mischpunktes gleich, das würde passen.
Ich habe jetzt mal für den #1 ConstaLED 31362 die Auswertung gemeinsam mit Volkers Daten fortgesetzt und bin recht positiv angetan, das wir mit den Opple Messungen und Lightroom gute Auswertemöglichkeiten zum Thema Farbtemperatur und Farbstich haben werden.
In einer Excel Tabelle sind die Werte für Farbtemperatur und Tönung eingetragen und grafisch dargestellt (Abzisse ist jeweils der Anzeigewert GT II). Mit hinzugenommen habe ich die Farbtemperatur, die von dem "Photometrischen Messgerät" von Opple angezeigt wurden. Die Farbtemperatur, die in der App auf der 1. Seite angezeigt wird hatte ich jeweils mitgeschrieben. Erstaunlicherweise (für ein 30€ Gerät) korreliert diese (zumindest hier) recht gut mit den Lightroom Auswertungen. C1 zeigt m.E an den Randbereichen starke, unplausible Abweichungen.
Zusätzlich habe ich die Farbkoordinaaten eingetragen und (x,y) mit Hilfe dieser Seite in duv umgerechnet. Im zweiten Diagramm sieht man den Zusammenhang zwischen duv und LR Tönung (Mittelwert von Volker und Bernhard). Das sieht m.E. recht plausibel aus und korreliert recht gut mit dem Parameter LR Tönung.
Anbei mal ein Screenshot vom Opple, den es zu jedem Messpunkt aller Spots und auch der 2 Stripes (kommen später) gibt.
Neben den RAW Dateien liegen alle Opple Screenshots und auch die XLS auf dem Laufwerk (Benennung sollte eindeutig sein).
Ich freue mich auf Eure Interpretation des Ganzen!
P.S. Die ganz rechte Spalte Belichtungskorrektur ist momentan noch unwichtig. Das ist der Abgleich auf 50% in den RGB Kanälen mit dem Farbtafelfeld E4
Bei einem groben Blick auf die warmen Farben würde ich sagen, C1 hat unplausible Werte, aber niemand kann sagen, das LR nun unbedingt passt. Ich hatte zum Weißabgleich das Feld E4 genommen. Sollte aber egal sein, beide sind grau ohne Farbanteil. Ich schaue mir das Morgen mal in Ruhe nochmal an, auch im Quervergleich mit dem Schätzeisen von Opple.
Beim Bildvergleich müssen wir dann neben dem Weißabgleich, der ja für den visuellen Vergleich nach Deinen Erkenntnissen nicht so wichtig ist, auch nochmal auf die Belichtung schauen. Ich hatte da vorhin trotz Spotmessung Unterschiede festgestellt und das trügt das Auge dann sicherlich.
Es bleibt also genug zu beachten, daher ist es schön wenn wir da gemeinsam hinschauen.
Und wir haben ja Zeit einen Workflow zu erarbeiten.
Querpost zu einer Frage aus dem Ansteuerungsthread, weil es hier besser passt: An der Zuverlässigkeit der Farbtemperaturwerte kommen mir Zweifel, nachdem ich die ursprünglich für zuverlässig gehalten hatte.
Ich hatte die RAW-Dateien von Bernhard in zwei unterschiedlichen Fototools verglichen, jeweils mit Weißabgleich auf die Graukarte im Bild (rechts neben dem Luxmeter). Einerseits Adobe Lightroom als Allrounder und andererseits Capture One das aus dem Fotostudio-Bereich stammt.
Alles was im Bereich "normaler" Lichtfarben liegt passt bei beiden Tools recht gut zusammen, aber bei den sehr rötlichen Farben gibt es sehr unterschiedliche Interpretationen bezüglich der Farbtemperatur. Also beide mit ähnlichem Bildergebnis, aber die daraus errechnete Farbtemperatur bei der Aufnahme weicht teilweise deutlich ab. Es ist aber genau dieselbe Fotodatei, das spricht mMn dafür daß man sich auf die angezeigte Farbtemperatur nicht verlassen kann.
