Zitat von uncelsam
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Naja "CO2 neutral" beutet in der Sprache der Industrie:
Ich habe mein erzeugtes CO2 durch das kaufen von Zertifikaten neutralisiert.
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Das nenne ich eine gesunde Einstellung.Zitat von hthoma Beitrag anzeigenBeim Verbrenner wird auch nur die CO2 Erzeugung durch verbrennen des Treibstoffs im Auto angegeben. Aber auch da gibt es einen Rucksack durch Förderung, Transport und Verarbeitung von Erdöl. Ganz besonders krass ist das bei den kanandischen Ölsanden. Außerdem läuft dann immer mal wieder ein Tanker auf Grund und verseucht ganze Küstengebiete oder eine Bohrinsel explodiert im Golf von Mexiko.
Disclaimer: Ich fahre auch einen Diesel und solange der noch gut ist, wird er auch bleiben. 5 bis 6 Jahre macht der hoffentlich noch und danach kann ich mir gut ein batterieelektrisches Auto vorstellen. Aber wer weiß, wie sich die Technik bis dahin entwickelt.
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Ich weiß nicht welche Umweltzerstörung Du meinst. Die ist auf jeden Fall deutlich geringer als die durch durch Erdölgewinnung verursachte.Zitat von ewfwd Beitrag anzeigenÄndert an der Umweltzerstörung dennoch nichts. Man ist nur "Co2 Neutral". Das schaffen AKWs im übrigen auch... Wie man sieht macht es keinen Sinn einzig und allein das CO2 zu betrachten. Ich kann auch völlig CO2 Neutral ne Tonne Rohöl ins Meer kippen.
Es geht ja eigentlich nur um Lithium (Kobalt sind nur geringe Mengen und dieser wird in Kupferminen gewonnen). Lithium wird nicht verbraucht. Ich muss das Lithium nur 1x entnehmen und verbrenne nicht fröhlich Milliarden Tonnen jährlich. Es entsteht gerade eine neue Industrie, die sich mit dem Recycling der Batterien beschäftigt.Zitat von ewfwd Beitrag anzeigenUnd beim Akku brauchen wir andere Rohstoffe... Tauschen A gegen B. Hast du denn den Eindruck dass dort wo die Rohstoffe abgebaut werden es jetzt zu Wohlstand bei der dortigen Bevölkerung führt? Oder führt es nicht eher zur Verschlechterung dort?
Ich sehe schon einen großen Unterschied. Von Lebensgrundlage wegnehmen kann ich auch nichts erkennen. Oder machst Du dir um die Scheichs Sorgen?Zitat von ewfwd Beitrag anzeigenDie Länder müssten doch im Geld nur so schwimmen, immerhin haben sie ja Glück und sitzen auf wertvollen Rohstoffen. Ach nee haben die Leute nicht wirklich was von. Wer was davon hat sind ein paar wenige und "wir" weil sie mit Elektroautos dann rumgurken können.
Seh nicht so großen Unterschied ob man Leute wegbombt oder ihnen die Lebensgrundlage nimmt.
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Ich frage mich, wie man sowas rechnet.Zitat von Voltus Beitrag anzeigenDu ignorierst die Tatsache, dass Tesla und VW CO2 die Batterien und Fahrzeuge Neutral fertigen, bzw in Kürze fertigen werden.
Bei VW gibt's ganz neu eine Zellfertigung als Pilotlinie für Kleinserien.
Wie man sowas "CO2 neutral" bauen kann ist mir unklar. Selbst wenn man die Rohstoffe mal ausklammert: So ein Werk zu errichten erfordert ebenso Energie wie der Betrieb, das Werk wird doch nicht mit Gänseblümchenextrakt betrieben. Was übersehe ich?
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Ich plädiere noch immer dazu dass nicht die Art der Energienutzung geändert werden muss sondern die Menge. Es gibt eindeutig zuviel günstigen Individualismus in den Industrienationen. Nachhaltigkeit ist unerwünscht und Einschränkung des Konsums eine wirtschaftliche Kriegserklärung.
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Und was ist der Grund dafür? Profitmaximierung weswegen man bei Sicherheit entsprechend einspart.Zitat von hthoma Beitrag anzeigenAußerdem läuft dann immer mal wieder ein Tanker auf Grund und verseucht ganze Küstengebiete oder eine Bohrinsel explodiert im Golf von Mexiko.
Ich wette nen Schiff mit zig Tonnen Gold könntest du 100Jahre über die Ozeane schippern lassen, da würde schon entsprechend für gesorgt werden dass nix passiert mit der wertvollen Fracht
An der Ingenieurskunst kanns also weniger liegen.
