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Fragen zu Enthalpiewärmetauschern

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    Fragen zu Enthalpiewärmetauschern

    Hallo,

    bei uns steht die Auswahl der zentralen Lüftungsanlage an und dabei beschäftige ich mich gerade mit dem Enthalpiewärmetauscher.
    Verwendet ihr eure Enthalpietauscher das ganze Jahr über oder wechselt ihr je Jahreszeit zwischen einem Enthalpietauscher und einem normalen Wärmetauscher?
    Gibt es Möglichkeiten zwischen einem Enthalpietauscher und Standard-Wärmetauscher automatisch umzuschalten?

    Vielen Dank,

    Thomas
    Ich brauche Informationen, eine Meinung bilde ich mir selbst.

    #2
    Ich habe noch keinen Enthalpiewärmetauscher aber es soll mal noch einer kommen. Umzuschalten geht bei Zehnder nicht, da du den tauschen musst. Ich habe erstmal ohne Enthalpie gewollt um den Bau zu entfeuchten. Das hat jetzt im Winter auch sehr gut funktioniert, da die Luft immer im die 30% Feuchte hatte. Gut für uns selbst ist das auf Dauer nicht, deswegen bleibt der normale jetzt maximal noch einen Winter und danach hole ich mir einen Enthalpiewärmetauscher. Ob es Sinn macht immer zu wechseln weiß ich nicht. Was erhoffst du dir davon? Ich würde einfach nur den Enthalpie einbauen und fertig.

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      #3
      Dauerhaft enthalpie. Im Sommer willst du ja meist entfeuchten. Der Effekt ist aber generell überschaubar. Ich muss zusätzlich im Winter befeuchten.

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        #4
        Es gibt keinen physikalischen Grund auf einen Enthalpie-Tauscher zu verzichten:

        Im Enthalpie-Wärmetauscher kann Wärme und Feuchtigkeit vom warmen und feuchten Luftstrom zum kühleren und trockeneren Luftstrom wandern.

        Im Winter: Die Rückgewinnung der Feuchtigkeit verhindert, dass die Raumluft durch das Aufheizen der kalten Außenluft zu trocken wird.

        Im Sommer: Die einströmende feucht-warme Außenluft gibt Feuchtigkeit an die kühlere, trockenere Abluft ab. Das reduziert das „Höhlenklima“.

        Da die Übertragung ist nicht zu 100-prozent möglich. Bei hoher Außenfeuchtigkeit im Sommer reicht der EWT nicht aus, um die Ziel-Feuchte zu halten.​

        Wir lassen daher zusätzlich tagsüber (PV) einen mobilen Entfeuchter laufen, damit sind im Sommer <65%rF bei 23°C möglich.

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          #5
          Zitat von jcd Beitrag anzeigen
          Im Sommer: Die einströmende feucht-warme Außenluft gibt Feuchtigkeit an die kühlere, trockenere Abluft ab. Das reduziert das „Höhlenklima“.

          Da die Übertragung ist nicht zu 100-prozent möglich. Bei hoher Außenfeuchtigkeit im Sommer reicht der EWT nicht aus, um die Ziel-Feuchte zu halten.​

          Wir lassen daher zusätzlich tagsüber (PV) einen mobilen Entfeuchter laufen, damit sind im Sommer <65%rF bei 23°C möglich.
          Würde ein Standard-Wärmetauscher da nicht viel mehr trocknen, indem er das Wasser als Kondensat abtropfen lässt?
          Ich brauche Informationen, eine Meinung bilde ich mir selbst.

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            #6
            Du hast bei den besseren Geräten die Möglichkeit gerade im Sommer (z.B Nachts) die Bypasssteuerung zu aktivieren. Dann wärmst du Nachts die kältere Nachtluft nicht mit der warmen Abluft auf. Bei dieser Stellung wird die Luft am Enthalpietauscher vorbeigeführt.

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              #7
              Auch bei einem EWT kann Kondenswasser entstehen und das tropft auch ebenso ab wie bei einem normalen.
              Zusätzlich wandert ein Teil der Feuchtigkeit durch die Membrane und wird von der trockeneren Abluft aufgenommen.