Ich hatte ein anderes Ergebnis erwartet und bin jetzt etwas ratlos. Im Anhang der Bildvergleich (gleiche Datei in beiden Tools ausgewertet) für 2850K-Spot (passt halbwegs) und TW-Spot bei 2000K (Bildfarbe ähnlich, errechnete Farbtemperatur komplett unterschiedlich).
Beispiel der Weißabgleich-Ergebnisse:
eingestellter Sollwert, C1=Capture One Weißabgleich, LR=Lightroom Weißabgleich
ConstaLED 31346 Tunable White
Soll 2000, C1: 1554 +9.1, LR: 2350 +11
Soll 2200, C1: 1836 +5.3, LR: 2450 +6
Soll 2400, C1: 2235 +0.3, LR: 2550 +2
Soll 2600, C1: 2632 -1.5, LR: 2650 -1
Soll 2800, C1: 2732 -1.1, LR: 2740 -4
Soll 3000, C1: 2906 -1.2, LR: 2850 -7
Soll 3300, C1: 3259 -3.4, LR: 3050 -11
Soll 3600, C1: 3465 -5.6, LR: 3300 -15
Soll 4000, C1: 3768 -3.1, LR: 3500 -17
Soll 4500, C1: 4135 -2.9, LR: 3950 -20
Soll 5000, C1: 4792 -3.4, LR: 4550 -11
Soll 5500, C1: 5156 -3.0, LR: 5000 -15
Soll 6000, C1: 5560 0.0, LR: 5550 -9
Soll 6500, C1: 6862 +1.9, LR: 6300 +2
Das ist für diejenigen, die eine klare Aussage zur Lichtqualität der Benory suchen jetzt erstmal langweilig. Aber vor irgendwelchen Schlußfolgerungen zur Lichtfarbe finde ich es wichtig, erstmal die Testmethodik zu überprüfen.
Kurzer Check beim weiteren Bearbeiten mit der Messung der Kanäle auf dem Feld E4 zeigen die Fotos Belichtungsunterschiede. Die müssen natürlich korrigiert werden, ist aber bei den RAW Aufnahmen kein Problem.
Ich denke wenn wir alles sachlich hinterfragen passt das schon. Der Thread muss keine Zwei Mann Show werden. Die offene Diskussion ist ja förderlich, beurteilen können wir das am Ende.
Bzw. wahrscheinlich noch besser nur Beurteilungskriterien gemeinsam zu erarbeiten und jeder muss für sich selbst die Prioritäten setzen und entscheiden.
Wichtig auf dem Weg dahin ist nur die Fakten und Einflußparameter zu kennen. Am Ende entscheidet dann die persönliche Wichtung und die Praxis.
Volker, ich vestehe Dich nicht. Ich will doch nur, dass "unsere" Ergebnisse auch valide sind. Ich bin mir da in dem ein oder anderen Punkt unsicher, da wir hier eben kein kalibriertes Messequipment einsetzen.
Wenn Du das als Profi bestätigen kannst, dass alles ok ist dann ist es doch gut.
Dann ziehe ich mich hier erstmal zurück und Du und Bernhard machen weiter, denn das Ergebnis zählt doch!
Gast1961 : wie schätzt Du das mit dem Thema RAW und unterschiedlichen Beleuchtungsstärken ein?
Völlig problemlos, was die Auswertung von Farbtemperatur und Tönung angeht.
Nur für den visuellen (!) Eindruck macht es einen Unterschied, wenn die Helligkeit des gezeigten JPG (nach Belichtungskorrektur!) nicht passt. Die ursprüngliche Helligkeit bei der Aufnahme hat gar keinen Effekt.
Es ist schade, wenn der Thread mit Nicht-Effekten zerredet wird, weil man sich im Thema nicht auskennt. Ich bin raus.
Ich habe die RAW Dateien auf Google Drive hier hochgeladen.
Zugriff müsste ohne Google Anmeldung funktionieren.
Die Dateien sind in Ordnern der Leuchtmittel nach dem Schema
#Leuchtmittel_Farbtempsoll_Dimmung_OriginalRAWNr.N EF benannt und dürfen frei verwendet/kopiert werden.
