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  • xrk
    antwortet
    Gerne möchte ich Euch mein Handwerk präsentieren. Es handelt dabei um SK II Unterverteiler (Striebel & John TwinLine-G mit Glastüren in 5-Felder/12 Reihen) für ca. 100m² Wohnung in MFH wo fast alle Gewerke an Heimautomation (überwiegend KNX + ein bisschen 1-Wire) angeschlossen sind (bei Interesse können die früheren Entwicklungsstände in Posts #1941 und #2059 nachgelesen werden, inkl. ein 3D Animation des Schrankes):

    KNX UV.jpg
    Der Innenausbau auf S&J WR Montagegerüst wurde auf selbstgemachten fahrbarem Montagegestell vorbereitet und in zwei Teilen (3+2 Felder) auf Baustelle transportiert und in den Standschrank eingebaut. Während Aufbau, hat mich das simple, aber sehr effektive Montagegestell, das Zugang zur Verkabelung an der Rückseite ermöglicht, sehr geholfen (hier bebildert mit einem zusätzlichem KNX-Raffstoreantrieb-Testbrett):
    filedata/fetch?id=1303048&d=1545470666&type=thumb

    Sie finden anbei (unten) 25 Bilder. Zzgl. zu Verteilerschrank-Nahaufnahmen füge ich einige Bilder vom Baustelle vor Einbau ein, vielleicht findet ja doch ein oder andere dies auch interessant.

    Wer schon länger diesen Thread folgt, merkt dass ich mich von UliSchirm's vorbildliche Arbeit (ab #1563) inspirieren gelassen habe und paar Details von Ihm übernommen habe (u.a. die kontrovers diskutierte Abfangschienen, die ich Klasse finde).

    Bin auf Eure Rückmeldung(-en) gespannt, gerne auch Verbesserungsvorschläge.

    Gruss
    Risto

    Update: die 51-Seitige Dokumentation (inkl. 21-Seitige Stromlaufplan des Schrankes) kann nun im Downloadbereich des Forums als PDF heruntergeladen werden.

    Hier zusammengefasst Antworten zu einigen Fragen, die mir nach Veröffentlichung des Beitrags gestellt wurden:
    • Die Bestellnummern der verwendeten Verteilerschrankteile sind TG512SB, TZT312L, TZT212R, TZG510.
    • Verwendete Bezeichnungsstreifen heißen bei Striebel&John ZA11.
    • Aufwand: geschätzt 6 Monate Freizeit, wovon für Planung mehr als die Hälfte zu buchen sei.
    • Kosten: Verteilerschrank mit dessen Innenausbau gute 14 KEUR, komplette Heimautomation fast 34 KEUR.
    • Software für Doku: Striebel & John StriePlan, Phoenix Clip Project, DDS-CAD, Corel PhotoPaint und DRAW, Adobe Acrobat Pro.
    • Lingg&Janke eHZ ist an Iskra MT681 Stromzähler angeschlossen.
    • Verteilerschrank beinhaltet keine Heizungs- und Jalousieaktoren da sowohl die verwendete Heizungs- als auch Jalousieantriebe integrierte KNX-Schnittstelle haben (ABB ST/K 1.1, Geiger/Rademacher RolloTube X-line GJ56xxkE09).
    • Der Oberschrank/Rangierblende ist eine Sonderanfertigung bei Häcker Küchen (erstellt aus Frontmaterial Classic UNO Lichtgrau, das perfekt zu Striebel&John RAL 7035 passt).
    • Das Gewicht des Innenausbaus beträgt 44kg (linke 3-Feldrige Teil) plus 35kg (rechte 2-Feldrige Teil mit drei MeanWell HLG Netzteilen).
    Was ich anderes machen würde, falls ich von vorne anfangen würde:
    • PE-Leitungsführung ohne Durchschleifen (Danke mmutz in #3047)
    • hätte statt MeanWell HLG Netzteile auf Enertex LED PowerSupply 160 gesetzt (war während Planungsphase noch nicht auf dem Markt) und deren Primärseite nicht über MDT LED Controller geschaltet um noch sauberere Trennung zwischen Klein- und Niederspannung im Schrank zu haben. Ggf. ein Schaltaktorkontakt für Urlaubsmodi, die alle LED Netzteile vom Netz trennt.
    • Für Neutralleiteranbindung PTI 16-NLS-FI BU verwendet (war ähnlich noch nicht verfügbar)
    • Statt 40A RCCBs mit 40A Vorsicherungen, hätte 63A RCCBs verwendet ohne die Notwendigkeit der Vorsicherungen
    • Würde durchgängig KNX für alles einsetzen (statt 1-Wire am Außenfassade und in Keller)
    • Noch klarere Trennung zwischen Nieder- und Kleinspannung bemüht
    • (Außerhalb Verteilerschrank) Keine Leerrohre unter 25mm Durchmesser verwendet
    Update 2: in Post #3138 können nun auch einige Wärmebildkameraaufnahmen dieses Verteilerschrankes begutachtet werden.
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    This gallery has 25 photos.
    Zuletzt geändert von xrk; 25.01.2019, 20:42.