              Und wie Techniker schreibt, hilft der Bypass einen unerwünschte Wärme/Feuchte Rückgewinnung zu vermeiden. - Den sollte eine KWL unbedingt haben.

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                #8
                Zitat von thn80 Beitrag anzeigen
                Gibt es Möglichkeiten zwischen einem Enthalpietauscher und Standard-Wärmetauscher automatisch umzuschalten?
                Ist mir nicht bekannt. Dafür müssten ja durchgehend zwei Wärmetauscher eingebaut sein, was zusätzlichen Bauraum benötigt und entsprechend Mehrkosten verursacht. Alternativ gibt es bei vielen Geräten den genannten Bypass.

                Zitat von thn80 Beitrag anzeigen
                Würde ein Standard-Wärmetauscher da nicht viel mehr trocknen, indem er das Wasser als Kondensat abtropfen lässt?
                Ja, das würde er. Sprich, für je nach Region wenige Tage im Jahr wäre ein "normaler" Wärmetauscher passender. Wenn das schwüle Wetter nur kurz ist, sorgt ein Enthalpie-Wärmetauscher für eine langsame Veränderung im Haus. Wenn das länger andauert, kann der natürlich auch nicht mehr viel retten. Dann wäre esin normaler besser oder man lässt ein paar Tage einen (mobilen) Entfeuchter mitlaufen.

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                  #9
                  Also wenn es im September mmer.draußen extrem schwül ist dann holst dir mit einem normalen WT das alles ungefiltert an Feuchtigkeit rein. Einzig im Frühjahr wenn es draußen feuchter ist und innen noch vom Winter recht trocken, dann hast da einige Tage im Jahr wo es ohne Enthalpie von Vorteil wäre.

                  Ansonsten ist es mit Enthalpie immer besser weil alle Effekte deutlich gebremst stattfinden.

                  Für unbeeinflussten Luftaustausch ist dann die Bypass-Schaltung zu nutzen, sofern im Sommer die nächtliche Außenluft kühler ist als die Innenluft und die potentielle Abkühlung gewollt ist.
                  ----------------------------------------------------------------------------------
                  "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
                  Albert Einstein

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                    #10
                    Haben einen seit 5 Jahren (Zehnder Q350 TR) - will keinen Enthalpie-Wärmetauscher missen wollen. Im kalten Winter wie im heißen Sommer Gold wert. Wir stellen auch trotzdem in der regel einen Entfeucher auf, weil wir mit Fußboden-Kühlung gegenhalten. Stellen die Lüftung im Sommer aber automatisch runter.
                    Durch Türen und co kommt halt doch auch noch was: Entfeuchten hilft, dass man sich nicht bei 22° und 80% wiederfindet.

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                      #11
                      Alle Häuser mit KWL die ich kenne, egal ob mit oder ohne EWT (bis auf eines mit BKA, also mit Deckenkühlung), hatten früher oder später doch eine (Multi)Split-Klima an der Wand :-)
                      Mein Kumpel mit KWL und EWT hat bereits ein Jahr nach Einzug eine Multisplit nachgerüstet, kein Vergleich zu vorher.

                      Irgendwie bekomme ich das mit dem Fortschritt nicht so ganz überein: erst wird wie wahnsinnig gedämmt (€€€), dann braucht es deshalb eine KWL weil die Hütte so dicht geworden ist (€€€), dann ist die Luft furztrocken dass man fast krank davon wird oder sogar Schäden auftreten (Arbeitskollege ist das Echtholzparkett gerissen aufgrund der niedrigen LF) und man baut einen EWT ein (€€) um dann festzustellen, dass der nicht reicht und man nun noch einen Befeuchter braucht (€...€€). Und dann hat man mit der WP-Kühlfunktion zwar kalte Füße aber keinen kalten Kopf, aber wieder eine höhere Luftfeuchte und braucht dann noch einen Entfeuchter (€...€€)?

