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  • evolution
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Auf welches Potential werden alle an das Erdungssystem angeschlossene leitende Teile angehoben, wenn im Verteiler eine Phase gegen eine PE-Schiene kommt und KEINE Sicherung auslöst?

    115V
    Wir reden nicht vom Vorzählerbereich.
    Btw. zweifel ich die von Dir angenommenen U/2 an. Du gehst hier von einer gleichen Leitungslänge aus. Das ist aber nicht der Fall, denn wenn eine ordentliche Erdung vorhanden ist hat der Leiter eine längere Strecke hat als der PE. Es ist meines Erachtens nicht damit zu rechnen, dass die lokale Erdung versagt.

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  • larsrosen
    antwortet
    Ja, eben doch!
    Es geht nicht um unterschiedliche PE‘s.

    Auf welches Potential werden alle an das Erdungssystem angeschlossene leitende Teile angehoben, wenn im Verteiler eine Phase gegen eine PE-Schiene kommt und KEINE Sicherung auslöst?

    115V

    Welche abschaltzeit gilt Für Endstromkreise als Personenschutz im TN-NEtz?

    0,4s. Warum siehe erklärung oben.



    Wenn du jetzt eine Abschaltzeit für Verteilerstromkreise heranziehst, bietest du kein Personenschutz mehr.
    Für die Zeit bis zum auslösen der Sicherung steht eine Spannung über der zulässigen Berührungsspannung an.
    Zuletzt geändert von larsrosen; 06.01.2020, 21:46.

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  • evolution
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Ist dort kein PE für alles 230V und nichts passiert.
    Ich kenne keine Installationen mit unterschiedlichen PEs (in einem Schaltschrank)...
    Kommt ein spannungsführender Leiter an geerdete Traggerüstteile oder Hutschienen, dann schalten die vorgelagerten Sicherungen ab. Da kommt nix zu einem Endgerät. Hierfür muss der PE vom Querschnitt her natürlich ausgelegt sein, wovon ich bei einer ordnungsgemäßen Installation aber ausgehen muss.

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  • larsrosen
    antwortet
    Ja eben, deswegen soll der PE ja auch nur da verteilt werden, wo er benötigt wird.

    Eine Hutschiene mit LS zu erden ist dann Bullshit. Kommt der Draht gegen diese Schiene verteilt er sich auf alle PE Schienen.
    Ist dort kein PE auf der LS Schiene passiert auch nichts. Die PE Schienen sind alle isoliert und keine gefährliche Berührungsspannung entsteht ausserhalb des Verteilers.


    P.s. Die Gefahr, dass Abschaltzeiten nicht eingehalten werden können sind doch Hauptsächlich vor den LS, also SLS,RCD....
    Nach den Endstromsicherungen muss ich die schnellere Abschaltzeit einhalten und Messtechnisch nachweisen. Das sollte kein Problem darstellen. Aber vor den Sicherungen schaff mal deine 0,4 oder weniger....
    Zuletzt geändert von larsrosen; 06.01.2020, 21:34.

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  • evolution
    antwortet
    Ein herausrutschender Draht ändert doch nichts daran, dass Hutschienen geerdet sein können und über den PE miteinander verbunden sind.

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  • larsrosen
    antwortet
    Hi,

    nicht wenn ein Draht an (vor oder nach LS,RCD...) raus rutscht. Wenn die PE Hutschienen alle isoliert sind, passiert dann nix. Und die meisten REG Geräte sind Schraubanschlüsse nicht wie Reihenklemmen Federzug.
    Wenn du das Gestell erdest, musst du die Abschaltbedinung für Endstromkreise einhalten.
    Zuletzt geändert von larsrosen; 06.01.2020, 21:27.

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  • evolution
    antwortet
    Zitat von larsrosen Beitrag anzeigen
    Baut ihr jetzt ein SKII Schrank wie hier besprieben, kann es passieren, dass eine Ader sich Aufscheuert(Sinn der VDE: Bei Auftreten EINES Fehler, darf keine Lebensgefahr bestehen) und an die Hutschiene oder Traggerüst kommt. Ist die Hutschiebe, wo due PE‘s aufliegen nicht gegen das Traggerüst isoliert, verteilt sich die Spannung auf alle SKI Geräte im Haus.
    Lars, das passiert ohnehin, wenn die Hutschienen geerdet sind, da sie hierdurch ohnehin miteinander verbunden sind. Das Traggerüst spielt in diesem Beispiel keine Rolle, selbst wenn es ebenfalls geerdet wäre!
    Zuletzt geändert von evolution; 06.01.2020, 21:25.

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  • larsrosen
    antwortet
    iGude,

    ich habe das jetzt schon gefühlt tausend mal geschrieben!!!!!
    Für Endstromkreise muss eine Abschaltzeit von 0,4 Sekunden im TN Netz eingehalten werden.
    Die Zeit kommt daher, dass im Kurzschlussfall eine Spannungswaage entsteht uns somit 115V am Gehäuse eines SK1 Gerätes ansteht.
    Greift eine Normperson(1kOhm) dran fliessen 115mA.
    Schaut man in die Gefährdungskurve, liegt man genau vor der Todesschwelle!!!!!