Und über die Wirtschaftliche Zukunft des Landes in dem deine Kinder später leben müssen machst du dir keine Sorgen?Zitat von bluegaspode Beitrag anzeigenWir können es uns nicht mehr leisten unsere Erde weiter zu verpesten. Ich habe 2 Kinder und auch deren Kinder sollen noch gut und gerne hier leben können.
Ohne Wasserknappheit und ohne große Flüchtlingsströme weil Teile der Welt unbewohnbar werden.Zuletzt geändert von ewfwd; 01.10.2019, 15:14.
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Beim Verbrenner wird auch nur die CO2 Erzeugung durch verbrennen des Treibstoffs im Auto angegeben. Aber auch da gibt es einen Rucksack durch Förderung, Transport und Verarbeitung von Erdöl. Ganz besonders krass ist das bei den kanandischen Ölsanden. Außerdem läuft dann immer mal wieder ein Tanker auf Grund und verseucht ganze Küstengebiete oder eine Bohrinsel explodiert im Golf von Mexiko.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigenDann fällt die Bilanz ja noch schlechter aus, da bei einem BEV ein nicht unerheblicher Teil des CO2-Footprints bei der Herstellung der Batterie anfällt, den das BEV als noch unberücksichtigten Rucksack hat.
Disclaimer: Ich fahre auch einen Diesel und solange der noch gut ist, wird er auch bleiben. 5 bis 6 Jahre macht der hoffentlich noch und danach kann ich mir gut ein batterieelektrisches Auto vorstellen. Aber wer weiß, wie sich die Technik bis dahin entwickelt.
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Ändert an der Umweltzerstörung dennoch nichts. Man ist nur "Co2 Neutral". Das schaffen AKWs im übrigen auch... Wie man sieht macht es keinen Sinn einzig und allein das CO2 zu betrachten. Ich kann auch völlig CO2 Neutral ne Tonne Rohöl ins Meer kippen.Zitat von Voltus Beitrag anzeigendass Tesla und VW CO2 die Batterien und Fahrzeuge Neutral fertigen, bzw in Kürze fertigen werden.
Und beim Akku brauchen wir andere Rohstoffe... Tauschen A gegen B. Hast du denn den Eindruck dass dort wo die Rohstoffe abgebaut werden es jetzt zu Wohlstand bei der dortigen Bevölkerung führt? Oder führt es nicht eher zur Verschlechterung dort?Zitat von Voltus Beitrag anzeigenAuch ignorierst Du die Tatsache, dass für Dein Vergnügen mit einem Öl Verbrenner (Diesel ist Heizöl) zu fahren Kriege geführt werden
Die Länder müssten doch im Geld nur so schwimmen, immerhin haben sie ja Glück und sitzen auf wertvollen Rohstoffen. Ach nee haben die Leute nicht wirklich was von. Wer was davon hat sind ein paar wenige und "wir" weil sie mit Elektroautos dann rumgurken können.
Seh nicht so großen Unterschied ob man Leute wegbombt oder ihnen die Lebensgrundlage nimmt. Kriege gibts auch weiterhin, vielleicht eher wirtschaftliche. Opfer fordert das genauso.
Und überhaupt ist es doch "interesant" dass ausgerechnet jetzt die Politik ihr Interesse an der Umwelt und des Klimas entdeckt haben. Das letzte halbe Jahrhundert war das denen scheiß egal. Aber was ihnen schon immer wichtig war, war die Wirtschaft. Also ist anzunehmen dass es auch jetzt nichts ums Klima geht und die Umwelt, sondern das nur vorgeschoben ist und es wieder um Interessen der Wirtschaft geht. Damit würde die Politik exakt 1:1 das machen was sie hier schon immer getan haben. Man muss es nur eben ein wenig anders verkaufen.Zuletzt geändert von ewfwd; 01.10.2019, 15:03.
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Stimmt. Es ist immer leichter im Nachhinein zu urteilen.Zitat von hthoma Beitrag anzeigenAber hinterher ist man immer schlauer.
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Das Prinzip war meiner Meinung nach damals gut und richtig. Man hat dann zu lange nicht genug gekürzt und danach zu schnell zu viel gekürzt. Aber hinterher ist man immer schlauer.Zitat von Voltus Beitrag anzeigenJa. Ich finde die vor ca. 20 Jahren eingeführten "Umlagen" überhaupt nicht gut. Auch würde ich persönlich zu anderen Mitteln greifen als diejenigen, die nun von der Politik gewählt worden sind.