                      Da wundert es wenig, dass ein EFH heute dass Doppelte kostet gegenüber vor 10-15 Jahren...sorry für OT!
                      Viele Grüße,
                      Stefan

                      DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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                        #12
                        Ein modernes Haus ist halt auch wie ne Plastetüte übern Kopf. Und ja so lange wie Heizenergie ein wirklich extremer Posten war vor der Sanierung, bleibt das mit all den zusätzlichen Helferlein auch noch Energiesparsamer.

                        Aber ansonsten schon erstaunlich was man sich da so alles einbaut. Nachdem ich mein Dach so ziemlich vollflächig mit PV belegt habe, merke ich aber auch in den Sommermonaten schon eine deutliche Reduktion der Maximaltemperaturen im Büro im Dachgeschoss. So eine Lage Glas 10cm über den dunklen Tonziegeln nimmt da dann nochmal einiges an Energie weg. Da war es dann letzten Sommer gar nicht mehr wirklich notwendig wegen einer Splittklima nochmal weitere Arbeiten auf dem Dach zu planen. Aber zur Entlastung der Gasanlage werde ich da aber wohl doch irgendwann mal noch zwei solcher Aggregate nachrüsten.
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                        "Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten."
                        Albert Einstein

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                          #13
                          Das ist ja die Krux, mit "modern" ist heute luftdicht und dick verpackt zum XXL-Preis gemeint, mit allen Vor- und Nachteilen. Wir haben zum Glück noch in Zeiten von KfW70 gebaut, trotzdem haben wir mit rund 300m² beheizter Fläche unter 60€/Monat Heizkosten und da ist der Beitrag der 23kWp PV noch gar nicht eingerechnet.
                          Die heute zwangsläufig eingekauften (und gerne verschwiegenen) Nachteile neuer, teurer Technik mit weiterer, teurer Technik zu kompensieren (was nur teilweise funktioniert, siehe oben), halte ich für einen am Ende teuer bezahlten Irrweg.

                          Das mit dem etwas niedrigeren Temperaturniveau im DG durch die PV kann ich bestätigen, haben hier auch dunkle Ziegel, da konnte man im Hochsommer Spiegeleier drauf braten :-)

                          Auf die Multisplit würde ich niemals verzichten wollen, für mich nach wie vor die einzige vernünftige Lösung zur Entfeuchtung und Senkung des Temperaturniveaus an schwülen, heißen Tagen (die eher mehr werden). Und mit PV (reicht sogar ein Balkonkraftwerk) fast zum Nulltarif.
                          Zuletzt geändert von dreamy1; Gestern, 21:02.
                          Viele Grüße,
                          Stefan

                          DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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                            #14
                            Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
                            dann braucht es deshalb eine KWL weil die Hütte so dicht geworden ist
                            Ich würde eher sagen aus Komfortgründen. Selbst in einem älteren Haus kann ich nicht so oft das Fenster aufreißen, dass ich auf vergleichbar niedrige CO2 Werte komme.

                            Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
                            dann ist die Luft furztrocken dass man fast krank davon wird oder sogar Schäden auftreten
                            EWT sind ja mittlerweile Standard, damit ist es genau umgekehrt, mit KWL ist die Luftfeuchte bei mir höher als im Haus davor. Der EWT vollbringt auch keine Wunder, aber ist allemal besser als das Fenster. Das ist doch einfache Physik, wenn ich gleich viel lüfte, dann ist die Lösung besser, die einen Teil der Feuchte zurückhält?

                            Aber ja, die Splitklima ist trotzdem sinnvoll. Eine KWL kann auch niemals kühlen, dafür sind die Luftmengen viel zu gering. Selbst mit aktiver Kühlung der Zuluft.

                            und ja, es ist schon verrückt wie wir immer weiter Technik in die Häuser packen und dann über hohe Preise schimpfen. Aber gilt das nicht auch für KNX?

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                              #15
                              Zitat von thn80 Beitrag anzeigen
                              Würde ein Standard-Wärmetauscher da nicht viel mehr trocknen, indem er das Wasser als Kondensat abtropfen lässt?
                              Mit welchen Lufttemperaturen denn? Im Sommer kommst du da nicht an den Taupunkt ran.

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