    Baut ihr jetzt ein SKII Schrank wie hier besprieben, kann es passieren, dass eine Ader sich Aufscheuert(Sinn der VDE: Bei Auftreten EINES Fehler, darf keine Lebensgefahr bestehen) und an die Hutschiene oder Traggerüst kommt. Ist die Hutschiebe, wo due PE‘s aufliegen nicht gegen das Traggerüst isoliert, verteilt sich die Spannung auf alle SKI Geräte im Haus.
    Bekanntlich gibt es höchst wahrscheinlich kein Personenschutz, da für Verteilerstromkreise 5s(im TN.Netz) gelten.


    Das Heist: 5 Sekunden im ganzen Haus an SK1 Geräten 115V!!!!!!
    Zuletzt geändert von larsrosen; 06.01.2020, 21:17.

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  • gbglace
    antwortet
    Zitat von Cybso Beitrag anzeigen
    Bei mir ist der Zähler separat, deswegen sind in meiner HV gar keine Phasenschienen drin.
    Wollen wir wetten?
    Diese netten kleinen weißen Schienen mit denen man LS untereinander verbindet lassen sich bei vielen Herstellern auch unter dem Begriff im Katalog finden, und jene gibt es auch für die Eingangsseite der FI oder für die Verbindung mehrerer Vorsicherungen.

    Die fünf CU-Schienen im Vorzählerbereich wo sowas wie nen SLS drauf sitzt, nennt sich bei ABB hingegen Sammelschiene im Katalog.
    Zuletzt geändert von gbglace; 06.01.2020, 21:16.

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  • cknx
    antwortet
    Eigentlich ist es doch besser wenn das ganze Traggerüst mit dem PE verbunden ist, also ohne Isolierung.
    Was ist denn wenn die Isolierung von einem Spannungsführenden Draht nicht in Ordnung ist oder sich am Traggerüst aufscheuert, dann fliegt wenigstens die Sicherung.
    Wenn das isoliert ausgeführt ist, liegt doch dann in dem Fall Spannung am Traggerüst?

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  • evolution
    antwortet
    Zitat von BlackDevil Beitrag anzeigen
    Aber SKII heist doch doppelte Isolierung
    Genau genommen haben Betriebsmittel mit einer Schutzklasse II eine verstärkte oder doppelte Isolierung (VDE 0100 Teil 410, 412.1).

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  • BlackDevil
    antwortet
    Hm ok ja. Aber SKII heist doch doppelte Isolierung: Traggerüst vom Gehäuse und Hutschiene mit PE Klemmen vom Traggerüst. So, dass im Fehlerfall durch den PE nur Spannung auf Hutschienen und nicht dem ganzen Gerüst sind. Deshalb auch die Markierung, dass bekannt ist das dort im Fehlerfall Spannung anliegen kann.

    Edit: ich habe gerade keinen zugriff auf die Normen, hier aber eine Quelle: https://www.elektropraktiker.de/ep-2...628097ab58124d

    Die Anschlussstelle darf aus isoliert aufge- bauten, blanken Schienen mit entsprechen- den Anschlussklemmen bestehen. An min- destens einem Ende der Schiene muss eine gut sichtbare Kennzeichnung erfolgen (z. B. Klebeband Grün-Gelb, Beschriftung „PE“, Schutzleitersymbol nach DIN 40011).
    Da die PEs der Klemmen auf die Hutschiene kontaktiert sind, ist für mich die Hutschiene eine Anschlussstelle womit sie isoliert ausgeführt werden muss.
    Zuletzt geändert von BlackDevil; 06.01.2020, 20:46.

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  • Cybso
    antwortet
    Zitat von BadSmiley Beitrag anzeigen
    Ja dahinter schon, aber ich habe gehört, man kann mit Phasenschienen, ohne Schutzkappen, auch Außenleiter vor dem RCD verteilen?
    Ok, das stimmt natürlich, dann ist's gefährlich. Bei mir ist der Zähler separat, deswegen sind in meiner HV gar keine Phasenschienen drin. Da ist das Risiko, den Außenleiter versehentlich zu berühren, deutlich reduzierter.

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  • BadSmiley
    antwortet
    Zitat von Cybso Beitrag anzeigen

    Solange man den Außenleiter hinter dem RCD erwischt, sollte er schon auslösen. Der Fehlerstrom ist dann ja vorhanden.
    Ja dahinter schon, aber ich habe gehört, man kann mit Phasenschienen, ohne Schutzkappen, auch Außenleiter vor dem RCD verteilen?

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  • Cybso
    antwortet
    Zitat von BadSmiley Beitrag anzeigen
    gerade wenn man mit der linken Hand ans Tragegerüst kommt und mit der rechten an einen Außenleiter (Warum auch immer, z.b. weil die Schutzkappen fehlen?) und dann löst kein RCD aus. Das ist blöd.
    Solange man den Außenleiter hinter dem RCD erwischt, sollte er schon auslösen. Der Fehlerstrom ist dann ja vorhanden.

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