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  • Gast1961
    antwortet
    Ich finde es unschön, daß die potentialfreien (weiß, wenn ich's richtig deute?) bzw. SELV-Klemmen so nahe an (über) den 230V-Leitungen angeordnet sind. Da hätte ich räumlich anders verteilt, also einen 230V-Bereich und einen Kleinspannungs/SELV-Bereich.

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  • zehn0813
    antwortet
    Zitat von gbglace Beitrag anzeigen

    Was sind das für 1TE Elemente neben den Spannungsversorgungen?
    Linienkoppler von Weinzierl.
    IP-Router und IP-Interface von Weinzierl.
    KNX-Bus-Modul von Helios für die KWL

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  • mmutz
    antwortet
    Zitat von zehn0813 Beitrag anzeigen
    Hier kommt noch mal ein neuer dazu.
    EDIT: Ist das ein Überspannungsschutz links neben dem Ausschalter? Wenn ja, dann ist die Zuführung nicht ganz perfekt (aber viel besser als hier schon zu sehen gewesen ist), da die Hauptleitung parallel zu den abgehenden Leitungen verlegt ist, wenn auch mit etwas Abstand im Verteiler selbst, so doch recht kuschelig am Austritt. Ich hätte versucht, die Hauptleitung von unten einzuführen. /EDIT
    Unverzinnte Sammelschienen. Bei Preisen von ~5-7€/m für verzinnte schon ein Geizfaktor

    Zitat von Wago-Katalog
    Praxishinweis!

    Die N-Trennschlitten der Installationsklemmen sind Schaltkontakte, die bei regelmäßigen Prüfvorgängen getrennt und wieder geschlossen werden. Um dabei eine stetig gute Kontaktierung zu erhalten, ist eine korrosionsfreie Kontaktstelle auf der N-Sammelschiene erforderlich.

    Beim Einsatz in trockenen Räumen ohne zusätzliche Schadstoffbelastung können blanke Kupfersammelschienen, die bei der Montage von eventuell vorhandener Korrosion befreit wurden, erfahrungsgemäß eingesetzt werden.

    Gemäß DIN VDE 0100-520 (VDE 0100, Teil 520) müssen beim Auftreten von korrosiven oder verschmutzenden Stoffen, einschließlich Wasser, welche die Korrosion oder Alterung begünstigen, die der Schädigung ausgesetzten Teile der Anlage geeignet geschützt werden oder aus einem korrosions- oder alterungsbeständigen Werkstoff bestehen. In diesen Fällen gewährleisten verzinnte Kupfersammelschienen eine dauerhaft gute Kontaktqualität.

    WAGO bietet ausschließlich verzinnte Kupfersammelschienen an.
    Zuletzt geändert von mmutz; 20.12.2018, 10:26.

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  • gbglace
    antwortet
    ahh die beiden grauen LAN Strippen links nach unten weg, da muss man sich aber wirklich anstrengen bei den Fotos.

    Die wären mir aber dann schon wieder zu nah an den 230V Leitungen der LS drunter.

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  • BadSmiley
    antwortet
    Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
    Dachte mir sowas, aber 4 Stück an 3 Netzteilen?
    Nö, sind 2 Stück und 2 IP Router oder 2 Interfaces und noch was von weinzierl.. ein 4 fach IO oder so.

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  • gbglace
    antwortet
    Dachte mir sowas, aber 4 Stück an 3 Netzteilen?

