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Fragen zu Enthalpiewärmetauschern

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    #16
    Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
    Ich würde eher sagen aus Komfortgründen. Selbst in einem älteren Haus kann ich nicht so oft das Fenster aufreißen, dass ich auf vergleichbar niedrige CO2 Werte komme.
    Siehe oben...hier kein Thema, sagt die Sensorik :-)
    Und die ist auch nur meinem Spieltrieb geschuldet...wüsste ich den genauen Messwert nicht, wäre es auch nicht schlimm. Meine Oma wurde ohne Kenntnis was eine KWL ist oder welcher CO-Wert nun laut Fraunhofer in der zwölften Studie darüber gut oder schlecht ist, 97 Jahre alt und hatte immer gute Laune und einen klaren Kopf :-)
    Mit solchen Themen lässt sich halt wunderbar Geld verdienen und Steuern generieren, das ist am Ende alles.

    Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
    EWT sind ja mittlerweile Standard, damit ist es genau umgekehrt, mit KWL ist die Luftfeuchte bei mir höher als im Haus davor. Der EWT vollbringt auch keine Wunder, aber ist allemal besser als das Fenster. Das ist doch einfache Physik, wenn ich gleich viel lüfte, dann ist die Lösung besser, die einen Teil der Feuchte zurückhält?
    Das ist der erste mir bekannte Fall, wo man mit der KWL nicht das übliche deutliche und wahrnehmbare Absinken der rF hat, sondern ein Anstieg? Ich kenne das in zig Häusern mit KWL zu 100% andersrum, da stehen auf einmal Luftbefeuchter im "modernen" Smarthome oder es wird sogar die Wäsche im Wohnraum getrocknet, um irgendwie noch Feuchte ins Haus zu bekommen bzw. zu halten. Das ist halt die Preisfrage, ob man (vor allem) im Winter mit der KWL nicht mehr lüftet als eigentlich notwendig...und genau da ist die Physik nicht zu überlisten, wenn man eiskalte Aussenluft erwärmt und dauerhaft ins Haus bläst, geht nunmal die relative Feuchte runter. Im Sommer umgekehrt, da saugt man sich die schwülwarme Luft dauerhaft ins Haus, um ja auf dem CO2-Sollwert zu bleiben. Kommt sicher alles auf eine vernünftige Regelstrategie an (und wo man die CO2-Baseline setzt, falls messtechnisch überhaupt erfasst), aber das wird dann schnell aufwendig (und teuer) und hängt natürlich auch davon ab, was man unter "Komfort" versteht.
    Ich habe da (mit etwas Lebenserfahrung) mittlerweile eine etwas andere Sichtweise als noch vor 15 Jahren: die Technik heute ist teuer und geht dafür umso schneller kaputt, ist nicht mehr reparabel, nach EOL gibt es keinen 1:1 Ersatz mehr, sie sorgt für neue notwendige Wartungstätigkeiten und spätestens wenn auch noch ein Fachbetrieb benötigt wird, wird es teuer und man muss warten. Da lüfte ich lieber weiter punktuell manuell (wobei es durch die Fensterfalzlüfter fast immer einen Grundumsatz gibt), das ist für mich und uns langfristig irgendwie stressfreier. Einzig im Schlafzimmer könnte ich schwach werden, da bin ich tatsächlich am Überlegen eine kleine dezentrale KWL zu installieren (wobei auch da das meist gekippte Fenster nicht zu spürbaren Heizmehrkosten führt s.o.). Ohne Kippen wäre das im Winter tatsächlich eine Schwachstelle, wo über die Nacht Frischluftzufuhr fehlen würde.

    Beim Wirkungsgrad eines EWT gehen die Meinungen auch auseinander, ich habe max. 50% realer Wirkungsgrad im Hinterkopf und wie lange die "Membran" hält oder nach 8 Jahren aussieht sagt auch keiner...aber egal, kann ja jeder machen wie er möchte.

    Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
    Aber ja, die Splitklima ist trotzdem sinnvoll. Eine KWL kann auch niemals kühlen, dafür sind die Luftmengen viel zu gering. Selbst mit aktiver Kühlung der Zuluft.
    100% Zustimmung.

    Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
    und ja, es ist schon verrückt wie wir immer weiter Technik in die Häuser packen und dann über hohe Preise schimpfen. Aber gilt das nicht auch für KNX?
    Also für mich ist KNX reines Hobby und KNX ist gesetzlich ja auch nicht vorgeschrieben :-) Bei Dämmung und Lüftung hat der Staat aber leider Vorgaben gemacht, deren Sinnhaftigkeit in der aktuellen Ausprägung ich schon in Frage stelle...wobei, wenn man kurz nachdenkt ist klar, wer der Profiteuer von viel Umsatz- und Mehrwertsteuer ist :-)
    Das ist heute ja weit weg von "freiwillig" installierter Technik.
    Zuletzt geändert von dreamy1; Gestern, 23:26.
    Viele Grüße,
    Stefan

    DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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      #17
      Wir haben eine EWT und Enthalpie. Der Effekt ist absolut unbefriedigend. Wir haben nun insgesamt 4 Luftbefeuchter im Winter (Kinder, Elternschlafzimmer und Wohnraum) sowie eine Split Klima im Obergeschoss. Raumtemperaturen ohne waren im Sommer bei etwa 28 Grad. Zuviel für uns.

      Trotzdem würde ich "nie und nimma nicht" auf die KWL, die Luftwärmepumpe und die Split verzichten wollen. Denn damit ist es genau so wie es sein soll (für uns).

      Ganz abgesehen von dem nicht mehr vorhandenen Lärm von Außen. Das einzige was mir abgeht ist das Vogelgezwitscher (aber das wurde durch Sonos ersetzt) und unser krähender Hahn. Ein Nachbar hat sich mal über den Hahn beschwert, der hat keine KWL.

      Die Fensterchen werden nur mehr aufgemacht wenn Jemand in den Garten schreien möchte

      Irgendwie hat dreamy1 schon recht. Aber auch nicht.
      Zuletzt geändert von Burgerking; Heute, 06:31.

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        #18
        Hab auch KWL mit "nur" Enthalpie -- allerdings erst seit Anfang des Jahres. Ich hab mir allerdings die Zehnder-Q350 mit der integrierten LWP gegönnt, um im Sommer etwas kühlen und v.a. entfeuchten zu können. Ich hatte im letzten Sommer -- Dank neuer Dämmung und Fußboden-Kühlung -- sehr angenehme Temperaturen im Haus, aber spätestens nachmittags ziemlich stickige Luft; das wird dann kommenden Sommer hoffentlich besser. Die Luftfeuchte im Winter war mit KWL fast immer über 40%, also meistens o.k.; ich hab aber 0 Pflanzen in der Bude -- die sollen ja massiv helfen...

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          #19
          Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigen
          Das ist der erste mir bekannte Fall, wo man mit der KWL nicht das übliche deutliche und wahrnehmbare Absinken der rF hat, sondern ein Anstieg?
          Wie du später schreibst, bei höherer Luftmenge zu erwarten. Wenn, dann würde ich den gleichen Luftaustausch vergleichen und sehe da die KWL etwas im Vorteil. Aber auch nicht großartig, also nur der feuchte Aspekt allein wäre für mich kein ausreichender Grund für die KwL, wenn die Luftmenge auch anders erreicht wird.

          Auch sonst bin ich weitestgehend bei dir, auch für mich war vor allem das Schlafzimmer entscheidend. Da sind eben zwei Personen stundenlang auf relativ engem Raum. Wenn man das zum Beispiel über gekippte Fenster auch im Winter belüftet, dann kann man sich die KWL sparen.
          Für mich kommt aber zusätzlich noch der Pollenaspekt hinzu, die KWL filtert das weitestgehend raus.

          neben dem Schlafzimmer sind aus meiner Sicht noch Büros Räume, bei denen die mechanische Lüftung oft sinnvoll wäre. Trotz wenigen Mitarbeitern würde ich mir da eine Lüftung wünschen, denn da ist die Luft schnell verbraucht und irgendwer stört sich immer am offenen Fenster.

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            #20
            Ich habe eine KWL mit normalem Wärmetauscher. Ich möchte sie nicht mehr missen. Ich bin Allergiker und mit entsprechendem Filter ist die Luft innen sehr angenehm. Im Sommer hat es hier in den Schlafräumen 28 Grad, daher ist eine Klimaanlage dazu gekommen. Im Winter Luftbefeuchter in den Schlafräumen. Altbau von 1912. Nicht gedämmt.