Bernhard, an den RAW-Daten wäre ich tatsächlich interessiert und würde mir das gerne mal "im Original" anschauen. Lightroom und Capture One sind vorhanden.
Eventuell bekommen wir dazu Erkenntnisse, wenn alles ausgewertet ist, indem wir uns die Farborte der WW und CW Endwerte anschauen.
Das halte ich für einen vielversprechenden Weg. Die Tönung der beiden Teilfarben kann man auswerten und sieht, ob das dem Rosastich der Mischfarbe entgegenwirkt (Endpunkte nach Grün verschoben) oder ihn verstärkt.
Erstmal nur zu den Kameraeinstellungen und Daten.
Alle TW Leuchtmittel wurden bei 100% Helligkeit in einem nahezu dunklen Raum fotografiert. Das Luxmeter war dabei auf den Mittelpunkt ausgerichtet. Entfernung Spotoberfläche zu Kalotte Sensor 1m. Farbtafel war bei 60° im Bereich des Lichtkegels.
Kamera Nikon D700, Spot Belichtungsmessung auf die 18% Grautafel, Blende 5,6, Zeitautomatik. Mögliche Helligkeitsunterschiede in den RAW Aufnahmen nachträglich anzugleichen ist kein Problem. In der Theorie sollten die recht konsistent belichtet sein.
Bei den Messreihen wurden nur die Festfarbleuchtmittel gedimmt. TW wurde immer mit 100% gemessen.
Aufgefallen ist mir das, weil manche Farben bei TW sogar teilweise besser rüberkommen ("kräftiger") als bei einem sehr guten Festwert-LM, das kann schon alleine aufgrund der Physik nicht sein.
Warum nicht? Wenn das Leuchtmittel bei der Farbe gerade einen hohen spektralen Anteil hat, könnte das m.E. durchaus passieren. Qualität ist ja nicht durch knallige, sondern eher durch natürliche Wiedergabe definiert. Die Fleischereibeleuchtung arbeitet ja genau mit solchen Tricks.
Zuletzt geändert von willisurf; 29.11.2020, 06:45.
Also ich tue mir mit einer Bewertung schwer, denn wir haben eines (vermutlich) nicht bedacht:
Wenn ich mir die Beleuchtungsstärkeanzeige auf dem Luxmeter ansehe, gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Bildern. Die müsste eigentlich überall gleich eingestellt werden, oder?
Beispiel: ich nehme ein 2700K-Leuchtmittel und fotografiere einmal bei 200 lx und einmal bei 500 lx. Da ist die Frage, was macht der Fotoapparat draus und ist das Ergebnis dann valide? Ich weiß es nicht.
Aufgefallen ist mir das, weil manche Farben bei TW sogar teilweise besser rüberkommen ("kräftiger") als bei einem sehr guten Festwert-LM, das kann schon alleine aufgrund der Physik nicht sein. Nicht dass uns der Foto bei dunklen Lichtverhältnissen die Farben aufhellt und umgekehrt, so sieht es leider gerade für mich aus. Das würde auch erklären, warum das Benory und Philips recht eng zusammenliegen (beide rund 340 lx). Beim Bildvergleich 31342 zum Philips sieht das Bild für mich einfach so aus, dass das Philips Bild dunkler ist obwohl die Beleuchtungsstärke fast doppelt so groß war (190 zu 340 lx)...je nachdem wie gut der Foto da zeitlich richtig belichtet, führt das zur Aufhellung oder Abdunkelung.
Ich kenne die Eigenheiten von RAW-Formaten nicht, aber der CCD im Sensor kann ja auch nicht zaubern. Wenn ich beipielsweise in einem viel zu dunklen Raum eine Farbtafel fotografieren würde, kann der Sensor die Farbdifferenzen doch gar nicht so differenziert aufnehmen, dass man nach der Softwarekorrektur noch auf valide Farben kommt - also wie die Farbtafel bei Tageslicht aussehen würde.
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