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Du ignorierst die Tatsache, dass Tesla und VW CO2 die Batterien und Fahrzeuge Neutral fertigen, bzw in Kürze fertigen werden.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigenDann fällt die Bilanz ja noch schlechter aus, da bei einem BEV ein nicht unerheblicher Teil des CO2-Footprints bei der Herstellung der Batterie anfällt, den das BEV als noch unberücksichtigten Rucksack hat. Gerade bei einem Tesla mit großem Batteriepaket. Siehe auch hier: https://knx-user-forum.de/forum/supp...23#post1406823, da war das Ganze für einen deutlich umweltfreundlicheren Golf 7 gerechnet.
Auch ignorierst Du die Tatsache, dass für Dein Vergnügen mit einem Öl Verbrenner (Diesel ist Heizöl) zu fahren Kriege geführt werden und riesige Tanker die Weltmeere durchkreuzen. Tankerunglücke und Bohrinselunglücke haben wir in unserer Lebensspanne nun wirklich genug gesehen.
All das wäre vorbei, wenn wir es schaffen nachhaltig Energie zu produzieren und diese effizient zu speichern.
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Den Aspekt durfte ich in Berlin am Wochenende erleben. Meine Frau und ich haben nach dem Rennen das Model 3 übernommen und sind noch eine Nacht in Berlin geblieben.Zitat von 6ast Beitrag anzeigenUnabhängig vom CO2 sehe ich als Bewohner einer "Intensivregion" mit akut drohenden Fahrverboten allerdings auch das Thema "lokal emissionsfrei" als relevant an. Da nutzt jedes lokal emissionsfreie Auto auch allen anderen, die dann wegen insgesamt sinkenden Belastung mit ihrem alten Diesel nicht aus der Stadt ausgesperrt werden.
Gefühlt sind alle Straßen in Berlin in den letzten Wochen zu 30 Km/h Zonen geworden (Keine Übertreibung!). An manchen Schildern steht zur Erläuterung "Luftreinhaltung": https://www.berlin.de/hauptstadtluft...kel.746139.php
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Die Umwelt kennt keinen Unterschied zwischen Privat und Geschäftsmann, sie behandelt jeden gleich.Zitat von Voltus Beitrag anzeigenDu hast wortwörtlich festgestellt, dass man am Grad der persönlichen Einschränkung von Geschäftsleuten erkennt ob sie tatsächlich den Umweltschutz im Fokus haben.
Dann fällt die Bilanz ja noch schlechter aus, da bei einem BEV ein nicht unerheblicher Teil des CO2-Footprints bei der Herstellung der Batterie anfällt, den das BEV als noch unberücksichtigten Rucksack hat. Gerade bei einem Tesla mit großem Batteriepaket. Siehe auch hier: https://knx-user-forum.de/forum/supp...23#post1406823, da war das Ganze für einen deutlich umweltfreundlicheren Golf 7 gerechnet.Zitat von 6ast Beitrag anzeigenDa komme ich für den Fahrstrom auf 474 x 0.22 = 104 g/km (Autobahn).
Das mit den lokal begrenzten Emissionen finde ich aber einen guten Aspekt. Hier könnte es sicher Lösungsansätze geben, in urbanen Regionen gezielt die Elektromobilität zu fördern, ohne jedoch mit der Gießkanne alle Dieselfahrer landesweit zu bevormunden und zu benachteiligen.
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Ohne für eine Seite Partei ergreifen zu wollen haben ich mal versucht, die Zahl nachzuvollziehen.Zitat von dreamy1 Beitrag anzeigenDer Tesla 3 wird mit aktuell 155...180g CO2/km bewegt, wenn der an einer deutschen Steckdose geladen wird. Ein aktueller Golf 7 TDI hat um die 140g CO2/km.
Wenn wir rein den verbrauchten Fahrstrom betrachten, dann waren die Teslas der Spitzengruppe beim E-Cannonball mit etwa 22kWh/100km unterwegs, also 0.22kWh/km. Der CO2-Ausstoss pro kWh im deutschen Strommix betrug in 2018 im Jahresmittel 474g/kWh. Da komme ich für den Fahrstrom auf 474 x 0.22 = 104 g/km (Autobahn).
In der Stadt sind die E-Autos deutlich genügsamer, auch durch die Bremsenergierückgewinnung.
Unabhängig vom CO2 sehe ich als Bewohner einer "Intensivregion" mit akut drohenden Fahrverboten allerdings auch das Thema "lokal emissionsfrei" als relevant an. Da nutzt jedes lokal emissionsfreie Auto auch allen anderen Fahrern, die dann wegen insgesamt sinkender Belastung mit ihrem alten Diesel nicht aus der Stadt ausgesperrt werden.Zuletzt geändert von Gast1961; 01.10.2019, 13:54.
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