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              #21
              Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
              Für mich kommt aber zusätzlich noch der Pollenaspekt hinzu, die KWL filtert das weitestgehend raus.
              Zitat von DerStandart Beitrag anzeigen
              Ich bin Allergiker und mit entsprechendem Filter ist die Luft innen sehr angenehm.
              Also mein Kumpel hat da andere Erfahrungen, der hatte auch das Thema Pollenflug als Argument für die KWL, aber tagsüber dadurch bei Hitze deutlich ansteigende Temperaturen im Haus und er hat am Ende die KWL tagsüber ausgeschaltet (=sinnfrei). Bis dann die Multisplit einzog, die dann wieder für kühle Luft auch tagsüber sorgt :-)

              Zitat von DerStandart Beitrag anzeigen
              Im Winter Luftbefeuchter in den Schlafräumen
              Das wäre hier wiederum ein No-Go, ich bin sehr lärmempfindlich - von der Sinnhaftigkeit mal abgesehen, wenn man eine KWL hat und dann doch nochmal Geräte benötigt um die Luftfeuchte wieder manuell zu erhöhen. Da muss dann doch auch Wasser regelmäßig nachgefüllt werden?
              Also irgendwie scheint mir das alles mit vielen Kompromissen behaftet, am Ende wird es teuer und benötigt Wartung (Filter an der KWL selbst wechseln, Filter an den Ablufttellern im Haus verstreut wechseln, im Winter Luftbefeuchter befüllen...)...und die KWL beim Kumpel ist auch alles andere als lautlos, die hört man deutlich. Beim Kochen das Gleiche, mit KWL geht nur Umluft-DAH, und schon wieder kommt ein Filter dazu der regelmäßig gewechselt werden will und eine Umluft-DAH hat nie die gleiche Leistung wie eine Abluft-DAH...meine Siemens bläst den Rauch beim Steak anbraten in Sekundenschnelle auf kürzestem Weg aus dem Haus, fertig...
              Viele Grüße,
              Stefan

              DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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                #22
                Dank KWL kommt der Kochgeruch von anderen nicht rein. Auch keine Kamin- oder, Güllegerüche etc.. Der Aktivkohlefilter in der KWL ist fast schon das Beste.
                Hitzeschutz ist immer ein Gesamtkonzept. Das fängt bei Geometrie und Bauform an, geht über Fenstern, Baustoffe, Beschattung und letztlich technische Maßnahmen.
                Eines dieser Dinge alleine (außer ne leistungssstarke Klimaanlage) kann das Problem nicht lösen.

                Aber mit dem richtigen Gesamtkonzept geht es bei „uns“ (innerhalb D auch nicht überall gleich) und derzeit auch ohne Klimaanlage im Sommer unter 24° zu bleiben.

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                  #23
                  Nachts gekippte Fenster anstelle einer KWL als adequate Alternative zu nennen ist für die Heizperiode stark zu bezweifeln.

                  Je gekipptem Fenster & Stunde (bei einem Temperaturunterschied innen zu außen von 20 Grad) gehen 0,8 kWh Wärme verloren. Bei einer Stunde Lüften pro Tag sind das 144 Kilowattstunden je Heizsaison – pro gekipptem Fenster.
                  https://www.stadtwerke-gaggenau.de/d...m-Haushalt.pdf

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                    #24
                    Zitat von jcd Beitrag anzeigen
                    Nachts gekippte Fenster anstelle einer KWL als adequate Alternative zu nennen ist für die Heizperiode stark zu bezweifeln.
                    Siehe oben, das betrifft nur das Schlafzimmer bei gleichzeitig Rollladen in Lüftungsstellung, im SZ haben wir auch keine 23 Grad. Das ist überschaubar, was da an Energie verloren geht. Rest bei Bedarf, wobei das durch recht große Räume auch lange dauert bis da CO2 überhaupt merklich ansteigt. Wir haben im letzten Jahr 2400 kWh an Energieverbrauch für die WP trotz Fensterfalzlüfter und manuellem Lüften benötigt, was soll man denn da noch sparen? 50-100€/a? Oder ist das an den Betriebskosten nicht sogar negativ, da zus. Stromverbrauch der KWL plus regelmäßiger Filtertausch alle x Wochen?