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  • BadSmiley
    antwortet
    Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
    Was sind das für 1TE Elemente neben den Spannungsversorgungen?
    Linienkoppler 650 von Weinzierl.
    Zuletzt geändert von BadSmiley; 19.12.2018, 22:25.

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  • gbglace
    antwortet
    Die roten Drahtsammelhalter sind interessant, was haben die für Artikelnummern?

    Da ist ne Sammelschiene mit einigen PE-Leitungen im linken Doppelfeld. Da scheint mir aber auch ne schwarze Leitung angeklemmt zu sein. Was hat das für einen Grund?

    Die KNX-Leitungen scheinen mir mindestens etwas arg viel entmantelt oder gar ganz ohne Mantel verlegt zu sein.

    Frage an die Experten, beidseitige Anbindung der Hutschienen an PE, ist das OK oder kann sowas Masseschleifen produzieren?

    Was sind das für 1TE Elemente neben den Spannungsversorgungen?

    N-Sammelschienen ohne Abdeckungen und mit seitlichem Überstand.

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  • zehn0813
    antwortet
    Zitat von gbglace Beitrag anzeigen
    So und wo sind hier jetzt neue Verteilerkästen zu sehen?
    Hier kommt noch mal ein neuer dazu.
    War zum Zeitpunkt wo das Bild entstanden ist noch nicht ganz fertig aufgelegt. Mittlerweile sind auch schon verschiedene Änderungen vorgenommen worden. U.a. ist ein weiterer Dimmaktor dazu gekommen.

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  • gbglace
    antwortet
    So und wo sind hier jetzt neue Verteilerkästen zu sehen?

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  • fishermen
    antwortet
    Zitat von concept Beitrag anzeigen
    Meine Meinung: 2 DALI Stromkreise für eine Etage, die Leuchten mit 5x1,5mm2 als Bus abfahren.
    Kann ich nur so bestätigen. Habe auch überall 5 Adern gezogen und dann in der Hauptverteilung zu einem DALI-Bus verbunden. Konnte so letztens mit freundlicher Unterstützung des Forums einfach bei einer Leuchte meiner Wahl das Vorschaltgerät wechseln und schon hatte ich einen DALI-Dimmer.

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  • starwarsfan
    antwortet
    Hallo miteinander

    Zitat von concept Beitrag anzeigen
    2 DALI Stromkreise für eine Etage, die Leuchten mit 5x1,5mm2 als Bus abfahren. Braucht somit ganze 10 Klemmen im Verteiler. Halox-Dosen mit grossem Trafotunnel nicht vergessen. Das ist das Rundum-Sorglos-Paket.
    Genau so haben wir gebaut und ich würde das auf jeden Fall und unbedingt wieder so machen. Sich beim Bau auf einen Leuchtentyp einzuschränken ist m. M. n. an der falschen Stelle gespart. Spätestens wenn neue/andere Leuchten montiert werden sollen macht sich so eine Vorausplanung bezahlt.

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  • concept
    antwortet
    Zitat von mmutz Beitrag anzeigen
    Aber es wird doch hier immer argumentiert, dass man zu jeder Leuchtengruppe 5x{1,5;2,5} + KNX legen soll
    man kann auch übertreiben. KNX braucht es da normal nie.


    Zitat von mmutz Beitrag anzeigen
    Was ist also der Gold-Standard hier?
    Meine Meinung: 2 DALI Stromkreise für eine Etage, die Leuchten mit 5x1,5mm2 als Bus abfahren. Braucht somit ganze 10 Klemmen im Verteiler. Halox-Dosen mit grossem Trafotunnel nicht vergessen. Das ist das Rundum-Sorglos-Paket. Also ich beziehe mich hier auf das Hauptlicht. RGB-Effektlicht ist separat zu betrachten, da mache ich teilweise auch 24V zentral.

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  • Gast1961
    antwortet
    Zitat von ewfwd Beitrag anzeigen
    Ich frage mich sowieso wer Beleuchtungen von 230 auf 24V umbaut außerhalb einer Sanierung/Renovierung.
    Göran schrieb es andersrum: für 24V geplant, dann umgebaut auf 230V. Das kann sicherlich passieren, wenn man pauschal mit 24V geplant hat und dann später feststellt, welche Leuchten-Bauformen in 24V gar nicht verfügbar sind.

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