                    Würde sich monetär niemals lohnen, zum Thema Komfort hat jeder seine eigene Messlatte (ständig Filter wechseln und Wasser an den Befeuchtern nachfüllen zähle ich nicht dazu, das hat für mich eher Nervfaktor)...was kostet denn eine KWL incl. Installation+Einmessung+EWT+Befeuchter+Split-Klima+Sensorik+Aktorik, bis das alles halbwegs zufriedenstellend läuft? Alleine die regelmäßig zu wechselnden Filter sind eine Frechheit beim Nachkauf, mein Kumpel schneidet die irgendwie selbst...schöne Beschäftigung...aber jeder wie er mag :-)

                    Wir mögen übrigens offene Fenster, wir leben sehr ländlich und ruhig und erfreuen uns am morgendlichen Vogelgezwitscher, manchmal auch das Wiehern von Pferden und Eseln auf den Feldern nebenan. Kann das schlecht beschreiben, aber irgendwie hat man gefühlt mehr Kontakt zur Natur und der Außenwelt. Beim Kumpel mit KWL und stets geschlossen Fenstern fühle ich mich eher an eine schalldichte Festung erinnert, vom ständigen Rauschen der KWL im Innern mal abgesehen.
                    Zuletzt geändert von dreamy1; Heute, 13:36.
                    Viele Grüße,
                    Stefan

                    DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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                      #25
                      dreamy1
                      Wie heizt du 300m2 KfW70 mit 2.400kW?

                      Ich hab grob 300m2 KfW60 und bin bei rund 6.000kW. Ok, mein Wert ist inkl. WW. Was bei uns ne ganze Menge ist.

                      Um beim Thema zu bleiben. Ich hab leider keine KWL, würde neu aber nur noch mit bauen.
                      ....und versuchen Sie nicht erst anhand der Farbe der Stichflamme zu erkennen, was Sie falsch gemacht haben!

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                        #26
                        Mein Problem ist eher, dass die WRG zu gut ist … Ich hätte gern maximal 18° im Schlafzimmer, wenn die Räume daneben 21° haben, dann komme ich aber bei überwiegend gedämmten 12,5 GK Innenwänden im Schlafzimmer meist nur auf 19°

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                          #27
                          Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
                          Wie heizt du 300m2 KfW70 mit 2.400kW?
                          Das war offiziell nicht KfW70, sondern "vergleichbar". Da Holzständerbauweise, ist das meist am Ende deutlich besser. Den Keller haben wir auch etwas dicker als ursprünglich geplant eingepackt und überall FBH mit recht geringem Abstand. Über 30 Grad VL haben wir hier selbst bei tiefem Frost nicht gesehen und da die WP recht gut optimiert ist, läuft die mit einer JAZ nahe der 5. Deshalb der sehr geringe el. Energiebedarf und da ist WW auch mit drin.
                          Allerdings ist der Keller auch nicht immer in allen Räumen voll auf 22 Grad beheizt.

                          Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
                          würde neu aber nur noch mit bauen.
                          Ich müsste da wirklich nachdenken, weil ich bisher bis aufs SZ nichts vermisse (ggf. noch Bad und Gäste-WC, wobei wir da mit Sumpfkalkputz auch kein Problem mit Feuchte haben oder beschlagene Spiegel etc....die Spiegelheizung im Hauptbad wurde in 15 Jahren noch nicht einmal eingeschaltet) und die Punkte oben haben für uns schon auch Gewicht. Probleme mit zuwenig Feuchte im Haus haben wir bisher nicht, zuviel auch nicht und die CO2-Werte passen auch trotz geringem manuellen Lüftungseingriff. Ich will in 15 Jahren auch nicht auf der Leiter ständig Filter wechseln müssen oder manuell Feuchte zuführen. Mal schauen, vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja eine bessere Technik.

                          Zitat von livingpure Beitrag anzeigen
                          Ich hätte gern maximal 18° im Schlafzimmer, wenn die Räume daneben 21° haben,
                          Also hier mit Holzständerbau kein Problem, da hat das Hauptbad oben 23 Grad und das Schlafzimmer daneben 17-18 Grad. Bei Holzständer sind die Innenräume der Wand gestopft und haben vorzügliche Dämmwerte. Ohne KWL kann man hier fast beliebige Raumtemperaturen fahren ohne Einfluss auf die Nachbarzimmer, mit KWL kann das leider zwangsläufig nur schlechter werden da hier ständig Luftaustausch stattfindet (Zuluft, über Türschlitze durch Abluftunterdruck eingezogene warme Zuluft). Die vorgewärmte Zuluft ist meines Wissens auch nicht pro Raum temperierbar, so zumindest mein älterer Kenntnisstand. ERR wird dann auch eher schwieriger, da Störwärmeeintrag durch die KWL, der nicht durch die Stellantriebe der FBH ausgeregelt werden kann...
                          Viele Grüße,
                          Stefan

                          DIY-Bastelprojekte: || >> Smelly One << || >> BURLI << ||

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